Wir über uns GALERIE REMMERT UND BARTH
Mühlenstraße 1     D − 40213 Düsseldorf
Telefon +49 (0)211 32 74 36     Fax +49 (0)211 32 22 59

galerie@remmertundbarth.de
Unser Galeriehaus
Neueste Nachrichten
Aktuelle Ausstellung
Künstler der Galerie
Andere über uns
Kataloge und Bücher


Die vorhergehenden Ausstellungen


2016
Überblick 2016

2015
Max Schwimmer Im Dialog: Otto Pankok − Karl Schwesig Überblick 2015

2014
Aquarelle 1914 und die Folgen Überblick 2014

2013
Hannah Höch Ludwig Gabriel Schrieber Überblick 2013

2012
figurativ − konstruktiv
Eine Kölner Privatsammlung
Adalbert Trillhaase Gottfried Brockmann Überblick 2012

2011
DIX in Düsseldorf
Otto Dix und die Düsseldorfer Künstlerszene
Stern und Blume, Mensch und Tier
Die Welt des OTTO PANKOK
Überblick 2011

2010
30 Werke − 30 Künstler
30 Jahre Remmert und Barth
Die Rückkehr des Malers und Bildhauers
Ludwig Gabriel Schrieber ins Rheinland
Überblick 2010

2009
Jankel Adler
Im Exil
Von Angesicht zu Angesicht Überblick 2009 Mit Kunstverstand und Leidenschaft
Eine rheinische Privatsammlung

2008
Gerd Arntz im Kreise von Freunden und Kollegen Gottfried Brockmann Überblick 2008 Die fantastische Welt der Hannah Höch

2007
Großes Ey wir loben dich Wilhelm Rudolph Überblick 2007

2006
Walter Gramatté Körper − Körper − Körper Carl Barth Gottfried Brockmann

Chronologie der Ausstellungen von 1980 bis heute


ÜBERBLICK 2016

Künstler des 20. Jahrhunderts

Ausstellung vom 22. März bis 4. Juni 2016

Mit 180 Werken von
Jankel Adler, Gerd Arntz, Hans Arp, Carl Barth, Otto Baumberger,
Georg Baumgarten, Max Beckmann, Otto Dix, Otto Gleichmann, Bruno Goller,
Walter Gramatté, Erwin Graumann, Hans Grundig, Erich Heckel, Hannah Höch,
Heinrich Hoerle, Adolf Hölzel, Vlastislav Hofman, Karl Hubbuch, J. B. H. Hundt,
Walter Jacob, Franz M. Jansen, Edmund Kesting, Paul Klee, Julo Levin,
Gerhard Marcks, August Macke, Ewald Mataré, Heinz May, Franz Monjau, Heinrich Nauen,
Karel Niestrath, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Pablo Picasso,
Franz Radziwill, Christian Rohlfs, Fritz Schaefler, Ludwig Gabriel Schrieber,
Karl Schwesig, Max Schwimmer, Franz W. Seiwert, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski,
Eberhard Viegener, Evarist Adam Weber und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2016 Kleinbildkatalog mit 180 Abbildungen aller ausgestellten Werke und mit Preisen
Euro 3,−−

Der jährlich im Frühjahr erscheinende Kleinbildkatalog umfaßt in diesem Jahr 180 Werke von 49 Künstlern. Alle Werke sind abgebildet und mit Preisen versehen.

Jankel Adler, Stilleben mit Zitrone und Flasche JANKEL ADLER   (1895−1949)
Stilleben mit Zitrone und Flasche
um 1925
Mischtechnik auf Halbkarton
(Kat.−Nr. 1)


Gottfried Brockmann, Mütterliche Grborgenheit

GOTTFRIED BROCKMANN   (1903−1983)
Mütterliche Geborgenheit   1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 31)
OTTO DIX (1891−1969)
Leopardfisch   1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 36)


Otto Dix, Leopardfisch

Otto Dix, Alte Kokotte OTTO DIX   (1891−1969)
Alte Kokotte   1922
Aquarell
(Kat.−Nr. 41)

zurück zum Seitenanfang

Im Banne des Expressionismus

Max Schwimmer

Aquarelle, Zeichnungen, Holzschnitte
1918 − 1919


Ausstellung vom 24. November 2015 bis 26. Februar 2016


Max Schwimmer, 1920/21
Max Schwimmer (1895−1960)
Foto 1920/21


Fotograf unbekannt
Max−Schwimmer−Nachlaß Leipzig

Katalogumschlag

KATALOG
120 Seiten, 44 Werkabbildungen
(Preisliste anbei)
Format 17 x 12 cm, Hardcover
(2015)    Euro 10,−−
Best.−Nr. 1050


Max Schwimmer, geboren 1895 in Leipzig, ebenda gestorben 1960, war Maler, Graphiker und Illustrator. Er gilt als einer der bedeutenden Künstler Sachsens im 20. Jahrhundert. Ab 1917 arbeitet Schwimmer expressionistisch, engagiert sich politisch und schafft Holzschnitte für die kulturpolitische Zeitschrift "Die Aktion". Im Mai 1919 wird er "wegen politischer Umtriebe" vorübergehend verhaftet. Im August 1919 stellt er erstmalig überregional aus, im "Graphischen Kabinett" in Düsseldorf, das dem Arzt und Kunstsammler Dr. Hans Koch gehört. Diese Ausstellung ist die Quelle unseres jetzt vorgestellten Schwimmer−Konvoluts, das sich im Kochschen Familienbesitz, seit Jahrzehnten verpackt und unentdeckt, erhalten hat.


Max Schwimmer − Biographische Daten

Japanischer Garten Japanischer Garten   1918
Aquarell
(Kat.−Nr. 7)
Kleine Stadt
Kleine Stadt   1918
Tusche
(Kat.−Nr. 4)

"Erschrecken Sie nicht:
ich habe mich ganz und gar dem Expressionismus verschrieben.
Mein Fühlen und Wollen ist so geartet,
daß ich nicht anders kann."

Max Schwimmer 1917


Kopf Kopf   1918
Tusche
(Kat.−Nr. 17)
Fabrikhof
Fabrikhof   1918
Aquarell
(Kat.−Nr. 15)

Hans Kochs Leipziger−Expressionisten−Schau vom August 1919 ist der Ausgangpunkt unserer Ausstellung, zumindest was die Werke von Max Schwimmer betrifft. Denn alle Arbeiten unserer Schwimmer−Schau entstammen der Sammlung von Dr. Hans Koch, sie wurden im Nachlaß des Düsseldorfer Arztes gehütet und über die Jahre und Jahrzehnte verschlossen gehalten, seit 1919, also seit über 90 Jahren. Es ist anzunehmen, daß die Blätter unserer Ausstellung Teil der Koch−Ausstellung vom August 1919 sind. Hans Koch, der mehr Sammler als Kunsthändler war, der auch der beste Kunde seines Graphischen Kabinetts war, hat das Konvolut unserer jetzigen Ausstellung sicherlich aus seiner 1919er Ausstellung erworben, säuberlich verpackt und verschnürt, wie es seine Art war, und wohl vergessen!


Prophet Prophet   1919
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 37)
Kopf (nach links)
Kopf (nach links)   1919
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 39)

1919 ist ein bedeutendes Jahr für Max Schwimmer. Die Ausstellung bei Hans Koch hebt die Kunst des weitgehend unbekannten jungen Leipzigers − Schwimmer ist 25 Jahre alt − auf ein beachtliches überregionales Niveau. Zudem ist Schwimmer in diesem Jahr auf gleich mehreren Ausstellungen in seiner Heimatstadt Leipzig vertreten. 1919 ist aber auch ein Jahr politischer Ereignisse, es ist das Jahr der Revolution. Der Sturm der meuternden Matrosen, die Rebellion der betrogenen Soldaten und die Demonstrationen der streikenden Arbeiter fegen in der Novemberrevolution von 1918 über Deutschland hinweg und machen auch vor Leipzig nicht halt. Max Schwimmer begeistert sich für die Ideen der neuen Zeit, er steht dem Leipziger Soldaten− und Arbeiterrat nahe und betätigt sich innerhalb der "sozialistischen Arbeitsgemeinschafts" der Künstler und Intellektuellen. Am 7. Mai wird Schwimmer − der als Schulmeister sein Geld verdient und gerade vor seiner Klasse steht − verhaftet. Der Vorwurf lautet: politische Umtriebe. In seinem Hafttagebuch rechtfertigt Schwimmer seine "kommunistische" Gesinnung und führt sie auf seine christliche Denkungsart zurück.


Cellist Cellist   1918
Tusche
(Kat.−Nr. 19)
Landschaft mit grüner Sonne
Landschaft mit grüner Sonne
1919
Aquarell
(Kat.−Nr. 40)

Häuser im Mondschein Häuser im Mondschein   1919
Aquarell
(Kat.−Nr. 44)
Portrait A.
Portrait A.   1919
Tusche
(Kat.−Nr. 20)

zurück zum Seitenanfang

Otto Pankok − Karl Schwesig
im Dialog

Ausstellung vom 8. September bis 1. November 2015

Mit 60 Werken der beiden Künstler

Katalogheft Katalogheft mit 37 Abbildungen, Beschreibungen und Preisen aller Werke
Euro 3,−−

Otto Pankok war eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der 1920er bis 50er Jahre im Rheinland. Er war führendes Mitglied der Künstlervereinigung "Das junge Rheinland" und gehörte mit Gert Wollheim, Karl Schwesig, Otto Dix und Max Ernst zum Kreis um die Düsseldorfer Kunsthändlerin Johanna Ey.


Karl Schwesig, Selbstbildnis für Gert Wollheim

KARL SCHWESIG   (1898−1955)
Selbstbildnis für Gert Wollheim   1921
Radierung
(Kat.−Nr. 36)
OTTO PANKOK   (1893−1966)
Selbstbildnis (groß)   1958
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 25)
Otto Pankok, Selbstbildnis (groß)

Karl Schwesig gehörte Anfang der 1920er Jahre zum engsten Kreis um die Kunsthändlerin Johanna Ey, war Mitglied der Künstlergruppe "Das junge Rheinland" und befreundet mit Gert Wollheim, Otto Pankok u.a.


Otto Pankok, Gefällter Wald 3 (Holzfäller) OTTO PANKOK
Gefällter Wald 3 (Holzfäller)    1917
Radierung
(Kat.−Nr. 2)
Karl Schwesig, Die Königstochter
KARL SCHWESIG
Die Königstochter   um 1920
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 34)

Otto Pankok, Leuchtturm (Hiddensee)

OTTO PANKOK
Leuchtturm (Hiddensee) 1921
Radierung
(Kat.−Nr. 7)
Karl Schwesig, Schwarzwald mit Wolken

KARL SCHWESIG
Schwarzwald mit Wolken   1921
Radierung
(Kat.−Nr. 38)

Karl Schwesig, Im Café (Selbst mit Dame) KARL SCHWESIG
Im Café (Selbst mit Dame)    1921
Radierung
(Kat.−Nr. 37)
Karl Schwesig, Liebesklage (Selbst mit Gitarre)
KARL SCHWESIG
Liebesklage (Selbst mit Gitarre)   1920
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 32)

KARL SCHWESIG

"Das Frühwerk ist vom Expressionismus gestreift, die Bilder sind schwer und dunkel. In seinen Porträts nähert er sich der Neuen Sachlichkeit. Er ist ein vorzüglicher Zeichner, in einigen getuschten Blättern berührt er sich mit Dix und Grosz. Nicht zuletzt war er ein begabter Landschaftsmaler."

Anna Klapheck 1981


Otto Pankok, Männerbildnis OTTO PANKOK
Männerbildnis    1923
Radierung
(Kat.−Nr. 10)
Karl Schwesig, Bärtiger Mann von vorn
KARL SCHWESIG
Bärtiger Mann von vorn   um 1919
Kohle
(Kat.−Nr. 31)

Otto Pankok, Stein und Blume (Felsbrocken mit Schnecke)

OTTO PANKOK
Stein und Blume (Felsbrocken mit Schnecke) 1924
Radierung
(Kat.−Nr. 12)
Otto Pankok, Liebespaar und Sonne

OTTO PANKOK
Liebespaar und Sonne   1924
Radierung
(Kat.−Nr. 11)

Karl Schwesig, Marineporträt

KARL SCHWESIG
Marineporträt   1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 46)
Karl Schwesig,

KARL SCHWESIG
Porträt des Düsseldorfer Weinhändlers Wilhelm Sommer   1925
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 44)

Karl Schwesig, Arbeiter (Streikposten) KARL SCHWESIG
Arbeiter (Streikposten)   1931
Kohle
(Kat.−Nr. 50)
Otto Pankok, Heimatloser
OTTO PANKOK
Heimatloser   1942
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 18)

Otto Pankok, Papelon mit Mütze OTTO PANKOK
Papelon mit Mütze    1943
Farbholzschnitt
(Kat.−Nr. 19)
Karl Schwesig, Dachdecker
KARL SCHWESIG
Dachdecker. Ulmer Höhe
(zum Tode Verurteilter)   1933
Kohle
(Kat.−Nr. 51)

Karl Schwesig war ein sozial und politisch engagierter Künstler. 1924 war er Mitbegründer der satirischen Zeitschrift "Die Peitsche". 1933 wurde Schwesig von den Nazis verhaftet und im Schlegelkeller der SA gefoltert und im Folgejahr wegen Hochverrats verurteilt. 1935 emigrierte er nach Antwerpen, wo er den Zeichnungszyklus "Schlegelkeller" schuf, zu dem Heinrich Mann ein Vorwort schrieb.


Karl Schwesig, Zirkus im Fischerdorf (Südfrankreich)
KARL SCHWESIG
Zirkus im Fischerdorf (Südfrankreich)
    um 1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 47)

Otto Pankok, Christus zerbricht das Gewehr

OTTO PANKOK
Christus zerbricht das Gewehr   1950
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 22)
Otto Pankok, Kinder am Stacheldraht

OTTO PANKOK
Kinder am Stacheldraht   1936
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 15)

Otto Pankoks menschliches und politisches Engagement galt zeitlebens den Verfemten und Entrechteten. Anfang der 1930er Jahre arbeitete er bei den Zigeunern im Düsseldorfer Heinefeld. 1933 schuf er den Kohlegemälde−Zyklus "Die Passion"; im Antlitz des Gekreuzigten erkennt man die Züge von Pankoks Malerfreund Karl Schwesig, der im NS−Schlegelkeller gefoltert wurde.


Karl Schwesig, Karbolmäschen KARL SCHWESIG
Karbolmäschen (Les Inutiles)    1948/49
Radierung
(Kat.−Nr. 55)
Otto Pankok, Mädchen und Mondsichel
OTTO PANKOK
Mädchen und Mondsichel   1947
Farbholzschnitt
(Kat.−Nr. 20)

Otto Pankok, Weg zum Markt
OTTO PANKOK
Weg zum Markt
    1955
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 23)

Otto Pankok, Nußbaum und Mond

OTTO PANKOK
Nußbaum und Mond
1959
Kohle
(Kat.−Nr. 27)
Otto Pankok, Kühe werden geholt

OTTO PANKOK
Kühe werden geholt   1963
Kohle
(Kat.−Nr. 30)

OTTO PANKOK

"Pankoks Blätter sind Gemälde, Riesengemälde in Schwarz−Weiß, und in ihrem Schwarz−Weiß sogar von einer immensen Farbigkeit."

Wilhelm Worringer 1927


zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2015

Künstler der Galerie

Ausstellung vom 31. März bis 27. Juni 2015

Mit 216 Werken von
Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Max Beckmann, Georg Birnbacher, George Braque,
Herbert Böttger, Willi Borutta, Julius Bretz, Gottfried Brockmann, Béla Czobel, Marc Chagall,
Otto Dix, Conrad Felixmüller, Willi Geiger, Otto Gleichmann, Walter Gramatté, Otto Griebel,
George Grosz, Lisa Hartlieb−Rilke, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Marta Hegemann,
Hannah Höch, Karl Hubbuch, J. B. H. Hundt, Ida Kerkovius, Käthe Kollwitz,
Berhard Kretzschmar, Will Küpper, Karl Kyser, Curt Lahs, Mathias Lau, Paula Lauenstein,
August Macke, Gerhard Marcks, Ludwig Meidner, Otto Mueller, Heinrich Nauen, Emil Nolde,
Walter Ophey, Otto Pankok, Max Peiffer Watenphul, Franz Radziwill, Christian Rohlfs,
Wilhelm Rudolph, Jupp Rübsam, Fritz Schaefler, Arnold Schmidt-Nichciol,
Karl Schmidt−Rottluff, Werner Schramm, Carl Moritz Schreiner, Ludwig Gabriel Schrieber,
Georg Schrimpf, Karl Schwesig, Paul Adolf Seehaus, Lasar Segall, René Sintenis,
Jakob Steinhardt, Jean Tinguely, Adalbert Trillhaase, Christoph Voll, Evarist Adam Weber
und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2014 Kleinbildkatalog mit 216 Abbildungen aller ausgestellten Werke und mit Preisen
Euro 3,−−

Der jährlich im Frühjahr erscheinende Kleinbildkatalog umfaßt in diesem Jahr 216 Werke von 65 Künstlern. Alle Werke sind abgebildet und mit Preisen versehen. Die Werke − Gemälde, Skulpturen, Aquarelle und Graphiken − können ab sofort besichtigt, begutachtet, reserviert und erworben werden.

Conrad Felixmüller, Regentag

CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Regentag 1921
Lithographie
(Kat.−Nr. 48)
Adolf Hoelzel, Verkündigung an die Hirten

WALTER GRAMATTÉ (1897−1929)
Vom Tibidabo (Barcelona mit Pinien)   1924
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 66)

August Macke, Zwei Knaben und zwei Mädchen AUGUST MACKE
(1887−1914)
Zwei Knaben und zwei Mädchen    1914
Tusche
(Kat.−Nr. 132)
Adalbert Trillhaase, Zirkusartistin
ADALBERT TRILLHAASE   (1858−1936)
Zirkusartistin    um 1922
Öl auf Holz
(Kat.−Nr. 200)

Max Peiffer Watenphul, Stilleben MAX PEIFFER WATENPHUL
(1896−1976)
Stilleben    1920
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 157)
Wilhelm Rudolph, Pavian

WILHELM RUDOLPH (1889−1982)
Pavian   um 1930
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 164)

zurück zum Seitenanfang



Malen − naß in naß

Aquarelle

von Emil Nolde bis Otto Dix


Ausstellung verlängert bis Anfang März 2015


87 Werke von
Carl Barth, Gottfried Brockmann, Max Burchartz, Otto Dix, Otto Gleichmann,
Walter Gramatté, Erwin Graumann, Erich Heckel, Hannah Höch, Heinrich Hoerle,
Heinrich Kamps, Edmund Kesting, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Kühn, Curt Lahs,
Fritz Maskos, Heinz May, Carlo Mense, Emil Nolde, Hans Rilke, Karl Peter Röhl,
Christian Rohlfs, Jupp Rübsam, Ludwig Gabriel Schrieber, Karl Schwesig,
Aloys Wach und Gert H. Wollheim

Katalogumschlag

KATALOG
128 Seiten, 87 farbige Werkabbildungen
(Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
(2014)    Euro 15,−−
Best.−Nr. 2026


Von Nolde bis Dix und über Dix hinaus − auch so könnte der Titel unserer Ausstellung heißen. Emil Nolde und Otto Dix markieren zwei historische Fixpunkte der Aquarellkunst des 20. Jahrhunderts, und alles, was nach ihnen kommt, bleibt der Tradition dieser beiden Fixsterne verpflichtet. Emil Nolde steht für den deutschen Expressionismus der 1910er Jahre, die Kunst vor dem Ersten Weltkrieg. Nolde ist einer der bedeutendsten Aquarellisten des frühen 20. Jahrhunderts. Otto Dix ist ein Künstler des Nachexpressionismus, der Epoche der sogenannten Neuen Sachlichkeit. Dixens Kunst, auch und gerade seine Aquarell−Malerei, hat ihren Ursprung in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, Dix ist einer der wichtigsten und einflußreichsten Maler der 1920er Jahre.

Nolde, Abendhimmel EMIL NOLDE    (1867−1956)
Abendhimmel    um 1930
Aquarell
(Kat.−Nr. 57)

Emil Nolde ist ein Meister der Naß−in−Naß−Malerei, der genuinen Technik des Aquarellierens, der Malerei mit Wasserfarben, mit der Betonung sowohl auf "Wasser" als auch auf "Farbe". Das spontane, schnelle Arbeiten mit dem Pinsel vor und in der Natur ist Noldes Sache. "Der Maler braucht nicht viel zu wissen, schön ist es, wenn er unter instinktiver Führung so zielsicher malen kann, wie er atmet, wie er geht", sagt Nolde und auch dies: "Gern mied ich alles Sinnen vorher, eine vage Vorstellung nur in Glut und Farbe genügte mir." Glut und Farbe − das sind die Elemente, die für Nolde wichtig sind. "Farbe, das Material des Malers: Farben in ihrem Eigenleben".

Dix, Nächtens OTTO DIX    (1891−1969)
Nächtens
1923
Aquarell, Farbkreiden und Bleistift
(Kat.−Nr. 16)

Ganz anders Otto Dix: "Farbe und Form können nicht das fehlende Erlebnis und die fehlende Ergriffenheit ersetzen". Dix, der die Schrecken des Weltkrieges erlebt hat, geht es um die Anteilnahme an den Menschen, sein Blick ist auf die Realität, die gesellschaftliche Realität gerichtet. "Die persönlich−menschliche Anteilnahme an den Dingen interessiert mich viel mehr als das Ästhetische." Die Farbe, die Form, auch die Naß−in−Naß−Technik des Aquarellierens, ist für Dix kein Selbstzweck, er benutzt sie in Hinblick auf den Gegenstand, die Inhalte seiner Kunst. Dix kombiniert Aquarell mit Tusche, Bleistift und Deckfarbe, Kohle und Collage, je nachdem was das Thema, der Gegenstand von ihm fordert. "Ich brauche die Verbindung zur sinnlichen Welt, den Mut zur Häßlichkeit, das Leben ohne Verdünnung."
Wo findet Dix das Leben ohne Verdünnung? "Ich war immer für Typen. Die Gassen, die Cafés − da fand man alles, das ist mir alles nah. Das Triste, das Alltägliche hat mich gereizt." Die Hinwendung zur Wirklichkeit erfordert eine gewisse Abkehr von der expressionistischen Spontan−Malerei hin zu einer stärker gegenständlichen Malerei, von der expressiven Naß−in−Naß−Technik zu einer Deckfarben−Technik, mit der der Gegenstand fester, präziser und detailgenauer dargestellt werden kann.

Heckel, Vorm Bad ERICH HECKEL    (1883−1970)
Vorm Bad   1912
Aquarell und Zimmermannsblei
(Kat.−Nr. 31)

Rohlfs CHRISTIAN ROHLFS    (1849−1938)
Lilien in gelber Vase   1924
Wassertempera
(Kat.−Nr. 65)

Die beiden Fixpunkte Nolde und Dix, die Fixsterne des 20. Jahrhunderts, begründen jeweils eine Tradition, die bis ans Ende des 20. Jahrhunderts besteht. In der Tradition von Emil Nolde, im Verein mit Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Christian Rohlfs in unserer Ausstellung, stehen Walter Gramatté, Heinrich Kamps, Paul Kühn, Heinz May, Fritz Schaefler und viele andere.

Gramatté, Selbstbildnis (Paris) WALTER GRAMATTÉ (1897−1929)
Selbstbildnis (Paris)   1922
Aquarell
(Kat.−Nr. 20)

HEINZ MAY (1878−1954)
Damenbildnis "Dotty"    um 1930
Aquarell
(Kat.−Nr. 53)
May, Damenbildnis "Dotty"

Schaefler, Wasserfall I FRITZ SCHAEFLER (1888−1954)
Wasserfall I   1922
Aquarell
(Kat.−Nr. 69)

In der Tradition des nachexpressionistischen Otto Dix stehen Künstler wie Gottfried Brockmann, Max Burchartz, Hannah Höch, Heinrich Hoerle, Hans Rilke und Gert Wollheim.

Höch, Pflanzen bei Regen HANNAH HÖCH   (1889−1978)
Pflanzen bei Regen   1931
Deckfarben
(Kat.−Nr. 42)

HANS RILKE (1891−1946)
Der Dichter    1924
Aquarell und Deckfarben
(Kat.−Nr. 59)
Rilke, Der Dichter

Wollheim, Feierabend GERT HEINRICH WOLLHEIM   (1894−1974)
Feierabend   1921
Aquarell, Silberbronze und Tusche
(Kat.−Nr. 84)

zurück zum Seitenanfang


1914
und die Folgen

Texte und Bilder zum Ersten Weltkrieg


8. Juli bis 27. September 2014


47 Werke von
Max Beckmann, Otto Dix, Walter Gramatté, George Grosz, Hannah Höch,
Franz M. Jansen, Käthe Kollwitz, Ludwig Meidner, Otto Pankok,
Karl Schmidt−Rottluff, Franz W. Seiwert, Adolf Uzarski
und Gert H. Wollheim


Katalogumschlag

KATALOG−PROSPEKT
32 Seiten, 56 Abbildungen
Format 22 x 12 cm (2014)
Bestell-Nr. 2025
Euro 5,−−


Max Beckmann, Weinende Frau MAX BECKMANN    (1884−1950)
Weinende Frau    1914
Radierung
(Kat.−Nr. 1)

"...mein Lebenswille ist augenblicklich stärker als je, trotzdem ich schon furchtbare Sachen miterlebt habe, selbst schon einigemale mitgestorben bin. Aber je öfter man stirbt, umso intensiver lebt man. Ich habe gezeichnet, das sichert einen gegen Tod und Gefahr."

Max Beckmann, 1914


Otto Dix, Die Barrikade OTTO DIX    (1891−1969)
Die Barrikade    1922
Radierung
(Kat.−Nr. 9)

"Der Krieg war eine scheußliche Sache, aber trotzdem etwas Gewaltiges. Das durfte ich auf keinen Fall versäumen. Man muß den Menschen in diesem entfesselten Zustand gesehen haben, um etwas über den Menschen zu wissen.

Ich habe jahrelang, mindestens zehn Jahre lang, immer diese Träume gehabt, in denen ich durch zertrümmerte Häuser kriechen mußte, durch Gänge, durch die ich kaum durchkam. Die Trümmer waren fortwährend in meinen Träumen."

Otto Dix


Walter Gramatté, Die schwarze Sonne WALTER GRAMATTÉ    (1897−1929)
Die schwarze Sonne   1917
Tusche
(Kat.−Nr. 12)
Walter Gramatté, Kriegskamerad
WALTER GRAMATTÉ
Kriegskamerad
   1917
Öl auf Karton Leinwand
(Kat.−Nr. 13)

"Als Gramatté beginnt, herrscht der Krieg. Am Anfang seines Lebens steht nicht das Staunen vor der Welt, sondern das Entsetzen, das Grauen, die Angst."

Hermann Kasack, 1927/28

"Wenn ich von Gramatté spreche, so spreche ich damit von der Jugend. Von einer ganz bestimmten Jugend: den Frühvollendeten. Er gehört jener Generation an, die mitten aus der Kindheit, der Jünglingszeit, in den Krieg gerissen wurde. Es sind die Jahrgänge 1895 bis 1898, auf die der Krieg um so stärker wirken mußte, weil sie als Siebzehnjährige, Achtzehnjährige noch vor dem eigentlichen Erlebnis ihres Lebens und des Daseins überhaupt standen, und nun als erstes das Erlebnis des Todes gewannen."

Hermann Kasack, 1932


Requiem HANNAH HÖCH (1889−1978)
Requiem    1933
Deckfarben
(Kat.−Nr. 21)

"1914 Ausbruch des ersten Weltkrieges und damit Zusammenbruch meines bis dahin so wohltemperierten Weltbildes...
Während des Ersten Weltkrieges waren wir alle pazifistisch eingestellt und sympathisierten mit anderen Pazifisten, von denen einige auch Kommunisten waren... Die soziale Ordnung, in der wir 1917 lebten, hatte den Ausbruch eines katastrophalen Krieges zugelassen, und selbst die Sozialdemokraten hatten die Kriegserklärung nicht zurückgewiesen..."

Hannah Höch, 1959


Käthe Kollwitz, Helft Russland KÄTHE KOLLWITZ   (1867−1945)
Helft Russland   1921
Lithographie
(Kat.−Nr. 24)

"Ist also die Jugend in all diesen Ländern betrogen worden? Hat man ihre Fähigkeit zur Hingabe benutzt, um den Krieg zustande zu bringen? Wo sind die Schuldigen? Gibt es die? Sind alles Betrogene? Ist es ein Massenwahnsinn? Und wann und wie wird das Aufwachen sein?"

Käthe Kollwitz, Tagebuch 1916


Ludwig Meidner, Neue Brücke in Heidelberg LUDWIG MEIDNER
(1884−1966)
Neue Brücke in Heidelberg    1912
Tusche
(Kat.−Nr. 26)
Ludwig Meidner, Kreatur
LUDWIG MEIDNER
Kreatur
   1916
Tusche
(Kat.−Nr. 25)

"Ha, du warst ein Maler, stolz und ungebeugt. Du hast die Welt mit deiner rechten Hand gepackt und ihr ein Angesicht geknetet. Aber jetzt bist du ein Soldat, gedemütigt und eingeschüchtert; der allerletzte unter deinesgleichen, feldgrau getüncht von außen und innen ein zerbrochenes, graues Herz...
Und warum die Millionen von Männern, weggeblasen wie von einem Windstoß und verscharrt in den Sand Europas wie Dreck??"

Ludwig Meidner, 1917


Otto Pankok, Frau mit Vase (Hulda) OTTO PANKOK    (1893−1966)
Frau mit Vase (Hulda)    1920
Lithographie
(Kat.−Nr. 29)

"Ja, ihr Alten hattet es gut, ihr Nolde, Heckel, Kirchner. All jene, die vor dem Krieg schon fest im Sattel saßen und sich bewiesen hatten, die nicht nur Zukunft hatten, sondern schon die Gegenwart besaßen... Uns aber hatte man den Pokal mit dem herrlichsten Wein vom Munde weggeschossen. Unsere energiegeladene Jugend hatte man geknebelt, versklavt und zermürbt. Man hat uns zur Verzweiflung getrieben und uns jeden Funken aus dem Schädel geknallt."

Otto Pankok, 1930


Karl Schmidt−Rottluff, Christus KARL SCHMIDT−ROTTLUFF
(1884−1976)
Christus    1918
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 34)

"Wenn ich mich noch lange in Russland herumtreibe, läuft mein ganzer Patriotismus und Deutschenstolz Gefahr kaputt zu gehen − die russische Landschaft mit ihrer grossen slavischen Verträumtheit gefällt mir zu sehr."

Karl Schmidt-Rottluff, 1915


Franz W. Seiwert, An die Mütter FRANZ W. SEIWERT
(1894−1933)
An die Mütter    1919
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 36)
Franz W. Seiwert, Im Unterstand
FRANZ W. SEIWERT
Im Unterstand
   um 1916
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 35)

"Seht, ihr werdet unsre neue Kunst viel besser verstehen, wenn ihr bedenket, daß wir mit aller Konsequenz auch so leben wie wir denken.
Habt ihr nicht den Krieg erst neulich gesehen, ihr lieben Staatsbürger, mordende Schweinerei, welche Eigenschaft man ja an einem Tier noch bespeien würde und einen Gott auf Erden sich zu schämen zwänge ob seines mißlungenen Werkes."

Gert H. Wollheim, 1920


Gert H. Wollheim, Sturmangriff GERT H. WOLLHEIM
(1894−1974)
Sturmangriff   um 1915
Tuschfeder
(Kat.−Nr. 47)


Der Erste Weltkrieg und die Künstler

Düsseldorfer Galerie wandelt mit einer neuen Ausstellung auf den Spuren der unrühmlichen deutschen Vergangenheit.

von Max Kirschner


Neben NRW−Kunsttempeln in Wuppertal, Essen und Köln ermöglicht nun auch eine Düsseldorfer Galerie auf den Spuren der unrühmlichen Vergangenheit zu wandeln. "1914 und die Folgen" nennt die Galerie Remmert und Barth eine kleine und feine Schau auf der Mühlenstraße 1, direkt am Burgplatz. Knapp 50 Bilder stehen hier zu Verkauf − aus den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit. Darunter auch große Namen wie Otto Dix, Max Beckmann und Karl Schmidt−Rottluff.



Habt ihr nicht den Krieg erst neulich gesehen?
von Christiane Fricke

Düsseldorf. Der vor 100 Jahren ausgebrochene Erste Weltkrieg ging als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" in die Geschichtsbücher ein. An sie erinnert in diesem Jahr eine Vielzahl von Ausstellungen, darunter allein elf in rheinischen Institutionen und Museen. "1914 − Mitten in Europa" ist etwa das ehrgeizige, interdisziplinäre Projekt des Landschaftsverbands Rheinland überschrieben, das die Voraussetzungen sondiert, unter denen sich Europa dem Abgrund näherte. Auch die Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf, hat sich des Themas unter dem Titel "1914 und die Folgen" angenommen, denn es berührt ihr Kerngebiet, die rheinische Kunst rund um den Expressionismus.


zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2014

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik des 20. Jahrhunderts

Ausstellung vom 25. Februar bis 14. Juni 2014

Mit 240 Werken von
Jankel Adler, Margarete Aldinger, Olga Rübsam−Anhalzer, Gerd Arntz, Carl Barth,
Willi Baumeister, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Fritz Burmann,
Heinrich Campendonk, Theo Champion, Otto Dix, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller,
Willi Geiger, Richard Gessner, Herbert Götzinger, Walter Gramatté, Adolf de Haer,
Raoul Hausmann, Erich Heckel, Hannah Höch, J. B. H. Hundt, Franz M. Jansen,
Heinrich Kamps, Arthur Kaufmann, Max Kaus, Ernst Ludwig Kirchner, Konrad Klapheck,
Anton Kerschbaumer, Paul Kleinschmidt, Käthe Kollwitz, Berhard Kretzschmar, Paul Kühn,
Curt Lahs, Julo Levin, Fritz Lewy, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Heinz May, Felix Meseck,
Otto Mueller, Edvard Munch, Heinrich Nauen, Walter Ophey, Richard Paling, Otto Pankok,
Robert Pudlich, Hans Rilke, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Jupp Rübsam,
Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Werner Schramm, Ludwig Gabriel Schrieber,
Ernst Schumacher−Salig, Karl Schwesig, Franz W. Seiwert, Lasar Segall,
Paul Adolf Seehaus, Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski,
Eberhard Viegener, Rudolf Wacker, Heinz Wever, Evarist Adam Weber,
Gert H. Wollheim und Heinrich Zille

Überblick−Katalog 2014 Kleinbildkatalog mit 240 Abbildungen aller ausgestellten Werke und mit Preisen
Euro 3,−−

Walter Ophey, Sandbruch WALTER OPHEY
(1882−1930)
Sandbruch (Waldlichtung)    1913
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 1)

Max Beckmann, Die Gähnenden MAX BECKMANN (1884−1950)
Die Gähnenden   1918
Radierung
(Kat.−Nr. 24)
Fritz Feigler, Watt

FRITZ FEIGLER (1889−1948)
Watt    um 1925
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 49)

Hannah Höch, Ohne Titel HANNAH HÖCH (1889−1978)
Ohne Titel   um 1950
Fotomontage
(Kat.−Nr. 79)
Max Kaus, Regenwolken
MAX KAUS (1891−1977)
Regenwolken    1923
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 101)

Franz Wilhelm Seiwert, Fabriken und Wohnhäser am Rhein FRANZ WILHELM SEIWERT
(1897−1929)
Fabriken und Wohnhäser am Rhein
1925
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 204)

zurück zum Seitenanfang

HANNAH HÖCH

Frau und Saturn



Ausstellung vom 10. September bis 23. November 2013



Hannah Höch, 1920

Hannah Höch, 1920

KATALOG
Mit Texten Hannah Höch, Ralf Burmeister und Peter Barth
124 Seiten, 84 Werkabbildungen (davon 8 von Raoul Hausmann),
8 dokumentarische Abbildungen
Format 17 x 12 cm, gebunden (2013)    Euro 15,−−
Best.−Nr. 1049


Katalogumschlag

Hannah Höchs Gemälde "Frau und Saturn", das Denkmal einer intensiven Liebes− und Leidensgeschichte, die zwei avantgardistische Künstler von 1915 bis 1922 verband, hing bis zum Tode der Künstlerin 1978 in ihrem Atelier. Es war vermutlich ihr persönlichstes und das ihrem Herzen am nächsten stehende Gemälde. Es wird in unserer Ausstellung umrahmt von Zeichnungen, Aquarellen, Gemälden und Collagen von 1912 bis 1960, die das weitgespannte Spektrum der Kunst von Hannah Höch belegen.

Nacht Nacht   1915
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 14)
Frühling
Frühling   1916
Linolschnitt, aquarelliert
(Kat.−Nr. 16)

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das legendäre Gemälde "Frau und Saturn" von 1922, ein Schlüsselbild für die Lebensgeschichte der Künstlerin. Das Bild reflektiert die ebenso leidenschaftliche wie problembeladene Liebesgeschichte zwischen der jungen Berliner Künstlerin und dem Maler und Schriftsteller Raoul Hausmann, einem der führenden theoretischen Köpfe der Berliner DADA-Bewegung.

Raoul Hausmann, Liegender Halbakt (Hannah Höch) RAOUL HAUSMANN
(1886-1971)
Liegender Halbakt
(Hannah Höch)

1920
Bleistift
(Kat.−Nr. 25)
Raoul Hausmann, Bildnis Hannah Höch
RAOUL HAUSMANN
Bildnis Hannah Höch

1915
Kohle, laviert
(Kat.−Nr. 19)

Frau und Saturn Frau und Saturn    1922
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 26)

"1915 lernte ich Raoul Hausmann kennen. Ich war zu dieser Zeit Orlikschülerin. Durch R.H. wurde mein Horizont recht gewaltsam, aber beträchtlich, erweitert."

Hannah Höch


Der Berg Der Berg    1939
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 62)

"Als ich, ein Jahr vor Kriegsausbruch, ein wenig Geld geerbt hatte, beschloß ich, mich nach einer Gegend umzusehen, in der mich niemand kannte und wo man von meiner schändlichen Vergangenheit als Dadaistin − oder Kulturbolschewistin, wie man es nannte − nichts ahnte. Ich hatte Glück, dieses kleine Haus zu finden, ein früheres Wärterhaus am Eingang eines Flugplatzes, der hier im Ersten Weltkrieg angelegt worden war. Ich kaufte es sofort und brachte meinen − damals sehr fragwürdigen − Besitz her, den ich auf diese Weise retten konnte... Nach 1938 lebte ich möglichst, als trennten mich tausend Meilen von der Hauptstadt des 'Dritten Reichs'"

Hannah Höch


Erinnerung an Volterra Erinnerung an Volterra
1949
Fotomontage
(Kat.−Nr. 69)
Am Tränenpfuhl
Am Tränenpfuhl    1956
Fotomontage
(Kat.−Nr. 79)

Künftige Lenze Künftige Lenze    1956
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 80)

Zur Höch−Ausstellung 2008 mehr zu Hannah Höch zurück zum Seitenanfang

LUDWIG GABRIEL SCHRIEBER

Gemälde − Skulpturen − Aquarelle



Ausstellung vom 11. Juni bis 10. August 2013


Ludwig Gabriel Schrieber, um 1940

Ludwig Gabriel Schrieber, um 1940

Katalogumschlag

KATALOG
Mit Texten von Günter Grass, Günter Grote und Anna Klapeck
120 Seiten, 40 farbige Werkabbildungen, 15 dokumentarische Abbildungen
Format 17 x 12 cm, gebunden (2013)    Euro 10,−−
Best.−Nr. 1048



Ludwig Gabriel Schrieber war Maler und Bildhauer, beides mit gleicher Intensität und Könnerschaft.

Unsere Ausstellung umfaßt 40 Werke aus den 1940er und 1950er Jahren, davon 10 Gemälde,
10 Skulpturen und 20 Aquarelle.

Kleine Schreitende Kleine Schreitende   1941
Bronze
(Kat.−Nr. 1)
Vier Bäume vor Häusern
Vier Bäume vor Häusern   1948
Aquarell
(Kat.−Nr. 2)

Prozession Prozession   1948
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 5)
Christus (Hoher Priester)
Christus (Hoher Priester)
1945/46
Lindenholz
(Kat.−Nr. 4)


NEUE KATALOGE: LUDWIG GABRIEL SCHRIEBER

Die Nähe von Ludwig Gabriel Schrieber konnte offenbar gefährlich werden. Drastisch genau fasst Günter Grass den Charakter des Künstlers vom Niederrhein (1907−1975) zusammen, wenn er vom "Mann, Brocken, Stier" spricht. Ein paar Korn, und Schrieber packte der Zorn über irgendetwas aus der Vergangenheit. Ausbaden mussten es umstehende Kneipengäste, die der Maler und Bildhauer "ersatzweise mit Handkantenschlag" zu Boden brachte. Schriebers Jähzorn ist legendär, Grass hat die kompromisslose Gestalt in seinem Roman "Der Butt" verewigt. Doch er schätzte den Freund, der in Düsseldorf bei Jan Thorn Prikker und Heinrich Campendonk Malerie studiert hatte. 1951, nach der Gründung der Neuen Rheinischen Sezession, berief man Schrieber als Professor an die Kunstakademie Berlin. Da waren jene Bilder, die die Galerie Remmert und Barth nun in einem sehenswerten Katalog zusammenfasst, längst gemalt. Vierzig Werke charakterisieren einen Stil, der, so Grass, nie "Mode wurde" und den man nun noch einmal entdecken darf: Schriebers schwere und dennoch kristalline Figuren, wie sie sich im Gemäde "Prozession" von 1948 formieren, und ebenso die zartfarbigen abstrakten, fast durchscheinenden Landschaften, in denen noch leise das Bauhaus mitschwingt.

WELTKUNST, Ausgabe August 2013



Stehende Stehende    1946
Bronze
(Kat.−Nr. 8)
Festlicher Tag
Festlicher Tag   1949
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 7)

Paar (eng umschlungen) Paar (eng umschlungen)    1948
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 14)
Dicke Sitzende
Dicke Sitzende   1950
Bronze
(Kat.−Nr. 15)

Berliner Stadtlandschaft Berliner Stadtlandschaft
1951
Aquarell
(Kat.−Nr. 16)
Straße
Straße   1951
Aquarell
(Kat.−Nr. 17)

Schrieber war Rheinländer, und es war viel Rheinisches in seinem Wesen. Er war gesellig und verstand es, stets einen Kreis von Freunden um sich zu versammeln. Er hatte Spürsinn für die Eigenart des Anderen, aber er konnte auch seine besten Freunde und seine bemühtesten Kunsthändler durch jähes Temperament verschrecken. Er war niemals langweilig, war Motor und Organisator − das Düsseldorfer Kunstleben der Nachkriegszeit ist ohne seine intensive Persönlichkeit schwer zu denken. Als Maler besaß er unumstrittene Autorität. Man könnte fast von einer "Schule" sprechen, der sich die jüngeren Künstler willig anschlossen.

Anna Klapheck, 1976


Büste (mit erhobenen Armen) Spiegelung
Büste (mit erhobenen Armen)   1952
Bronze
(Kat.−Nr. 21)
Spiegelung   1950
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 20)

Kopf Kopf   1954
Holz
(Kat.−Nr. 25)
Tanzendes Paar
Tanzendes Paar   1950
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 18)

Europa II Europa II    1948
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 12)


Wie war sein Werdegang als Maler? Der in Düsseldorf lang anhaltende, müde gewordene Spätimpressionismus bedeutete ihm nichts. Immer verlangte es ihn nach fester Struktur und klarem Bildbau. Seine Lehrer an der Akademie waren Glasmaler: Thorn Prikker und Campendonk vereinten beide bildnerische Ordnung mit einer leisen Verträumtheit, eine Haltung, die Schrieber sicher entgegenkam. Noch in späteren Jahren hält er die Farbflächen wie mit Bleiruten zusammen. Walter Kaesbach, damaliger Akademiedirektor, interessierte sich für den begabten Schüler, schon mit 18 Jahren war er Mitglied des "Jungen Rheinland".

Anna Klapheck, 1976


Brückenbild I Brückenbild I    1952
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 33)

Niederrheinlandschaft Fensterbild I
Niederrheinlandschaft   1953
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 35)
Fensterbild I   1952
Aquarell
(Kat.−Nr. 22)

Stehende (mit verschränkten Armen) Stehende (mit verschränkten Armen)   1952
Bronze
(Kat.−Nr. 27)
Stehende mit erhobenem Arm
Stehende mit erhobenem Arm   1955
Rüster
(Kat.−Nr. 39)

Zur Schrieber−Ausstellung 2010 mehr zu Ludwig Gabriel Schrieber zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2013

Künstler der 1920er Jahre

19. März bis 28. Mai 2013

Mit 200 Werken von
Jankel Adler, Gerd Arntz, Eduard Bargheer, Carl Barth, Max Beckmann,
Peter August Böckstiegel, Willi Borutta, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert,
Max Burchartz, Adam Bastian, Trude Brück, Max Clarenbach,
Heinrich Campendonk, Theo Champion, Lovis Corinth, Otto Dix, Heinrich Ehmsen,
Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Otto Gleichmann,
Walter Gramatté, Erwin Graumann, George Grosz, Hans Grundig, Adolf de Haer,
Hermann Haller, Lisa Hartwig−Rilke, Erich Heckel, Peter Herkenrath,
Werner Heuser, Hannah Höch, Heinrich Hoerle, J. B. H. Hundt, Walter Jacob,
Eric Johansson, Käthe Kollwitz, Berhard Kretzschmar, Paul Kühn,
Paula Lauenstein, Julo Levin, Gerhard Marcks, Ferdinand Macketanz,
Ewald Mataré, Georg Meistermann, Wilhelm Morgner, Heinrich Nauen,
Walter Ophey, Otto Pankok, Max Pechstein, Max Peiffer−Watenphul,
Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Ludwig Gabriel Schrieber,
Karl Schwesig, Franz W. Seiwert, Zoltan Székessy, Karli Sohn−Rethel,
Adalbert Trillhaase, Evarist Adam Weber und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2013 Kleinbildkatalog mit 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und mit Preisen
Euro 3,−−

Seit über 30 Jahren zeigt die Düsseldorfer GALERIE REMMERT UND BARTH im Frühjahr jedes Jahres ihre traditionelle Überblicksausstellung, die Neuerwerbungen und ausgewählte Arbeiten all der Künstler präsentiert, denen sich die Galerie kontinuierlich widmet. Der von vielen Sammlern und Freunden der Galerie seit Anfang des Jahres schon sehnlichst erwartete Katalog "Überblick 2013" präsentiert 200 Werke mit 200 Preisen und gibt damit einen informativen Querschnitt durch das Angebot der Galerie, die auf Kunst und Künstler der 1920er Jahre spezialisiert ist.

Jankel Adler, Stilleben mit Zitrone und Flasche JANKEL ADLER (1895−1949)
Stilleben mit Zitrone und Flasche    um 1925
Mischtechnik auf Halbkarton
(Kat.−Nr. 2)
P.A. Böckstiegel, Zigeunertanz Rumänien
PETER AUGUST BÖCKSTIEGEL
(1896−1951)
Zigeunertanz Rumänien   1920
Farblithographie
(Kat.−Nr. 25)

Es werden Arbeiten vieler bekannter Meister der Kunst des 20. Jahrhundert präsentiert: Max Beckmann, Peter August Böckstiegel, Lovis Corinth, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Walter Gramatté, George Grosz, Hannah Höch, Heinrich Hoerle, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz, Bernhard Kretzschmar, August Macke, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Heinrich Nauen, Walter Ophey, Otto Pankok, Christian Rohlfs, Karl Schwesig, Franz Wilhelm Seiwert und Gert Heinrich Wollheim.

Theo Champion, Der Spaziergang THEO CHAMPION (1887−1952)
Der Spaziergang    1923
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 43)
Otto Dix, Bautzen I
OTTO DIX (1891−1969)
Bautzen I   1915
Schwarze Kreide
(Kat.−Nr. 48)

Conrad Felixmüller, Mein Vater CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Mein Vater    1919
Bleistift
(Kat.−Nr. 59)
Fritz Feigler, Stilleben mit Katze
FRITZ FEIGLER
(1889−1948)
Stilleben mit Katze
um 1925
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 56)

Es gibt aber auch zahlreiche, oftmals zu Unrecht weniger bekannte Künstler zu entdecken, die der Galerie besonders am Herzen liegen: Gerd Arntz, Carl Barth, Gottfried Brockmann, Heinrich Ehmsen, Fritz Feigler, Otto Gleichmann, Hermann Haller, Adolf de Haer, Werner Heuser, Will Küpper, Ulrich Leman, Karl Peter Röhl, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Ludwig Gabriel Schrieber, Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase und andere.
Ausgestellt werden Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken (Holzschnitte, Radierungen, Lithographien) sowie die eine oder andere Skulptur.
Die Preise der Werke erstrecken sich von 260,− bis 70.000,− Euro.

Heinrich Hoerle, Der Tod und das Mädchen HEINRICH HOERLE
(1895−1936)
Der Tod und das Mädchen
um 1919
Radierung
(Kat.−Nr. 109)
Walter Gramatté, Mädchen am Tisch (Samowar)
WALTER GRAMATTÉ
(1897−1929)
Mädchen am Tisch (Samowar)
1922
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 75)

Den Katalogumschlag ziert das eindrucksvolles Gemälde "Gasse in Marseille", von Karl Schwesig 1931 gemalt, ein Bild, das wir erst kürzlich zurückerwerben konnten, nachdem die Galerie es vor über zwanzig Jahren in eine namhafte rheinischen Sammlung verkauft hatte. Auf dem Rückumschlag des Kataloges bezaubert Gert Wollheims "Nächtliche Erscheinung" von 1924 den Betrachter, ein Aquarell, auf dem eine kometenhaft fliegende Gestalt durch einen nachtblauen Himmel voller geometrischer Figuren schwebt.

Will Küper, Landschaft mit Brücke August Macke, Häuser am Thuner See
WILL KÜPPER (1893−1972)
Landschaft mit Brücke   1928
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 124)
AUGUST MACKE   (1887−1914)
Häuser am Thuner See   1914
Bleistift
(Kat.−Nr. 129)

Das farbstarke Gemälde "Mädchen am Tisch" von Walter Gramatté von 1922 mißt sich mit dem dunkel−leuchtenden "Christus", 1914 gemalt von Walter Ophey. Ernst Ludwig Kirchners aquarellierter "Bergwald mit Brücke" von 1916 korrespondiert mit den kleinen, aber feinen "Häusern am Thuner See" von August Macke von 1914. Und Jankel Adlers "Stilleben mit Zitrone und Flaschen" steht dem "Stilleben mit Birnen und Traube" von Heinrich Hoerle in nichts nach. So korrespondieren Künstler und Werke miteinander, laden zum Vergleich ein, zur kritischen Auseinandersetzung mit stilistischen und technischen Eigenheiten der Künstler. Auch der Vergleich der Preise ist aufschlußreich, irritierend und oftmals erklärungsbedürftig  da fragt man am besten die beiden Galeristen: Herbert Remmert und Peter Barth werden dazu die nötigen Erläuterungen geben.

Karl Peter Röhl, Ohne Titel (Abstrakte Komposition) KARL PETER RÖHL (1890−1975)
Ohne Titel (Abstrakte Komposition)
1920
Aquarell, Deckfarben und Tusche
(Kat.−Nr. 157)
Christian Rohlfs, Spaziergänger
CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Spaziergänger   um 1920
Aquarell über Tusche
(Kat.−Nr. 160)

zurück zum Seitenanfang


figurativ − konstruktiv

Eine Kölner Privatsammlung

4. Dezember 2012 bis 23. Februar 2013


80 Werke von

Gerd Arntz, Willi Baumeister, Gottfried Brockmann, Walter Dexel,
Franz Ehrlich, Marta Hegemann, Karl Hubbuch, Franz M. Jansen,
Edmund Kesting, Bernhard Kretzschmar, Wilhelm Lachnit, Curt Lahs,
Otto Lange, Peter Ludwigs, Gerhard Marcks, Ewald Mataré,
Ma Pudlich, Hans Rilke, Karl Schwesig, Lasar Segall,
Franz W. Seiwert und Augustin Tschinkel

Katalogumschlag

KATALOG−PROSPEKT
16 Seiten, 33 Abbildungen
Format 22 x 12 cm (2012)
Bestell-Nr. 2024
Euro 5,−−


Gerd Arntz, Schleppkahn) GERD ARNTZ   (1900−1988)
Schleppkahn  1924
Holzstock in früher Bemalung
(Kat.−Nr. 1)

Gerd Arntz, Dampfwalze GERD ARNTZ
Dampfwalze
  1925
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 4)
Gerd Arntz, Kasernenbesetzung
GERD ARNTZ
Kasernenbesetzung

1931
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 5)

Die Kölner Privatsammlung, aus deren Bestand wir 80 Arbeiten zeigen, ruht auf zwei Säulen: die eine markiert der politische Konstruktivist Franz W. Seiwert, der in den 1920er Jahren als Leitfigur der Kölner Gruppe Progressiver Künstler in Erscheinung tritt; die andere Säule ist der gesellschaftskritische Realist Gerd Arntz, der als jugendlicher Freund Seiwerts einen durchaus eigenen Weg konstruktiver Bildgestaltung beschreitet. Beiden ist der absolute Wille inne, an der Figuration, der Darstellung des Menschen und der menschlichen Verhältnisse festzuhalten, ohne in einen platten Naturalismus oder illusionistischen Neoimpressionismus abzugleiten. Zu diesen beiden gesellt sich der Altmeister der konstruktiven Figuration Willi Baumeister sowie ein weiterer Mitstreiter der Kölner Progressiven, der figurative Skeptiker und Ironiker Gottfried Brockmann.

Gottfried Brockmann, Atelierbesuch (Merry Hoerle) GOTTFRIED BROCKMANN
Atelierbesuch (Merry Hoerle)

1923
Bleistift
(Kat.−Nr. 14)
Gottfried Brockmann, Knabe mit Reifen
GOTTFRIED BROCKMANN
Knabe mit Reifen

um 1923
Deckfarben und Bleistift
(Kat.−Nr. 15)

Dem Bauhaus in Weimar und Dessau stehen Walter Dexel und Franz Ehrlich nahe. Von diesem Kern der Sammlung aus weitet sich der Blick in Richtung des sogenannten Verismus, des kritischen Realismus der 1920er Jahre: der Karlsruher Karl Hubbuch ist hier zu nennen, aber auch die Dresdner Realisten Bernhard Kretzschmar, Wilhelm Lachnit und Lasar Segall. Hinzu kommen die rheinischen Realisten der 20er Jahre Hans Rilke, Karl Schwesig und Peter Ludwigs und nicht zuletzt der konstruktive Tiergestalter Ewald Mataré.

Walter Dexel, Maritime Konstruktion WALTER DEXEL
(1890−1973)
Maritime Konstruktion
1922/23
Bleistift
(Kat.−Nr. 19)
Karl Hubbuch, Flaschenbier−Verkauf
KARL HUBBUCH
(1891−1979)
Flaschenbier−Verkauf
1912/14
Bleistift, aquarelliert
(Kat.−Nr. 28)

Franz M. Jansen, FRANZ M. JANSEN   (1885−1958)
Frühling in der Großstadt   1920
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 38)
Edmund Kesting, Pendel
EDMUND KESTING   (1892−1970)
Pendel  1922
Aquarell
(Kat.−Nr. 41)

Bernhard Kretzschmar, Auktion Bernhard Kretzschmar, Zigarrenarbeiter (Zigarrenmacher)
BERNHARD KRETZSCHMAR   (1889−1972)
Auktion  1921
Radierung
(Kat.−Nr. 43)
BERNHARD KRETZSCHMAR
Zigarrenarbeiter (Zigarrenmacher)
  1921
Radierung
(Kat.−Nr. 44)

Curt Lahs, Stilleben mit Birnen und Krügen CURT LAHS
Stilleben mit Birnen und Krügen
   um 1922
Lithographie
(Kat.−Nr. 51)
Curt Lahs, Flaschenstilleben
CURT LAHS   (1893−1958)
Flaschenstilleben  1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 48)

Lasar Segall, Paar mit Sohn LASAR SEGALL   (1898−1955)
Paar mit Sohn   1921/22
Radierung
(Kat.−Nr. 74)

zurück zum Seitenanfang


Adalbert Trillhaase, 1921

Adalbert Trllhaase, 1921



ADALBERT TRILLHAASE

Ein "naiver" Maler im Künstlerkreis des Jungen Rheinlands

4. September bis 3. November 2012

verlängert bis 17. November 2012



Katalogumschlag KATALOG
mit Texten von Otto Pankok, Juliane Roh,
Irmgard Feldhaus und Peter Barth
136 Seiten mit über 100 Werkabbildungen und
30 dokumentarischen Abbildungen
(Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 20,−−
(Bestell-Nr. 1047)

Salomé und das Haupt Johannes des Täufers Salomé und das Haupt Johannes des Täufers
1923
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 5)

"Seine Bilder sind so eigenartig wie sein Name: Adalbert Trillhaase malte und zeichnete Figuren und Szenerien voll vertrackter Phantastik und grotesker Seltsamkeit. Der in den zwanziger Jahren am Rhein als verschrobener Wohlstandsbürger geltende, im Düsseldorfer Künstlerkreis um die Mutter Ey geschätzte Autodidakt liebte die verqueren Personagen und die bizarren Arrangements. Manch einem Kunstkenner gilt er als der hierzulande bedeutendste naive Maler, einige sehen in ihm gar einen deutschen "Zöllner" Rousseau. Den meisten Kunstfreunden außerhalb des Rheinlandes wird sein Name allerdings nach wie vor kaum bekannt sein..."

Peter Winter, FAZ 1986


Kinderkapelle Kinderkapelle    1921
Bleistift und Kohle
(Kat.−Nr. 32)

Der Oboist Der Fagottist    um 1922
Öl auf chamois Velin
(Kat.−Nr. 19)
Der Postillon
Der Postillon    1923
Bleistift
(Kat.−Nr. 98)

Adalbert Trillhaase, geboren 1858 in Erfurth, gestorben 1936 in Königswinter bei Bonn, stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, scheiterte jedoch mit eigenen industriellen Unternehmungen. Er war mit einer reichen Industriellentocher verheiratet und widmete sich nach der Erbschaft seiner Frau als über 60jähriger nur noch seiner späten Leidenschaft: dem Zeichnen und Maler. Er lebte ab 1919 in Düsseldorf und wurde von den jungen Künstlern des Kreises um die Kunsthändlerin Johanna Ey akzeptiert und als Naturtalent verehrt. Vor allem Otto Pankok, Otto Dix, Karl Schwesig und andere nahmen ihn in ihre Vereinigung "Das junge Rheinland" auf und setzten sich für die Ausstellung seiner Werke ein.


Gerichtsverhandlung (Gerichtsszene) "Freiheit die ich meine"
Gerichtsverhandlung (Gerichtsszene)
um 1922
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 2)
"Freiheit die ich meine"
um 1922
Bleistift und Kohle
(Kat.−Nr. 51)

Orientalische Szene mit Esel Orientalische Szene mit Esel
um 1922
Blauer Farbstift
(Kat.−Nr. 20)
Anbetung der drei Könige aus dem Morgenland
Anbetung der drei Könige aus dem Morgenland
1923
Öl auf Karton/Holz
(Kat.−Nr. 6)

"...saßen im Häuschen, diesem alten Raritätenkasten, der Trillhaase, diese oder jene jungen Maler. Der kleine Schwesig und der rote Wollheim und Männe Hundt und der Prolet Dix, Feigler, Max Ernst und der blonde Gilles und der redselige Paling und Nantke, der sich ein Barthaar auszieht. Zwischen ihnen ihr Vater, Onkel und Nestor Adalbert und am Ofen auf einem Rokokodreibein Siegfried, lächelnd, kratzbürstig gütig, eine Kette Zigaretten hastig schmauchend."

Otto Pankok, um 1930


"Jagd" "Jagd"
um 1922
Schwarze Kreide
(Kat.−Nr. 96)
Jäger und liegender Hirsch
Jäger und liegender Hirsch
um 1922
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 4)

Tierdressur Tierdressur
um 1922
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 3)
"Im Walde"
"Im Walde"
1922
Schwarze Kreide, Kohle und Bleistift
(Kat.−Nr. 3)

"Und von den Wänden tobten in wüstem Dada die Bilder der Zeit. Süßlispelnde Laurencin, kreischender Max Ernst, ausgekochter Dix, spukhafter Kubin, betende Marien aus alten Kirchen, gepflastert Stück an Stück, aneinander, durcheinander und übereinander gepackt zu brodelnden Wänden. Und dann holte bisweilen der Alte aus einem Wust von Rechnungen, Zeitungen und Packpapier ein Skizzenbuch hervor, das Tagebuch dunkler Nächte, voller Grausen und Liebe und Tabaksasche und menschlicher Unentrinnbarkeit..."

Otto Pankok, um 1930


Portrait der Gattin Trillhaase mit geschlossenen Augen Portrait der Gattin Trillhaase mit geschlossenen Augen
um 1922
Bleistift
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 86)
Susanna und die beiden Alten
Susanna und die beiden Alten
um 1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 40)

Javanerin Javanerin
um 1922
Bleistift
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 88)
Orientale
Orientale
um 1922
Öl auf Pergamin
(Kat.−Nr. 21)

mehr zu Adalbert Trillhaase zurück zum Seitenanfang


Gottfried Brockmann vor seinem Bild "Kriegskrüppel und Hure" (verschollen), um 1923
(Foto August Sander)

Brockmann, 1924



GOTTFRIED BROCKMANN

1903 bis 1983

Fünfzig Werke

22. Mai bis 14. August 2012



Katalog-Prospekt

KATALOG−PROSPEKT
16 Seiten, 30 Abbildungen, davon 20 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2010)
Bestell-Nr. 1046
Euro 5,−−

Gottfried Brockmann, Selbstbildnis mit Muschel Selbstbildnis mit Muschel
1951
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 7)

Gottfried Brockmann ist einer der eigenwilligsten Weggefährten der Kölner Dadaisten und Konstruktivisten. Max Ernst und Anton Räderscheidt, Franz W. Seiwert und Heinrich Hoerle prägten seine künstlerische Entwicklung in den 1920er Jahren. Brockmanns konstruktiver Realismus hat ebenso naive wie "magische" als auch surrealistische Züge. Brockmann erfaßt die Welt kritisch und ironisch, ohne den Dingen und Figuren ihren Zauber, ihre Hintergründigkeit und ihr Geheimnis zu rauben.


Gottfried Brockmann, Mütterliche Geborgenheit Mütterliche Geborgenheit
1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 14)
Gottfried Brockmann, Sitzende im Raum
Sitzende im Raum
1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 13)


"1926−1932 in den Jahren meiner Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie tritt der sozialengagierte Zug in meinen Arbeiten zurück. Ironie und Skepsis werden erkennbar, Reaktion auf die Schwächen der Weimarer Republik, die ihre revolutionären Impulse mehr und mehr verlor. Als sich der Nationalsozialismus ankündigte, draußen und in der Akademie, wurde ich politisch wieder aktiver... 1932 war mir aus Prag die Trotzki'sche Schrift "Wie wird der Nationalsozialismus geschlagen" zugesandt worden. Der darin aufgezeigte Weg schien mir richtig. Wir propagierten den Generalstreik und hofften auf eine gemeinsame Front der beiden sozialistischen Parteien gegen Hitler.
Wir hatten unseren Gegner unterschätzt. Im April 1933: ein schwarzer Mercedes hält bei uns in Düsseldorf−Stockum, Uniformierte in unserer Wohnung, Hausdurchsuchung, Gewalttat und Schußwaffenbedrohung. Bei den Eltern meiner Frau in Berlin−Dahlem suchte ich eine unauffällige Bleibe. Eine Rückkehr in meine Tutor−Position an der Akademie war undenkbar."

Gottfried Brockmann, 1978


Gottfried Brockmann, Das Artefakt mit den Augen Das Artefakt mit den Augen
1947
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 4)
Gottfried Brockmann, Meteorologische Station
Meteorologische Station
1928
Bleistift
(Kat.−Nr. 36)

mehr zu Gottfried Brockmann zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2012

Künstler der Galerie von Jankel Adler bis Gert Wolheim

17. Januar bis 12. April 2012

Mit Werken von

Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Wolf von Beckerath, Max Beckmann, Gottfried Brockmann,

Ernst Bursche, Heinrich Campendonk, Marc Chagall, Otto Dix, Conrad Felixmüller,

Richard Gessner, Bruno Goller, Walter Gramatté, Erwin Graumann, Carl Grossberg,

George Grosz, Hannah Höch, J.B.H. Hundt, Bernhard Kretzschmar, Curt Lahs, Otto Lange,

Heinz May, Felix Meseck, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Christian Rohlfs,

Jupp Rübsam, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Hermann Schmitz, Werner Schramm,

Ludwig G. Schrieber, Karl Schwesig, Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase, Lasar Segall,

Adolf Uzarski, Christoph Voll, E.A. Weber, Gustav Wiethüchter und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2012 Kleinbildkatalog mit 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und mit Preisen
Euro 3,−−

Am 15. Januar eröffnet die Galerie Remmert und Barth ihre Ausstellung ÜBERBLICK 2012 mit dem Untertitel Künstler der Galerie von Jankel Adler bis Gert H. Wollheim. Auf diese Ausstellung freuen sich die Sammler und Freunde der Galerie wie jedes Jahr, gibt es doch seit fast dreißig Jahren zum Jahresanfang die jährliche Überblicksausstellung mit 200 Werken von ca. 50 Künstlern, mit dem legendären Kleinbildkatalog, in dem alle zweihundert Werke abgebildet, beschrieben und mit Preisen versehen sind.

Gerd Arntz, Kasernenbesetzung GERD ARNTZ (1900−1988)
Kasernenbesetzung    1931
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 17)
Carl Barth, Salone
CARL BARTH (1896−1976)
Salone   um 1939
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 19)

Und welche Künstler sind nun in der Ausstellung vertreten?
Alphabetisch beginnt der Parcour der Künstler der 1920er Jahre mit Jankel Adler, dem bedeutenden jüdischen Maler, der in Düsseldorf gelebt hat und in London gestorben ist. Zu ihm gesellt sich sein Freund Gerd Arntz mit seinen gesellschaftskritischen Holzschnitten und der Kollege Gottfried Brockmann, beide gehören zum Kreis der sogenannten Kölner Progressiven, deren Hauptvertreter Franz Wilhelm Seiwert war, der ebenfalls in der Ausstellung vertreten ist.

Otto Dix, Die Verächter des Todes Ernst Bursche, Frauenbildnis
OTTO DIX (1891−1969)
Die Verächter des Todes   1922
Radierung
(Kat.−Nr. 51)
ERNST BURSCHE (1907−1989)
Frauenbildnis    1935
Öl auf Holz
(Kat.−Nr. 37)

Weiter geht es mit Carl Barth, der neben Robert Pudlich und Bruno Goller zur zweiten Generation der Künstlerriege um die berühmte Mutter Ey gehört. Auch die Hauptvertreter der ersten Ey−Generation fehlen nicht, Otto Pankok und Gert Wollheim.
Als Vertreter der "Ersten Liga" der deutschen Kunst des 20. Jahrhundert finden wir Arbeiten von Max Beckmann, Heinrich Campendonk, Otto Dix, Conrad Felixmüller, George Grosz, Christian Rohlfs und Karl Schmidt−Rottluff.

Conrad Felixmüller, Fabrikarbeiter (Arbeitsinvalide) CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Fabrikarbeiter (Arbeitsinvalide)
1921
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 58)
Walter Gramatté, Bildnis Demidow
WALTER GRAMATTÉ (1897−1929)
Bildnis Demidow   1921
Aquarell über Tusche und Bleistift
(Kat.−Nr. 78)

Natürlich sind auch die Haus−Künstler der Galerie, die seit Jahren immer wieder bei Remmert und Barth zu sehen sind, mit etlichen Arbeiten in der jetzigen Ausstellung vertreten: die Berliner Dadaistin Hannah Höch und der frühvollendete Expressionist Walter Gramatté.
Aus dem Kreis der Künstlergruppe Das Junge Rheinland sind dabei: Hermann Hundt und Curt Lahs, Heinz May und Walter Ophey, Jupp Rübsam und Karl Schwesig und nicht zuletzt der alte Eigenbrödler Adalbert Trillhaase, der als der bedeutendste deutsche Naive des 20. Jahrhunderts in die Kunstgeschichte eingegangen ist.

Otto Pankok, Nuna und Heuschreck OTTO PANKOK (1893−1966)
Nuna und Heuschreck1947
Radierung
(Kat.−Nr. 122)
Pablo Picasso, Le Modèle
PABLO PICASSO
(1881−1973)
Le Modèle    1965
Radierung
(Kat.−Nr. 124)

Neben den rheinischen Künstlern der 20er Jahre gehört auch die Dresdner Künstlerszene zum Programm der Galerie, zu sehen sind Werke von Bernhard Kretzschmar, Otto Lange, Lasar Segall und des Dix−Schülers Ernst Bursche.

Christian Rohlfs, Mädchen in roter Bluse Karl Schmidt-Rottluff, Christus und die Ehebrecherin
CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Mädchen in roter Bluse   um 1918
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 1)
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF (1884−1976)
Christus und die Ehebrecherin   1918
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 146)

Wem diese Auflistung noch nicht reicht, der muß in die Galerie kommen und eigene Entdeckungen machen, vielleicht eine Skulptur von Ludwig Gabriel Schrieber oder den Kopf der Johanna Ey von Zoltan Székessy, vielleicht auch das große Gemälde Helle Nacht von Gustav Wiethüchter oder doch das Titelbild des Kataloges, das Mädchen in roter Bluse, 1918 von Christian Rohlfs gemalt.

Zoltan Székessy, Johanna Ey Gustav Wiethüchter, Helle Nacht
ZOLTAN SZÉKESSY   (1899−1968)
Johanna Ey   1932
Gips, getönt
(Kat.−Nr. 171)
GUSTAV WIETHÜCHTER   (1873−1946)
Helle Nacht    1921
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 188)

zurück zum Seitenanfang


DIX in Düsseldorf

Otto Dix und die Düsseldorfer Künstlerszene 1920 bis 1925



6. September bis 2. Dezember 2011


Otto Dix, Düsseldorf 1924
Otto Dix, Düsseldorf 1924
Foto Hehmke−Winterer

KATALOG
mit einem Text von Peter Barth aus dem Jahre 1983, übearbeitet 2011
224 Seiten mit 80 Werkabbildungen und 60 dokumentarischen Abbildungen
(Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 30,−−
(Bestell-Nr. 1045)
Katalogumschlag

OTTO DIX (1891−1969) ist einer der bedeutendsten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts. Er lebte und arbeitete von 1922 bis 1925 in Düsseldorf. Diese wenigen Düsseldorfer Jahre sind ein Meilenstein in der beruflichen und persönlichen Entwicklung des Künstlers.

Berta II Berta II    1920
Bleistift
(Kat.−Nr. 11)

Als Dix 1921 seine erste Reise von Dresden nach Düsseldorf unternimmt, ist er ein fast unbekannter Akademieschüler − als er 1925 Düsseldorf wieder verläßt, ist er ein allseits bekannter und erfolgreicher Maler. Dieser Erfolgsgeschichte von "Dix in Düsseldorf" widmet sich unsere Ausstellung. Der dazugehörige Katalog läßt mit einem spannenden Text und vielen Dokumenten, Fotos, Briefen, Bildern und Zeichnungen die bewegte Lebens− und auch Liebesgeschichte von Otto Dix, genannt "Jim", lebendig werden. In Düsseldorf bewegt sich Dix im Kreis der Kunsthändlerin Johanna Ey und der Künstlergruppe "Das Junge Rheinland". Die Beziehungen von Otto Dix zu Johanna Ey und den rheinischen Künstlerkollegen sind ein wichtiger Aspekt der Präsentation.

Menschenmordende Totenkopflaus, nat. Größe Menschenmordende Totenkopflaus, nat. Größe    1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 16)
Krokodiltausendfuß
Krokodiltausendfuß    1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 15)

Die Ausstellung, die wir aus Anlaß des 120. Geburtstages des Künstlers zeigen, umfaßt 50 Werke von Otto Dix, darunter einige bedeutende Arbeiten, die bisher als verschollen galten oder gänzlich unbekannt waren. Hinzu kommen 30 Arbeiten von Dixens Künstlerkollegen Jankel Adler, Conrad Felixmüller, Otto Griebel, Otto Pankok, Karl Schwesig, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski und Gert Wollheim, mit denen Dix in Düsseldorf verkehrte.


Presse−Echo − aktuell

Aquarelle von Dix entdeckt
Bertram Müller

Jahrzehnte lang blieb eine Mappe aus dem Nachlaß der Tochter von Martha Koch ungeöffnet.
Darin fanden sich noch unbekannte Arbeiten des Künstlers, die aus seiner Düsseldorfer Zeit stammen.

Die Galerie Remmert und Barth, die seit Jahrzehnten die Düsseldorfer Kunstszene der 1920er Jahre erforscht, dabei immer wieder Werke aus Nachläßen zutage fördert und dann erstmals der Öffentlichkeit vorstellt, hat jetzt erneut einen Schatz gehoben...
Bei dem Fund aus der Mappe handelt es sich um Blätter, die aus der Düsseldorfer Zeit stammen: "Strich III", eine großformatige, farbkräftige Straßenszene mit Prostituierten, die von einer Straßenlaterne und einem Café−Fenster beschienen werden, "Nächtens" und "Soubrette" sowie eine Aquarell−Studie zum Bildnis des Kunsthändlers Alfred Flechtheim, das heute in der Neuen Nationalgalerie in Berlin hängt.

RHEINISCHE POST, 20. August 2011



Zirkusscene Zirkusscene
1923
Aquarell, Collage, Bleistift und Farbstifte
(Kat.−Nr. 4)


Presse−Echo − aktuell

Kunst−Sensation

Galeristen finden unbekannte Dix−Bilder

Davon träumt so mancher Kunstsammler ein Leben lang: Den Düsseldorfer Galeristen Herbert Remmert und Peter Barth ist jetzt eine echte Sensation ins Netz gegangen: Bei der Vorbereitung ihrer Ausstellung zu Ehren des 120. Geburtstages von Otto Dix in diesem Jahr ist das Galeristen−Duo auf bisher unbekannte bedeutende Aquarelle des Künstlers gestoßen.

"Ein toller Fund, diesen Werken ist mein Kollege Herbert Remmert schon seit 20 Jahren auf der Spur", verrät Kunstkenner Barth gegenüber EXPRESS.
Bei den bisher nie gezeigten Aquarellen handelt es sich um Arbeiten, die Dix in den Jahren 1922 und 1923 in Düsseldorf geschaffen hat.

EXPRESS Düsseldorf, 20. August 2011




Alma liegend Sitzender Akt (Alte Anna)
Alma liegend    1921
Schwarze Kreide
(Kat.−Nr. 12)
Sitzender Akt (Alte Anna)    1923
Schwarze Kreide
(Kat.−Nr. 19)


Presse−Echo − aktuell

Unbekannte Aquarelle von Otto Dix entdeckt

Dix−Schatz gehoben
Henrike von Spesshardt

Wer einmal vor ihnen stand, der wird ihre den Sehsinn fast beraubende Farbenpracht nie vergessen: Die großformatigen Aquarelle von Otto Dix gehören zum Sinnlichsten, was die Neue Sachlichkeit hervorgebracht hat. Bloße Abbildungen sind nicht in der Lage, die Kraft ihrer Schönheit wiederzugeben. Nun sind bisher unbekannte Arbeiten aufgetaucht. Die Düsseldorfer Galeristen Peter Barth und Herbert Remmert stießen bei Recherchen zu einer Ausstellung in jahrzehntelang ungeöffneten Mappen auf nie zuvor gesehene Aquarelle. Eine kleine kunsthistorische Sensation.


Bildnis des Kunsthändlers Alfred Flechtheim Bildnis des Kunsthändlers Alfred Flechtheim
1926
Aquarell und Deckfarbe über Bleistift
(Kat.−Nr. 6)


Presse−Echo − aktuell

Verschollene Aquarelle von Otto Dix entdeckt

Vier bisher unbekannte, bedeutende Aquarelle des gesellschaftskritischen Malers Otto Dix (1891−1969) sind in Oberbayern gefunden worden. Die frühen Werke seien in Dix' Düsseldorfer Zeit 1922/23 entstanden, die als Meilenstein in der Entwicklung des Künstlers gelte, sagte der Düsseldorfer Galerist Herbert Remmert am Dienstag der Deutschen Presse−Agentur.

Zu den jetzt entdeckten Werken gehören die Aquarelle "Nächtens" und "Soubrette" sowie eine Vorarbeit zu Dix' berühmtem Porträt des Kunsthändlers Alfred Flechtheim. Völlig unbekannt war bisher das farbfrische, großformatige Aquarell "Strich III", das eine Straßenszene mit Prostituierten darstellt.

Die Mappe mit den Kunstwerken gehört zum Nachlass der Tochter von Martha und Hans Koch, der Arzt und bedeutender Kunstsammler in Düsseldorf war. Seine Frau Martha − mit ihr hatte er zwei Kinder − verliebte sich in Dix, der Anfang der 20er Jahre an der Kunstakademie Düsseldorf studierte. Hans Koch ließ sich von seiner Frau wegen ihrer Beziehung zu Dix scheiden. Die Galerie Remmert und Barth spürte die Mappe bei Kochs Enkelin in Oberbayern auf. .

Zum 120. Geburtstag von Dix stellt die Galerie Remmert und Barth die jetzt entdeckten Aquarelle zusammen mit rund 50 Dix−Werken aus der Düsseldorfer Zeit von 1920 bis 1925 aus (4. September bis 2. Dezember).

dpa−Notizblock, 30. August 2011



mehr zu Otto Dix zurück zum Seitenanfang

Otto Pankok, Düsseldorf 1964
Otto Pankok, Düsseldorf 1964

Stern und Blume, Mensch und Tier

Die Welt des OTTO PANKOK



6. Juni bis 17. August 2011


Leporello mit 43 Kat.-Nrn. und 9 Abb.
Zusendung auf Wunsch
Leporello zur Pankokausstellung

Kühe auf der Weide Kühe auf der Weide    1920
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 8)
Selbstbildnis (schmal)
Selbstbildnis (schmal)    1942
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 12)

OTTO PANKOK, geboren 1893 in Saarn bei Mülheim/Ruhr, gestorben 1966 in Wesel am Niederrhein, war eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der 1920er Jahre in Düsseldorf. Er war führendes Mitglied der Künstlervereinigung "Das junge Rheinland" und gehörte mit Gert Wollheim, Otto Dix, Max Ernst, Karl Schwesig und anderen zum engsten Kreis um die Kunsthändlerin Johanna Ey, die als "Mutter Ey" zur Legende wurde.
Bereits 1913/14 hatte Pankok zu der sein Lebenswerk bestimmenden Form großformatiger Kohlezeichnungen gefunden, die in der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts einzigartig sind und die Wilhelm Worringer 1929 als "Gemälde in Schwarz−Weiß" definierte. Pankoks Werk erwuchs aus dem Wissen um die Einheit von Mensch und Natur, sein künstlerisches Engagement galt zeitlebens den Verfemten und Entrechteten.
Mit seinem äußerst umfangreichen druckgraphischen Werk gehört Otto Pankok in die Reihe der großen deutschen Graphiker des vorigen Jahrhunderts.
1930 erschien das Buch "Stern und Blume", in dem Otto Pankok seine Entwicklung als Künstler und seine Weltsicht darlegt und über einhundert Kohlegemälde präsentiert. Dieses Buch war die Anregung zu unserer Ausstellung.

Strauß mit Gladiole Strauß mit Gladiole    1961
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 23)
Elefant im Busch
Elefant im Busch    1962
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 24)

Leuchtturm (Hiddensee) Leuchtturm (Hiddensee)    1921
Radierung
(Kat.−Nr. 27)
Disteln blühend
Disteln blühend
1924
Radierung
(Kat.−Nr. 29)

mehr zu Otto Pankok zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2011

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik
des 20. Jahrhunderts

1. März bis 21. Mai 2011

Mit Werken von

Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Curt Beckmann, Max Beckmann, Gottfried Brockmann,

Heinrich Campendonk, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Xaver Fuhr, Willi Geiger, Richard Gessner,

Walter Gramatté, George Grosz, Hans Grundig, Erich Heckel, Hannah Höch, Fritz Huhnen,

J.B.H. Hundt, Franz M. Jansen, Heinrich Kamps, Oskar Kokoschka, Paul Kühn, Will Küpper,

Curt Lahs, Julo Levin, Max Liebermann, August Macke, Gerhard Marcks, Heinz May,

Marie von Malachowski, Heinrich Nauen, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok,

Robert Pudlich, Hans Rilke, Christian Rohlfs, Fritz Schaefler, Ludwig G. Schrieber,

Georg Schrimpf, Karl Schwesig, Paul Adolf Seehaus, Lasar Segall, Josef Steib,

August Tschinkel, E.A. Weber und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2011 Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und Preisen
Euro 3,−−

Jankel Adler, Bärtiger Jude mit Mütze JANKEL ADLER (1895−1949)
Bärtiger Jude mit Mütze   um 1926
Radierung
(Kat.−Nr. 3)
Carl Barth, Aus Tirol
CARL BARTH (1896−1976)
Aus Tirol   1960
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 19)

Conrad Felixmüller, Junge Eltern CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Junge Eltern
1918
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 43)
Walter Gramatté, Cádiz (Stadt)
WALTER GRAMATTÉ (1897−1929)
Cádiz (Stadt)   1926
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 62)

Hannah Höch, Zwei Mädchen mit Katze HANNAH HÖCH (1889−1978)
Zwei Mädchen mit Katze
um 1930
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 81)
George Grosz, Sitzender weiblicher Akt mit Schuhen und Strümpfen
GEORGE GROSZ (1893−1959)
Sitzender weiblicher Akt mit Schuhen und Strümpfen   1922
Tusche
(Kat.−Nr. 69)

Julo Levin, Hafen in Stettin August Macke, Zwei sitzende weibliche Akte
JULO LEVIN (1901−1943)
Hafen in Stettin   um 1930
Aquarell
(Kat.−Nr. 112)
AUGUST MACKE (1887−1914)
Zwei sitzende weibliche Akte
(Lagernde nackte Mädchen)
    1913
Tusche
(Kat.−Nr. 121

Heinrich Nauen, Zinnien in schwarz−weißer Vase HEINRICH NAUEN
(1880−1940)
Zinnien in schwarz−weißer Vase   um 1930
Öl auf Leinwand auf Holz
(Kat.−Nr. 135)
Fritz Schaefler, Wald im Sommer
FRITZ SCHAEFLER (1888−1954)
Wald im Sommer
um 1927
Aquarell
(Kat.−Nr. 176)

zurück zum Seitenanfang

30 Werke − 30 Künstler
30 Jahre Remmert und Barth

7. September bis 30. Oktober 2010

mit Werken von
Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Otto Dix,
Conrad Felixmüller, Werner Gilles, Bruno Goller, Walter Gramatté, Erwin Graumann, George Grosz,
Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz, Heinrich Nauen, Wolfgang Niederhagen,
Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Pablo Picasso, Christian Rohlfs, Karl Schmidt-Rottluff,
Fritz Schaefler, Ludwig Gabriel Schrieber, Karl Schwesig, Franz Wilhelm Seiwert,
Eberhard Viegener, Gustav Wiethüchter und Gert Heinrich Wollheim

Katalog 30 Werke − 30 Künstler − 30 Jahre Remmert und Barth






KATALOG

92 Seiten mit 30 Werkabbildungen
und einer illustrierten Dokumentation
Format 24 x 17 cm, in Leinen gebunden

Außerdem erscheinen die
Galerie−Memoiren unter dem Titel

ALLER ANFANG IST KUNST
Der Galerie−Memoiren erstes bis siebtes Kapitel

von Peter Barth
240 Seiten mit 23 Abbildungen
Format 24 x 17 cm, in Leinen gebunden

Beide Bände vereint im Schuber

Euro 39,−−
(Bestell-Nr. 2022/23)
Schuber
Galerie−Memoiren "Aller Anfang ist Kunst" Schuber

Schon wieder ein Jubiläum? Schon wieder eine Feier? Haben wir nicht gerade erst das fünfundzwanzigste Galeriejubiläum gefeiert? Das ist doch erst fünf Jahre her! Ist das schon fünf Jahre her? Wir können doch nicht alle fünf Jahre jubilieren, das ist zuviel, das halten wir nicht aus!

Jankel Adler, Mädchen am Tisch JANKEL ADLER (1895−1949)
Mädchen am Tisch
1945
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 1)

Ja, das Zehnjährige, 1990, das war ein Anlaß, den haben wir groß gefeiert, drei Tage lang, einen Tag mit den Ehrengästen, einen mit den guten Kunden und einen mit dem verehrten Laufpublikum, das genauso gerne feiert wie die Ehrengäste und die guten Kunden.

Carl Barth, Instrumentenbild CARL BARTH (1896−1976)
Instrumentenbild   1939
Tempera auf Leinwand
(Kat.−Nr. 3)
Gottfried Brockmann, Stilleben mit blauem Krug
GOTTFRIED BROCKMANN (1903−1983)
Stilleben mit blauem Krug   1923
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 5)

Zum Fünfundzwanzigjährigen 2005 gab es wieder einen Jubiläumskatalog, so dick und informativ wie der erste, aber ohne Graphiken. Dafür enthielt er Auszüge aus den sogenannten "Galerie−Memoiren", ein Versuchsballon, ein Test: Interessiert so etwas unser Publikum, Erinnerungen, Anekdoten, Persönliches, Hintergrundgeschichten?

Nun also das nächste Jubiläum: 30 Jahre Galeriearbeit. Muß man das überhaupt feiern? Der Katalog ist schmaler geworden, keine 200 Werke wie 1990 und 2005. Dreißig Werke sind genug, dachten wir uns, von dreißig unserer besten Künstler, jener Maler, Bildhauer und Graphiker, um die wir uns seit dreißig Jahren bemühen. Jeder dieser Künstler darf ein einzelnes Werk präsentieren, ein wichtiges natürlich, ein Meisterwerk.

George Grosz, Deutschland, ein Wintermärchen GEORGE GROSZ (1893−1959)
Deutschland, ein Wintermärchen
1917/18
Aquarell über Tusche
(Kat.−Nr. 12)
"Meine Stimmung setzte sich in ein großes politisches Bild um. Ich nannte es (nach Heinrich Heine) 'Deutschland, ein Wintermärchen'. In der Mitte setzte ich den ewigen deutschen Bürger, dick und ängstlich, an sein leicht schwankendes Tischchen mit Zigarre und Morgenzeitung darauf. Unten stellte ich die drei Stützen der Gesellschaft dar: Militär, Kirche, Schule (Schulmeister mit schwarz−weiß−rotem Rohrstock). Der Bürger hielt sich krampfhaft an Messer und Gabel fest; die Welt schwankte um ihn; ein Matrose als Symbol der Revolution und eine Prostituierte vervollständigen mein damaliges Bild der Zeit."

George Grosz, Ein kleines Ja und ein großes Nein, 1955


Dreißig Meisterwerke, dachten wir uns, sind vielleicht eine gute Alternative zu 200 Stück "gemischte Ware". Und hier sind sie nun unsere Lieblinge, unsere Favoriten, denen wir in unserer langen Galerie−Laufbahn manche Einzelausstellung gewidmet haben oder die immer wieder in unseren Themen− und Überblicksausstellungen auftauchten.

Mit Einzelausstellungen konnten wir in den vergangenen Jahrzehnten die Folgenden ehren:
Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Bruno Goller, Walter Gramatté, Erwin Graumann, George Grosz, Hannah Höch, Heinrich Nauen, Wolfgang Niederhagen, Walter Ophey, Otto Pankok, Christian Rohlfs, Fritz Schaefler, Ludwig Gabriel Schrieber, Karl Schwesig, Eberhard Viegener und Gert Heinrich Wollheim.

Käthe Kollwitz, Gefangene, Musik hörend KäTHE KOLLWITZ
(1867−1945)
Gefangene, Musik hörend
(I. Zustand)
   1925
Lithographie
(Kat.−Nr. 15)
Emil Nolde, Apostelkopf
EMIL NOLDE (1867−1956)
Apostelkopf   1912
Aquarell
(Kat.−Nr. 18)

Keine Einzelausstellung hatten bei Remmert und Barth, aber immer wieder vertreten waren und sind jetzt auch hier in unserer Best−of−Show die Klassiker Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz, Emil Nolde und Karl Schmidt−Rottluff. Und auch einer, der eigentlich gar nicht zu unserem Programm deutscher Kunst der 1920er Jahre gehört, sich aber immer wieder in unsere Galerie eingeschlichen hat, ist jetzt bei unseren dreißig Meisterwerken vertreten, ein Weltmeister, ein Leitstern der Kunst des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso.

Wolfgang Niederhagen, Die Nacht vor Aschermittwoch WOLFGANG NIEDERHAGEN
(*1933)
Die Nacht vor Aschermittwoch
1978
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 17)

Neben diesem Katalog erlauben wir uns noch eine zweite Publikation herauszugeben: die Galerie−Memoiren mit dem Titel "Aller Anfang ist Kunst". Ist der Katalog im wesentlichen ein Bilderbuch, so sind die Memoiren ein Lesebuch, deshalb sind sie so sparsam illustriert, man soll in ihnen nicht blättern und Bilder gucken, sondern lesen und weiterlesen. In diesem Buch werden die Anfänge unserer Galerie erzählt, in sieben Kapiteln anhand der ersten sieben Ausstellungen.

Es sind eigentlich nur die ersten beiden Jahre der Galerie, die Jahre 1980 bis 1982, die Gegenstand der Erzählung sind, aber mit Ausblicken und Rückblicken, mit Seitenblicken und Blicken hinter die Bühne des Galeriegeschehens, vielen Hintergrundinformationen bezüglich der Entstehung der Ausstellungen und vor allem mit Schilderungen der Abenteuer von zwei Menschenkindern namens Remmert und Barth, die 1980 auszogen, nicht um das Fürchten zu lernen, eher um die Welt zu erobern, oder profaner formuliert, die sich 1980 von Berlin aus auf den Weg nach Düsseldorf machten, um eine Galerie zu gründen.

Karl Schwesig, Zirkus im Fischerdorf KARL SCHWESIG (1898−1955)
Zirkus im Fischerdorf (Südfrankreich)
um 1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 26)

Daß diese Galerie nun schon im dreißigsten Jahr existiert, überrascht viele, auch die beiden Gründer selbst. Der Kunsthandel ist ein Geschäft mit Höhen und Tiefen wie ein Schiff in den Wellen des Meeres, ein Segelschiff, das stampft, rollt und giert, aber auch Glattwasser kennt mit gutem Wind, Sonne und blauem Himmel. Dank unserer treuen Kunden, unserer Sammler und Enthusiasten in Sachen Kunst, aber auch dank der Künstlerwitwen, Sammlerwitwen und inzwischen deren Kindern und Enkeln und nicht zuletzt dank unserer unermüdlichen Mitarbeiter und Helfer gelingt es uns immer wieder, eine neue Ausstellung an den Wänden und auf den Sockeln zu präsentieren sowie einen Katalog rechtzeitig zur Eröffnung fertigzustellen.

Eberhard Viegener, Die Arbeiterfrau Franz Wilhelm Seiwert, Fabrik und Wohnhäser am Rhein
EBERHARD VIEGENER (1890−1967
Die Arbeiterfrau   1919
Öl auf Leinwand auf Holz
(Kat.−Nr. 28)
FRANZ WILHELM SEIWERT (1894−1933)
Fabrik und Wohnhäser am Rhein   1925
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 27)

Wie es mit der Galerie insgesamt weitergeht, werden die Tage und Jahre zeigen, solange die Gesundheit mitspielt. Einige Pläne und Ideen haben wir noch, mit deren Realisierung wir unser Publikum überraschen wollen − wenn es uns denn gewogen bleibt, das hochverehrte Publikum.

Gert. H. Wollheim, Nächtliche Begegnung GERT HEINRICH WOLLHEIM (1894−1974)
Nächtliche Begegnung
1924
Aquarell
(Kat.−Nr. 30)

zurück zum Seitenanfang

Die Rückkehr des Malers und Bildhauers

LUDWIG GABRIEL SCHRIEBER

ins Rheinland



8. Juni bis 14. August 2010


Ludwig Gabriel Schrieber, 1938

Ludwig Gabriel Schrieber in Wylerberg, 1938

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 26 Abbildungen, davon 25 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2010)
Bestell-Nr. 1044
Euro 5,−−

Katalogumschlag


Kleines Spiegelbild Kleines Spiegelbild 1952
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 21)
Stehende
Stehende 1952
Eiche
(Kat.−Nr. 9)

Lud fehlt mir. Wie mir Lud fehlt!
Selbst im Streit... Selbst wenn wir uns mit den Fäusten...
Lud und ich waren anstrengend miteinander befreundet...

Günter Grass

Berliner Straße I
Berliner Straße I
1952
Aquarell
(Kat.−Nr. 32)
Kleiner Kirschbaum
Kleiner Kirschbaum   1953
Aquarell
(Kat.−Nr. 34)

Kürzlich starb mein Freund Ludwig Gabriel Schrieber. Ob er dem dummen Gips Form abgewann oder zur Scheibe Sellerie, auf dem Elektrokocher gebraten, Filets vom Räucherfisch legte und über alles Rühreier (für sich, für mich) kippte, ob er stumm hinterm Glas saß und mit dem kleinen Finger den Tropfen holte, um sich die Stirn zu kühlen, (...)
ob er im Zorn mit den Zähnen knirschte oder den unbehauenen Stein streichelte, Lud blieb immer eindeutig: ein Mann, Brocken, Stier, Täter, der Engel, in Sünde gefallen.

Günter Grass 1975, in: Der Butt


Gartentor Gartentor 1950
Aquarell
(Kat.−Nr. 29)
Stehende (mit verschränkten Armen)
Stehende (mit verschränkten Armen)
1952
Bronze
(Kat.−Nr. 11)

mehr zu Ludwig Gabriel Schrieber zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2010

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik
des 20. Jahrhunderts

2. März bis 5. Mai 2010

Mit Werken von
Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Eduard Bargheer, Georg Baumgarten, Curt Beckmann,
Max Beckmann, Franz Bronstert, Gottfried Brockmann, Heinrich Campendonk, Otto Dix,
Max Ernst, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Bruno Goller, Walter Gramatté,
George Grosz, Adolf de Haer, Lisa Hartlieb−Rilke, Erich Heckel, Heinrich Heckroth, Hannah Höch,
J.B.H. Hundt, Max Kaus, Edmund Kesting, Käthe Kollwitz, Paul Kühn, Curt Lahs, Otto Lange,
Paula Lauenstein, Carl Lohse, Marie von Malachowski−Nauen, Jeanne Mammen, Ewald Mataré,
Heinrich Nauen, Wolfgang Niederhagen, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich,
Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Georg Schrimpf,
Karl Schwesig, Renée Sintenis, Zoltan Székessy, Max Thalmann, Adolf Uzarski
und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2010 Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und Preisen
Euro 3,−−

Heinrich Campendonk, Fischteller und Weinflasche HEINRICH CAMPENDONK  (1889−1957)
Fischteller und Weinflasche   1926
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 42)
Otto Dix, Contessa
OTTO DIX   (1891−1969)
Contessa   1962
Farblithographie
(Kat.−Nr. 49)


Erinnerungen an die erste Überblickausstellung

Die Ausstellung, der dieses Kapitel gewidmet sein soll, trug den Titel "Überblick 1981/82", und im Untertitel des kleinen Kataloges lese ich: "300 Werke von 60 Künstlern". Dieser Untertitel bringt mein Blut sofort in Wallung, in Erinnerung an die Strapazen und Qualen, körperliche und seelische, die ich mit dieser Ausstellung durchgemacht habe. Dreihundert Werke, tatsächlich, wer kann ermessen, was das bedeutet, für eine kleine Galerie, deren Wände allenfalls sechzig Werke fassen? Dreihundert Werke, nicht in Mappen, nein, gerahmt, an den Wänden, das geht gar nicht, das ist unmöglich, das ist Wahnsinn. Genau, das ist Wahnsinn, aber das geht, das ist machbar, das haben wir gelernt, bei Meister Karsch in Berlin, in der Galerie Nierendorf.

P.B. (Aus den unveröffentlichten Galeriememoiren)


Walter Gramatté, Mädchen mit blauen Schuhen WALTER GRAMATTÉ
(1897−1929)
Mädchen mit blauen Schuhen   1927
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 67)
George Grosz, Louise und Evelyn
GEORGE GROSZ   (1893−1959)
Louise und Evelyn   1926
Bleistift
(Kat.−Nr. 72)


Paul Kühn, Rote Tulpen PAUL KÜHN
(1885−1981)
Rote Tulpen   um 1920
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 122)

Alptraumartig ist mir der Beginn der Hängeaktion unserer ersten Überblicksausstellung überdeutlich vor dem Auge der Erinnerung: Ich sehe mich auf einem Graphikschrank stehen und versuchen mit nach oben gereckten Armen das erste Bild in der rechten oberen Ecke des Hauptraumes der Galerie unter der Decke zu befestigen.

P.B. (Aus den unveröffentlichten Galeriememoiren)


Carl Lohse, Ruhender Arbeiter CARL LOHSE   (1895−1965)
Ruhender Arbeiter   um 1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 138)

Wolfgang Niederhagen, Nächtlicher Strand WOLFGANG NIEDERHAGEN
(*1933)
Nächtlicher Strand   1971
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 157)
Otto Pankok, Beerdigungstag
OTTO PANKOK
(1893−1966)
Beerdigungstag
1925
Radierung
(Kat.−Nr. 167)

Und irgendwann hatte ich meine erste Fünferreihe fertig, einigermaßen gerade. Aber ich schwor mir bei der Seele meines Künstlervaters Carl und dem über den Wassern schwebenden Weltgeist meines Lehrmeisters Hegel, in Zukunft eine solch mörderische Überblicksausstellung zu verhindern. Es gelang mir nicht ganz. 1982 und 83 gab es keine Überblicksausstellung. Aber dann 1985: da begann der regelmäßige Rhythmus des jährlichen Überblicks. Jahr um Jahr wiederholte sich der Streß. Diese Ausstellung war Jahr um Jahr erfolgreich, bei den Kunden beliebt wegen der Vielfalt des Angebots und wegen der großen Spanne der Preise − von hundert Mark aufwärts − , und für uns war sie eine gute Gelegenheit, Werke anzubieten, die in keine monographische oder thematische Ausstellung paßten.

P.B. (Aus den unveröffentlichten Galeriememoiren)


Gert H. Wollheim, Flatternde Ziegelsteine GERT H.WOLLHEIM
(1894−1974)
Flatternde Ziegelsteine   1921
Aquarell, Silberbronze und Tusche
(Kat.−Nr. 214)


zurück zum Seitenanfang

JANKEL ADLER − Im Exil

Arbeiten der Jahre 1933 bis 1949



17. November 2009 bis 30. Januar 2010


Jankel Adler, um 1947

Jankel Adler in seinem Londoner Atelier, um 1947

Katalogumschlag

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 49 Abbildungen, davon 22 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2009)
Bestell-Nr. 1043
Euro 5,−−


Wer ist Jankel Adler? − "Ein jüdischer Künstler polnischer Nationalität, der in seiner deutschen Wahlheimat internationales Ansehen erlangt hatte, bevor ihn der Nationalsozialismus zur Flucht zwang..." So lesen wir im Vorwort des Kataloges zur großen Adler−Retrospektive, die 1985/86 in Düsseldorf, Tel Aviv und Lodz zu sehen war.

Selbst mit verschränkten Armen Selbst mit verschränkten Armen    um 1943
Kugelstift
(Kat.−Nr. 16)
Selbstbildnis
Selbstbildnis    um 1940
Tuschpinsel
(Kat.−Nr. 3)

1895 wird Jankel Adler in Polen in der Nähe von Lodz geboren als achtes von 10 Kindern einer streng−gläubigen jüdischen Familie. 1913 kommt er nach Deutschland, wo er zunächst in Wuppertal bei Geschwistern lebt und an der Kunstgewerbeschule bei Gustav Wiethüchter studiert. Ab 1920 lebt er in Düsseldorf, verkehrt im Kreise des "Aktivistenbundes" und bei Johanna Ey und entwickelt sich zu einem der wichtigsten Künstler des "Jungen Rheinland". Seine von ostjüdischer Mystik und westeuropäischer Formensprache geprägten Bilder beeindrucken nicht nur seine rheinischen Künstlerkollegen, sondern lassen ihn zu einem jüdischen Künstler von europäischem Rang werden.

Nachdenkende und stehendes Mädchen Nachdenkende und stehendes Mädchen    um 1940
Bleistift
(Kat.−Nr. 7)
Kopf eines Mädchens mit langem Haar
Kopf eines Mädchens mit langem Haar   um 1940
Tuschpinsel
(Kat.−Nr. 5)

Auf einem Stuhl Sitzende Auf einem Stuhl Sitzende    um 1940
Bleistift
(Kat.−Nr. 10)
Großer Kopf
Großer Kopf   um 1940
Tusche
(Kat.−Nr. 9)

1933 flieht Adler auf Anraten seiner Freunde von Düsseldorf nach Paris. 1935 geht er nach Polen, wo die erste große Einzelausstellung Adlers stattfindet. 1937−39 lebt er wieder in Frankreich. Nach dem deutschen Überfall auf Polen meldet er sich 1940 freiwillig zur polnischen Exilarmee in Frankreich und kommt mit dieser nach Großbritannien. 1941 aus gesundheitlichen Gründen aus der Armee entlassen, lebt er bis 1943 in Glasgow, Schottland. 1943 übersiedelt er nach London, wo er zu einer einflußreichen Figur innerhalb der jungen britischen Künstlerszene wird. 1949 erliegt Jankel Adler 53jährig einem Herzinfarkt in London.

Stehende und Skulptur Stehende und Skulptur    um 1945
Bleistift
(Kat.−Nr. 47)
Mädchenakt im Tub
Mädchenakt im Tub   um 1945
Aquarell
(Kat.−Nr. 39)

Figürliche Szene (im Mondschein) Figürliche Szene (im Mondschein)    um 1945
Aquarell, Tusche und Farbstifte
(Kat.−Nr. 42)
Mädchen am Tisch
Mädchen am Tisch    um 1945
Graue Deckfarbe
(Kat.−Nr. 40)

Adlers Bilder und Arbeiten auf Papier der Jahre 1933 bis 1949, die wir hier zeigen, sind eindrucksvolle Dokumente einer künstlerischen Selbstbehauptung und Selbstfindung im Exil. Die Mehrzahl der hier ausgestellten Werke entstammen dem Londoner Nachlaß des Künstlers und werden erstmalig öffentlich gezeigt.

Weibliche Figur in Braun und Blau Weibliche Figur in Braun und Blau    um 1947
Aquarell
(Kat.−Nr. 57)
Liegende
Liegende    1945
Deckfarben
(Kat.−Nr. 48)

Betrachtet man eine für Adlers Gesamtwerk typische Thematik wie die weibliche Gestalt, die im Frühwerk streng und unnahbar, verschlossen und unberührbar ins Bild tritt, so offenbaren die späten Blätter eine überraschende Spontaneität, Direktheit und Sinnlichkeit, mit der sich Adler der weiblichen Gestalt in ihrer Körperlichkeit bemächtigt, getrieben von einer ungestümen, nicht minder sinnlichen Pinselführung.
Bei dieser Form und Inhalt bestimmenden Sinnlichkeit bleibt Adler jedoch nicht stehen, sein ästhetisches Bemühen zielt weiter, es zielt auf die absolute Form, es ist der Versuch, der weiblichen Gestalt, der liegenden, stehenden oder sitzenden Figur formale Geschlossenheit, figurative Einfachheit und plastische Monumentalität zu verleihen.

P.B. (Aus dem Katalog der Jankel−Adler−Ausstellung 1985/86)


Große Figurengruppe Große Figurengruppe
um 1948
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 60)

mehr zu Jankel Adler zurück zum Seitenanfang

Von Angesicht zu Angesicht

Antlitz und Köpfe in der Kunst des 20. Jahrhunderts

8. September bis 1. November 2009

Mit Werken von
Jankel Adler, Horst Antes, Carl Barth, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Ernst Bursche,
Otto Dix, Ewald Dülberg, Alois Erbach, Conrad Felixmüller, Walter Gramatté, Raoul Hausmann, Werner Heuser, Hannah Höch, Max Kaus, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lachnit, Paula Lauenstein,
Carl Lauterbach, Peter Ludwigs, August Macke, Jeanne Mammen, Heinrich Nauen, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Pablo Picasso, Hans Rilke, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler,
Karl Schmidt−Rottluff, Karl Schwesig, Franz W. Seiwert und Gert H. Wollheim

Katalogumschlag

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 28 Abbildungen, davon 19 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2009)
Bestell-Nr. 2020
Euro 5,−−


Initialzündung für die Ausstellung war ein Bild von Carl Barth aus dem Jahre 1949 mit dem Titel Antlitz und Köpfe. Es zeigt drei Köpfe frontal dem Betrachter zugewandt: in der Mitte einen Christuskopf, flankiert von zwei Soldatenköpfen rechts und links. Dieses Nebeneinander und Miteinander von leidendem Antlitz und martialisch−versteinerten Gesichtern brachte uns auf die Idee, eine ganze Ausstellung dem menschlichen Antlitz zu widmen und die mannigfachen Ausprägungen und Ausdrucksformen des Gesichts auszuloten. Es schien uns eine lohnende Aufgabe, dem Thema des Kopfes, des Gesichts als wesentlichem Teil der künstlerischen Menschendarstellung nachzugehen und das Angesicht des Menschen als Spiegel der Seele, aber auch als Grundform künstlerischer Gestaltung in Bildern, Zeichnungen und Druckgraphiken zur Anschauung zu bringen.

Carl Barth, Antlitz und Köpfe CARL BARTH (1896−1976)
Antlitz und Köpfe   1947
Tempera auf Leinwand
(Kat.−Nr. 8)

So kann man nun in dieser Ausstellung von Angesicht zu Angesicht schreiten und nicht nur die unterschiedlichsten Physiognomien betrachten und vergleichen, sondern auch die vielfältigen künstlerischen Methoden studieren, die Gesichtszüge eines Menschen zu erfassen und darzustellen.
Im ersten Raum der Ausstellung finden wir ausschließlich Selbstbildnisse der Künstler, denn die Darstellung des eigenen Gesichts, die Erforschung der eigenen Identität war für die Künstler eine hervorragende Aufgabe der Selbstfindung und Realitätserfahrung. Hier finden wir Selbstbildnisse von Max Beckmann und Otto Dix, Otto Pankok und Gert Wollheim, Conrad Felixmüller und Jankel Adler, Karl Schwesig und Walter Gramatté, Hannah Höch und anderen.

Walter Gramatté, Selbst als Katze WALTER GRAMATTÉ (1897−1918)
Selbst als Katze   1923
Aquarell
(Kat.−Nr. 39)
Gottfried Brockmann, Selbstbildnis mit Muschel
GOTTFRIED BROCKMANN (1903−1983)
Selbstbildnis mit Muschel   1951
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 19)

Die 20er Jahre − die wesentliche Zeit unserer Ausstellung − beginnen nach dem Ersten Weltkrieg plakativ mit Schmidt−Rottluffs großem in Holz geschnittenem Christus−Kopf. Exemplarische Bildnisse reihen sich nun aneinander, Beckmanns Radierung Die Gähnenden, Otto Dixens aquarelliertes Porträt Lorenz Nierendorf, Felixmüllers Zeichnung Mein Vater, Walter Opheys Geistlicher Herr, Karl Schwesigs Marineporträt, Gert Wollheims Theaterdirektor. Mit Felixmüllers Industriearbeiter, Franz Wilhelm Seiwerts Demonstration: Arbeit − Brot und Käthe Kollwitz' Gefangenen, Musik hörend wird das Gesicht der sozialen Unruhen und Kämpfe der 20er Jahren erkennbar, George Grosz steuert die Gesichter des Großbürgertums unter dem Titel Parasiten bei.

Conrad FelixmÜller, Mein Vater CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Mein Vater   1919
Bleistift
(Kat.−Nr. 29)
Otto Dix, Lorenz Nierendorf
OTTO DIX (1891−1969)
Lorenz Nierendorf   1923
Aquarell, Bleistift und Deckfarben
(Kat.−Nr. 22)

Das Gesicht der 30er Jahre wird mit Karl Schwesigs Häftlingsporträts von 1933 eingeführt. Hannah Höchs großes Gemälde Angst muß hier erwähnt werden ebenso wie Otto Pankoks Zigeunerbildnisse.


Karl Schwesig, Marineporträt KARL SCHWESIG (1898−1955)
Marineporträt   1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 83)
Käthe Kollwitz, Gefangene, Musik hörend II
KÄTHE KOLLWITZ
Gefangene, Musik hörend II   1925
Lithographie (Kat.−Nr. 50)

In der Nachkriegszeit rückt die internationale Moderne wieder ins Blickfeld. Picassos "Frauenbildnis" von 1955 steht für diese Entwicklung, die für die deutsche Kunst neue Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Carl Barths Gemälde "Neptun" von 1961 und Horst Antes' Aquarell "Paar im Raum" von 1964, die unsere Ausstellung beschließen, können diese Entwicklung nur andeuten.

In den 100 Werken dieser Ausstellung, Köpfen, Gesichtern, Selbstbildnissen und Porträts blicken wir in das Gesicht fast eines ganzen Jahrhunderts, in ihnen spiegelt sich nicht nur die individuelle, sondern auch die gesellschaftliche Geschichte von Menschen. Wir blicken wir in das Gesicht des 20. Jahrhunderts − von Angesicht zu Angesichts.

Karl Schwesig, Politischer Häftling KARL SCHWESIG
(1898−1955)
Politischer Häftling   1933
Kohle
(Kat.−Nr. 89)
Carl Barth, Neptun
CARL BARTH (1896−1976)
Neptun   1961
Öl auf Leinwand (Kat.−Nr. 10)

zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2009

Künstler der Galerie

19. Mai bis 29. Juli 2009

Mit Werken von
Jankel Adler, Horst Antes, Gerd Arntz, Carl Barth, Ernst Barlach, Curt Beckmann, Max Beckmann, Josef Bell, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert, Max Burchartz, Heinrich Campendonk,
Max Clarenbach, Otto Dix, Josef Eberz, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Werner Gilles, Otto Gleichmann, Bruno Goller, Walter Gramatté, Curt Großpietsch, George Grosz, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Marta Hegemann, Hannah Höch, Heinrich Hoerle, Karl Hofer,
Karl Hubbuch, Fritz Huhnen, Franz M. Jansen, Käthe Kollwitz, Hanns Kralik,
Bernhard Kretzschmar, Paul Kühn, Peter Ludwigs, Marie von Malachowski−Nauen,
Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Walter Ophey, Otto Pankok, Pablo Picasso, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Karl Schwesig, Franz W. Seiwert,
Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase, E.A. Weber und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2009 Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und Preisen
Euro 3,−−

Lyonel Feininger, Architektur LYONEL FEININGER (1871−1956)
Architektur   1963
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 58)
Carl Barth, Amerikanerin
CARL BARTH (1896−1976)
Amerikanerin   1963
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 26)

Jedes Frühjahr wieder sehnlichst erwartet wird der kleinformatige Überblickskatalog, der in jede Damenhandtasche und jedes Herrenjacket paßt und der − wie uns hinter vorgehaltener Hand berichtet wird − an jedem Ort und auf jedem Örtchen studiert werden kann.

Aus dem Vorwort des Kataloges "25 Jahre Remmert und Barth"


Bernhard Kretzschmar, Sonntag in Döbeln FRANZ M. JANSEN
(1885−1958)
Sonntag in Döbeln   1921
Radierung
(Kat.−Nr. 120)
Paul Kühn, Gasse in Wuppertal−Elberfeld
PAUL KÜHN (1885−1981)
Gasse in Wuppertal−Elberfeld
1919
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 125)

Walter Ophey, Schloß Pyrmont WALTER OPHEY (1882−1930)
Schloß Pyrmont   um 1920
Farbkreiden (Kat.−Nr. 143)
Christian Rohlfs, Die Rückkehr des verlorenen Sohnes
CHRISTIAN ROHLFS
(1849−1938)
Die Rückkehr des verlorenen Sohnes   1916
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 156)

zurück zum Seitenanfang



Mit Kunstverstand und Leidenschaft

Eine rheinische Privatsammlung

3. März bis 15. April 2009


50 Werke von über 20 Künstlern:

Jankel Adler, Carl Barth, Georg Baumgarten, Gottfried Brockmann, Theo Champion, Otto Dix, Ewald Dülberg, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Adolf de Haer, Reinhard Hilker, Hannah Höch, J.B.H. Hundt, Curt Lahs, Julo Levin,
Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Christian Rohlfs, Karl Schwesig, Lasar Segall, Adalbert Trillhaase, Gustav Wiethüchter und
Gert H. Wollheim


Katalogumschlag

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 17 Abbildungen, davon 9 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2009)
Bestell-Nr. 2019
Euro 5,−−


Ein rheinisches Sammler-Ehepaar

Über 25 Jahre haben sie gesammelt. Seit Anfang der 1980er Jahre verfolgten sie aufmerksam den Werdegang unserer Galerie. Sie besuchten jede Ausstellung, betrachteten aufmerksam die Bilder, studierten interessiert die Preisliste. Und kauften hin und wieder ein Blatt, eine kleine Skizze, einen unsignierten Holzschnitt, dann eine Zeichnung, ein Aquarell, ein Gemälde, immer natürlich nach Maßgabe ihres Budgets und den Möglichkeiten der Wände ihres Hauses. Sie erwarben Stück um Stück, beratungsbedürftig zunächst, alsbald jedoch mit Kunstverstand und Leidenschaft − gemäß der Devise: Kunst macht glücklich! Ein rheinisches Sammlerehepaar, das namentlich nicht genannt werden möchte (doch zur Eröffnung dieser Ausstellung vielleicht unter den Gästen weilen wird).

So entstand über die Jahre eine beachtliche Sammlung von kleinen und größeren künstlerischen Schätzen, vornehmlich aus dem Künstlerkreis des Jungen Rheinlands und der Künstlermutter Johanna Ey, wie es dem Programm unserer Galerie entspricht, mit Seitensprüngen − auch dies programmgemäß − beispielsweise zu der Berliner Dadaistin Hannah Höch.

Nun kommen diese Werke vorübergehend zu uns zurück, für uns ein freudiges Wiedersehen mit Kindern, die uns vor Jahren verlassen haben. Doch diese Werke machen bei uns nur Zwischenstation, um alsbald wieder in die Welt hinaus− und in andere begehrliche Hände überzugehen. Denn diese Sammlung steht zum Verkauf.

Aus Altersgründen hat unser rheinisches Sammlerpaar sich entschlossen, seine Schätze wieder in die Öffentlichkeit zu tragen und sie dem kulturellen Kreislauf des Sammelns, des Erwerbens, Besitzens und Weitergebens, anzuvertrauen. Mögen die neuen Besitzer sich mit ähnlicher Leidenschaft und vergleichbarem Kunstverstand dieser Werke annehmen, wie es unser verehrtes Sammlerpaar getan hat, dem wir für seine Treue zu unserer Galerie danken.

P.B.


zurück zum Seitenanfang


  Gerd Arntz, 1924
(Foto August Sander)

Gerd Arntz, 1925



GERD ARNTZ

im Kreise von Freunden und Kollegen

Jankel Adler   Gottfried Brockmann   Otto Freundlich
Marta Hegemann   Heinrich Hoerle   Franz W. Seiwert


25. November 2008 bis 31. Januar 2009



Katalogumschlag

KATALOG
16 Seiten, 31 Abbildungen, davon 9 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2008)
Bestell-Nr. 2018
Euro 5,−−


GERD ARNTZ gehört zum Kreis der sogenannten "Kölner Progressiven" um Franz Wilhelm Seiwert und Heinrich Hoerle, die in den 1920er Jahren mit einem politisch motivierten figurativen Konstruktivismus in die europäische Kunstszene eingriffen.

Gerd Arntz wurde 1900 in Remscheid geboren. 1920 lernte er im "Aktivistenbund" in Düsseldorf den Maler Jankel Adler kennen, der ihn mit seinen radikalen Kölner Weggefährten Franz W. Seiwert und Heinrich Hoerle bekanntmachte. Hoerle und Seiwerts revolutionäre Gesinnung und der rationale und konstruktive Bildaufbau ihrer Werke beeinflußten Arntz sehr. Weitere Künstler−Freunde in diesem Kreis waren die Kölner Anton Räderscheidt und seine Frau Marta Hegemann, der international tätige Avantgardist Otto Freundlich, der zwischen Berlin, Paris und Köln unterwegs war, und auch der zunächst in Köln als Schüler Hoerles und dann in Düsseldorf eigenständig arbeitende Gottfried Brockmann.

Gerd Arntz, der von 1924 bis 1929 in Düsseldorf lebte, war Mitglied des "Jungen Rheinlands" und gehörte zum Kreis um die legendäre Kunsthändlerin Johanna Ey. Er entwickelte die Kunstform des Holzschnittes zu einem perfekten Medium vielschichtiger und differenzierter bildmäßiger Aussage. 1929 ging Arntz als künstlerischer Leiter des Gesellschafts− und Wirtschaftsmuseums nach Wien. 1934 emigierte er in die Niederlande. 1988 ist Gerd Arntz in Den Haag gestorben.


Gerd Arntz, Feierabend GERD ARNTZ
Feierabend

1931/1979
Holzstock, bemalt
(Kat.−Nr. 5)

"Nachdem die Aufstände an Rhein und Ruhr unterdrückt worden waren, kehrte ich nur langsam zurück zu meinem Leben an der Kunstschule und zum Holzschneiden. Inzwischen hatte ich den Maler Jankel Adler kennengelernt. Unsere Freundinnen Agnes Thubeauville und Betty Kohlhaas wohnten im selben Haus. Durch Adler machte ich im Herbst 1920 flüchtig Bekanntschaft mit den Kölner Malern, die damals die Gruppe "stupid" bildeten. Es waren Heinrich Hoerle und seine Frau Angelika, Franz W. Seiwert und das Ehepaar Räderscheidt.

Die Schule von Kunowski hatte ich aufgegeben. Aber weil meine Eltern wünschten, daß ich doch etwas lernte, ging ich im Herbst 1921 pro forma auf die Kunstgewerbeschule in Barmen zu Professor Wiethüchter, dessen Atelier Jankel Adler damals benutzen durfte. Ab und zu besuchte uns Franz W. Seiwert; seine Gespräche und seine mit großem Ernst dargelegten Ansichten machten starken Eindruck auf mich."

Gerd Arntz, 1970er Jahre


Jankel Adler, Sitzender weiblicher Akt JANKEL ADLER (1895−1949)
Sitzender weiblicher Akt

um 1927
Tusche, Sand und Gips auf Papier
(Kat.−Nr. 24)
Gerd Arntz, Karussell
GOTTFRIED BROCKMANN (1903-1983)
Aus einem Topf Essende
1924
Bleistift
(Kat.−Nr. 30)

"Um etwas zu meinen Arbeiten zu schreiben: Seit 1920 zerreiße ich alles was nicht auf Holz gezeichnet ist und nicht geschnitten werden kann. Das Material liegt mir sehr, weil, abgesehen davon, daß das Schneiden sehr schön ist, mir das Holz die Möglichkeit bietet, durch ausgehobene höhere und tiefere Flächen und Linien mein plastische Gefühl zu befriedigen. Das Drucken kommt bei mir als zweites. Da ich überhaupt fast nur Graphiker bin und mich in der Zeichnung ganz auf Schwarz−Weiß mit wenigen Abstufungen beschränke, mußte ich zum Holzschnitt gelangen, wie er auch der heutigen Form entgegen− kommt. Doch faßte ich ihn nicht als reines Reproduktionsmittel an und lange arbeitete ich nur die Stöcke, ohne Abzüge machen zu wollen. Der Wunsch, fest und dauerhaft zu arbeiten, brachte mich dahin, womit ich nicht die Haltbarkeit durch Jahrhunderte meine, denn ich bin froh, das Holz schneller kaputt geht als Eisen und Stein. Es existiert schon so viel was schneller verschwinden sollte; vielleicht helfen diese Drucke neben anderem dazu mit."

Gerd Arntz, 1925


Franz W. Seiwert, Madonna FRANZ W. SEIWERT (1894-1933)
Madonna
1918
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 47)
Heinrich Hoerle, Stilleben mit Birnen und Traube
HEINRICH HOERLE (1895-1936)
1927
Mischtechnik
(Kat.−Nr. 45)

"Gerd Arntz schneidet in seine Platten Bilder der Arbeit und Bilder der Arbeitenden: Streckenarbeiter, Schleppkähne, Eisenbahnen, Hinterhäuser, Vorstadtzäune, Arbeiterkolonie, dazwischen das Vorstadttheater und 'An Amerika'. Er schneidet das alles mit einem in Deutschland ungewohnten Mangel an Sentimentalität. Einfach, Tatsache, so ist es. Dabei in der Form vereinfacht bis zum Symbol."

Franz W. Seiwert über Gerd Arntz, 1925


Gerd Arntz, Das Jahr GERD ARNTZ
Das Jahr
1956
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 12)
Gerd Arntz, Television
GERD ARNTZ
Television
1967
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 19)

"Gerd Arntz hat eine sichere Hand. Wenn er seine Holzschnitte macht, so zieht das Messer die geraden Linien durch, haarscharf, bis ans Ende. Die schwarzen Flächen sind herausgemeißelt und stehen hart und fest da. Die Holzschnittplatte ist gearbeitet wie ein gutes Relief. In seinem Blut pulst das Blut alter Handwerkerfamilien, die exakt arbeitende Werkzeuge bauten. Im Mittelalter hätte er in Brabant gesessen und große Tafeln geschnitzt in Chorstühlen und Altären. Man muß seine Holzplatten in die Hand nehmen, sie fühlen sich an wie gutes altes Handwerk. Es überträgt sich durch sie eine Spannung auf unseren Körper, eine wohltuende Wärme, die uns den Arbeitsprozeß bei der Entstehung des Werkes nachfühlen lä ßt. Dabei ist das, was er arbeitet, nicht entgegenkommend, es ist genau so hart wie das Holz. Es verlangt zunächst mehr von dem Betrachter, als es einfach gibt. Und erst wenn der Betrachter den Willen zeigt, einzudringen und mitzuarbeiten am Werk, zeigt sich ihm die Schönheit und Ausgeglichenheit seiner inneren Struktur."

Franz W. Seiwert über Gerd Arntz, 1925


Gerd Arntz, um 1980
Gerd Arntz, um 1980

mehr zu Gerd Arntz zurück zum Seitenanfang

Gottfried Brockmann, 1924
Gottfried Brockmann, 1924

GOTTFRIED BROCKMANN

1903 bis 1983

Ausgewählte Werke

9. September bis 8. November 2008



Katalogumschlag KATALOG
mit einem Text des Künstlers
sowie Texten von Uli Bohnen und Jan Brockmann
112 Seiten mit 140 Abbildungen
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 10,−−
(Bestell-Nr. 1042)

Wir weisen darauf hin,
daß auch unser 2006 erschienener Katalog
Gottfried Brockmann
1903−1983
Gemälde und Arbeiten auf Papier

noch verfügbar ist
(Bestell-Nr. 1039 / Euro 14,−−)

140 Arbeiten werden gezeigt, aus den Jahren 1922−1960, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphiken und Drahtplastiken.


Gottfried Brockmann, Friseur−Attrappe II Friseur−Attrappe II
um 1923
Bleistift, aquarelliert
(Kat.−Nr. 23)
Gottfried Brockmann, Drahtfigurine II
Drahtfigurine II
1923
Bleistift
(Kat.−Nr. 17)

Gottfried Brockmann, Figurinen im Raum Figurinen im Raum
1925
Mischtechnik
(Kat.−Nr. 36)
Gottfried Brockmann, Sitzende Figurinen auf einer Bank
Sitzende Figurinen auf einer Bank
1925
Deckfarben und Tusche
(Kat.−Nr. 37)

Geboren 1903 in Köln, lernt Brockmann 1920 Heinrich Hoerle kennen, wird sein Schüler und entwickelt seine eigene Kunstauffassung in enger Verbindung und kritischer Auseinandersetzung mit der sich bildenen "Gruppe Progressiver Künstler" um Hoerle und Seiwert.
1926 siedelt er nach Düsseldorf über und beginnt ein Studium an der dortigen Kunstakademie, 1928 wird er Meisterschüler bei Heinrich Campendonk. 1932 erhält er einen Lehrauftrag an der Akademie und wird Vorstandsmitglied der "Rheinischen Sezession".
1933 erhält er Akademieverbot und entzieht sich den NS−Anfeindungen durch Flucht nach Berlin, wo er bis 1942 handwerklichen Tätigkeiten als Broterwerb nachgeht. 1942−45 wird er zum Kriegsdienst eingezogen. 1945−52 lebt er in Hof an der Saale. 1952 siedelt er nach Kiel über, wo er Kulturreferent der Stadt wird und von 1955−70 die Werkkunstschule leitet. 1983 stirbt Brockmann in Kiel.


Gottfried Brockmann, Der Prinzipienreiter (Steckenpferd) Der Prinzipienreiter (Steckenpferd)
um 1928
Tusche
(Kat.−Nr. 80)
Gottfried Brockmann, Der Illusionist
Der Illusionist
um 1928
Tusche
(Kat.−Nr. 82)

Gottfried Brockmann, Tiere (Sechs Skizzen) Tiere (Sechs Skizzen)
um 1928
Tusche, Farb− und Bleistift
sowieCollage auf einen Karton montiert
(Kat.−Nr. 89)
Gottfried Brockmann, Hahn
Hahn
1930
Blei− und Farbstift auf Pergamin
(Kat.−Nr. 102)

Gottfried Brockmann, Das Rote Meer Das Rote Meer
1934
Mischtechnik auf Malkarton
(Kat.−Nr. 113)
Gottfried Brockmann, "Deus ex machina"
"Deus ex machina"
1935
Tempera auf Malkarton
(Kat.−Nr. 114)

Gottfried Brockmann, "Dilldopp" (Kreisel) Lehrstück: Niederländische Küche
1951
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 5)
Gottfried Brockmann, Selbstbildnis mit Muschel
"Dilldopp" (Kreisel)
um 1955
Collage und Mischtechnik auf Karton
(Kat.−Nr. 131)

mehr zu Gottfried Brockmann zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2008
Künstler der Galerie von Jankel Adler bis Gert H. Wollheim

3. Juni bis 24. August 2008

Mit Werken von
Jankel Adler, Horst Antes, Carl Barth, Georg Baumgarten, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert, Theo Champion, Heinrich Campendonk, Otto Dix, Max Ernst, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Otto Gleichmann, Bruno Goller, Walter Gramatté, HAP Grieshaber, George Grosz, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Marta Hegemann, Hannah Höch, Adolf Hoelzel, J.B.H. Hundt, Max Kaus, Käthe Kollwitz, Hanns Kralik, Bernhard Kretzschmar, Will Küpper, Wilhelm Lachnit, Curt Lahs, Paula Lauenstein, August Macke, Marie von Malachowski−Nauen, Ewald Mataré, Ernst Mollenhauer, Johannes Molzahn, Heinrich Nauen, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Anton Räderscheidt, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Hermann Schmitz, Werner Schramm, Karl Schwesig, Max Schwimmer, E.A. Weber, Gustav Wiethüchter und Gert H. Wollheim

Werner Schramm, Mademoiselle Paulette Kleinbildkatalog mit über 190 Abbildungen (aller ausgestellten Werke) und Preisen
Euro 3,−−

Jankel Adler, Sitzender bärtiger Mann mit Mütze JANKEL ADLER (1895−1949)
Sitzender bärtiger Mann mit Mütze
um 1924
Radierung
(Kat.−Nr. 3)
Carl Barth, Blaue Nacht im Gebirge
CARL BARTH (1896−1976)
Blaue Nacht im Gebirge   1959
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 15)

Gottfried Brockmann, Nachdenkender GOTTFRIED BROCKMANN (1903−1983)
Nachdenkender   1922/23
Bleistift
(Kat.−Nr. 22)
Otto Dix, Begräbnis
OTTO DIX (1891−1969)
Begräbnis   1922
Radierung
(Kat.−Nr. 35)

Gert H. Wollheim, Eine Dienstmagd zu Tode gemartert GERT H. WOLLHEIM (1894−1974)
Eine Dienstmagd zu Tode gemartert   1921
Aquarell, Farbstifte, Tusche und Collage
(Kat.−Nr. 185)
Gert H. Wollheim, Der Streit
GERT H. WOLLHEIM
Der Streit
   1920
Tusche
(Kat.−Nr. 189)

zurück zum Seitenanfang


Die fantastische Welt der Hannah Höch

Die Puppe Balsamine und der Zauberbusch



22. Januar bis 10. April 2008




Hannah Höch, 1915

Hannah Höch, 1915
Katalogumschlag KATALOG
mit Texten der Künstlerin , einer biographischen Dokumentation mit 30 Abbildungen,
einer Einführung von Peter Barth sowie dem Original−Linolschnitt "Spiegelung", um 1965
144 Seiten, 120 Werkabbildungen von Hannah Höch,
20 Werkabbildungen von Raoul Hausmann
Format 24 x 17 cm
in Leinen gebunden mit Schutzumschlag
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Euro 35,−−
(Bestell-Nr. 3007)

Hannah Höch, geboren 1889 in Gotha in Thüringen, gestorben 1978 in Berlin, zählt zu den großen deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Als einzige weibliche Mitstreiterin in der Berliner Dada−Bewegung um 1920, an der Seite von Raoul Hausmann und befreundet mit Kurt Schwitters, war sie an der Entwicklung der dadaistischen Kunstform der Fotomontage wesentlich beteiligt. Hannah Höch hat ein Lebenswerk geschaffen, das faszinierend ist in seiner Vielfalt und eine künstlerische Souveränität offenbart, der die unterschiedlichsten Techniken, Stile und Materiali-en zur Verfügung standen. Expressive und konstruktive, kubistische und surrealistische, neu−sachliche und abstrakte Bildfindung beherrschte sie gleichermaßen. Der Kunstform der Fotomontage blieb sie bis zu ihrem Lebensende treu. Hannah Höch "malte" mit Pinsel, Feder und Schere. Das Prinzip der Collage und Montage war ihr künstlerisches Lebensprinzip. Internationale Anerkennung errang ihr Werk in den letzten dreißig Jahren durch museale Ausstellungen in London, Paris, Mailand, Berlin, Kyoto, Los Angeles, New York und Madrid. Derzeit ist eine repräsentative Hannah−Höch−Ausstellung in Basel/Schweiz im Museum Tinguely zu sehen (Januar bis April 2008).

Der vorliegende Katalog enthält 120 Werkabbildungen von Hannah Höch, 20 von Raoul Hausmann und 30 dokumentarische Abbildungen, Texte der Künstlerin zum Begriff der "Fantastischen Kunst" und der "Fotomontage" sowie eine Einführung von Peter Barth. Außerdem ist der Katalog mit einem Original−Linolschnitt ausgestattet.


Raoul Hausmann und Hannah Höch, 1915
Raoul Hausmann und
Hannah Höch
Berlin 1915


Hausmann, Bildnis Hannah Höch (recto) RAOUL HAUSMANN (1886−1971)

Bildnis Hannah Höch
   1915
Kohle, laviert
(Kat.−Nr. 124)
Hausmann, Bildnis Hannah Höch (verso)
motivgleiche Zeichnung auf der Rückseite (Kat.−Nr. 124)


Presse−Echo – aktuell

Hannah Höch: Mit der Schere in die Kunstgeschichte

"Ihre Position in der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts hat sich Hannah Höch mit der Schere erobert: Die Künstlerin ist Schöpferin oft grotesker Fotocollagen auf der Grenzlinie zwischen Komik und surrealer Abgründigkeit.
Das allerdings viel facettenreichere Lebenswerk von Hannah Höch (1889−1978) aus rund 60 Schaffensjahren breitet vom 22. Januar bis 10. April die Düsseldorfer Galerie Remmert und Barth aus. Die museumswürdige Werkschau der selten, aber dennoch international präsentierten Künstlerin zeigt etwa 130 Zeichnungen, Grafiken, Gemälde und eine Reihe ihrer Montagen zwischen Konstruktivismus und Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und abstrakten Bildfindungen."

dpa Düsseldorf, 21. Januar 2008



Zu einem Märchen I (Der schöne Vogel) Zu einem Märchen II (Der Der Lauscher) Zu einem Märchen III (Das Vogeltribunal)
Der schöne Vogel Der Lauscher Das Vogeltribunal
Zu einem Märchen IV (Die Kutschfahrt) Zu einem Märchen V (Der kranke Frosch in der Spielzeugwerkstatt) Zu einem Märchen
1945/46
5 Aquarelle
(Kat.Nrn. 56-60)
Die Kutschfahrt Der kranke Frosch
in der Spielzeugwerkstatt


Presse−Echo – aktuell

Gegengift Fantasie
Susanne Schreiber

"Bubikopf und große, fragende Augen, avantgardistisch und unbestechlich: So sah sich Hannah Höch (1889-1978) in einem Selbstporträt von 1929. Es transportiert auch ihre wilde Entschlossenheit, die Kunst zu erneuern und sie vor den Spießern zu bewahren. Das 'Selbstbildnis' ist eines der Hauptwerke der facettenreichen Ausstellung 'Die fantastische Welt der Hannah Höch' in der Galerie Remmert und Barth in Düsseldorf."

HANDELSBLATT, 8./9./10. Februar 2008



Statik Statik   um 1955
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 7)


Presse−Echo – aktuell

Eine ewig Lernende
Klaus Sebastian

"'Ich habe alles gemacht − und mich um Handschrift und Merkmal nie gekümmert', bekannte Hannah Höch einmal. Weil sie sich dagegen sträubte, einen für den Kunstmarkt tauglichen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln, blieb ihr schließlich auch die ganz große Karriere versagt...

Die Ausstellung bei Remmert und Barth spiegelt denn auch die ganze Vielseitigkeit des Oeuvres wider: Von den Dada−Puppen (auf einer Fotografie) über Katzenzeichnungen, konstruktivisten Versuchen, surrealen Aquarellen, Holzschnitten, Fotocollagen und Kriegsanklagen − Höch hat sich tatsächlich an allem versucht...

wie eine ewig Lernende bewahrte sich die Höch bis ins hohe Alter ihre Neugier und ihr Vertrauen auf die Kraft der Phantasie. 'Phantastische Kunst' empfand sie freilich nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Angriff auf die Unvollkommenheit der gesellschaftlichen Verhältnisse."

RHEINISCHE POST, 3. März 2008



Vorüberzeihende Form Vorüberzeihende Form
(Farbige Zeichnung IV aus der Serie 0)

1961
Aquarell und Tusche
(Kat.−Nr. 70)
Geschlossene Form
Geschlossene Form
(Farbige Zeichnung V aus der Serie 0)

1961
Aquarell und Tusche
(Kat.−Nr. 71)

mehr zu Hannah Höch zurück zum Seitenanfang

GROSSES EY WIR LOBEN DICH

Johanna Ey und ihr Künstlerkreis



4. September bis 17. November 2007


Johanna Ey, 1929

Johanna Ey, 1929

Katalogumschlag KATALOG
180 Seiten, 200 Werkabbildungen, davon 66 in Farbe,
60 dokumentarische Abbildungen,
mit einem Text von Peter Barth
Format 24 x 17 cm
in Leinen gebunden mit Schutzumschlag
Euro 45,−−


Mit Werken von
Jankel Adler, Carl Barth, Adam Bastian, Curt Beckmann, Gottfried Brockmann, Trude Brück, Heinrich Campendonk, Theo Champion, Otto Dix, Alois Erbach, Max Ernst, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Otto Freundlich, Richard Gessner, Werner Gilles, Bruno Goller, Otto Griebel, Adolf de Haer, Lisa Hartlieb−Rilke, Heinrich Heckroth, Marta Hegemann, Werner Heuser, Heinrich Hoerle, J. B. Hermann Hundt, Heinrich Kamps, Arthur Kaufmann, Will Küpper, Curt Lahs, Ulrich Leman, Julo Levin, Peter Ludwigs, Marie von Malachowski−Nauen, Heinz May, Heinrich Nauen, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Anton Räderscheidt, Hans Rilke, Christian Rohlfs, Jean Paul Schmitz, Werner Schramm, Karl Schwesig, Jacobo Sureda, Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase, Siegfried Trillhaase, Adolf Uzarski, Eberhard Viegener, Heinz Wever und Gert H. Wollheim



Otto Dix und Johanna Ey in Düsseldorf, 1924

Otto Dix und Johanna Ey in Düsseldorf, 1924
Foto: Hehmke-Winterer

JOHANNA EY (1864−1947) war in den 1920er Jahren Kunsthändlerin in Düsseldorf. Als "meistgemalte Frau Deutschlands" ging sie in die Kunstgeschichte ein. Als "Mutter Ey" wurde sie zur Legende − eine rundliche Frau um die Sechzig, aus einfachen Verhältnissen, mit Verständnis für die materiellen und persönlichen Nöte ihrer Künstler. Seit 1916 betrieb Johanna Ey eine Kunsthandlung für die konservative "Düsseldorfer Malerschule". Durch den Kontakt mit den aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrenden jungen rebellischen Künstlern − vor allem Otto Pankok und Gert Wollheim − entwickelte sie sich zur Kunsthändlerin für eine fortschrittliche "neue Kunst". 1921 zeigte sie die erste Einzelausstellung von Max Ernst in Deutschland. 1922 zog auf ihre Einladung hin Otto Dix von Dresden nach Düsseldorf. Ihr "Laden" mit dem Firmenschild NEUE KUNST FRAU EY wurde zum Zentrum der gesamten rheinischen Künstler−Avantgarde.

Die vorliegende Publikation läßt Leben und Wirken der bedeutenden Kunsthändlerin lebendig werden − mit 200 Werkabbildungen von 50 Künstlern, über 60 dokumentarischen Abbildungen, biographischen Daten zu allen Künstlern sowie einem Text, der viele Zitate aus Johanna Eys autobiographischen Aufzeichnungen enthält.


Otto Dix OTTO DIX (1891−1969)
Johanna Ey
als rettender Engel

   1922
Tusche
(Archiv Remmert und Barth)


grosses ey wir loben dich
ey wir preisen deine staerke
vor dir neigt das rheinland sich
und kauft gern und billig deine werke

max ernst, 1929


Adler, Sitzende am Tisch JANKEL ADLER (1895−1949)
Sitzende am Tisch
   um 1928
Bleistift
(Kat.−Nr. 4)


Deine Augen sind die leuchtenden, Erquickung spendenden Signale
dem Wanderer, der auf langem Wege kommt, Heimat hoffend.
Deine Hände sind Balsam auf müden, verzweifelten Seelen.
Deine Füße sind der sanfte Abendtritt des Schlafs.
Deine Zigaretten zerbeißen den Schmerz zerrissener Ehen.
Dein warmer Ofen ist Zentrum armer, obdachloser Gesellen.
O laß uns alle bei dir bleiben, der Tag hat sich geneigt, und es lechzt
der Mund nach Schnaps und hoher geistiger Zwiesprache.

Gert H. Wollheim, 1921



In der Düsseldorfer Altstadt fehlt ein Denkmal. Es sollte nicht weit von der Kunstakademie stehen, nicht weit von dem Haus Ratinger Straße 45, in dem der Dichter Immermann gelebt hat und gestorben ist und in dem Johanna Ey im Jahre 1910 ihre Bäckereifiliale eröffnete. Nicht viele Städte können sich rühmen, eine Person beherbergt zu haben, die so unzertrennlich ist von ihrer Geschichte wie Johanna Ey, und es gibt wenig Personen, die wie sie der Dankbarkeit ihrer Freunde so gute Gelegenheit geben, ihr ein Denkmal zu errichten.

Heinrich Böll, 1960



Johanna Eys Herz schlug für die Leidenden und Unterdrückten, von den "reinen Formen" verstand sie nicht viel. Instinktiv begriff sie, was Otto Dix mit seinen Schützengrabenbildern, Wollheim mit seinem "Verwundeten" sagen wollte. Sie empfand auch, wie sie es in ihrer unverbildeten Sprache ausdrückte, früh das "Unheimliche" in den Bildern von Max Ernst und wagte als erste, sie auszustellen.

Anna Klapheck, 1977


Pudlich, Porträt Johanna Ey ROBERT PUDLICH (1905−1962)
Porträt Johanna Ey
   1930
Öl auf Holz
(Kat.−Nr. 127)


Im Gegensatz zu gewitzten Kunsthändlern wie Karl und Joseph Nierendorf, Andreas Becker oder Alfred Flechtheim hatte die legendäre Mutter Ey aus Düsseldorf all ihre mütterlichen Gefühle von ihrem betrunkenen Braumeister und zwölf Kindern auf die kämpfenden Avantgarde-Künstler übertragen, wo immer sie zu finden waren.
Sie war von enormem Umfang, und wenn sie ging, bebte alles, auch sie selber. Ich entsinne mich des freundlichen Augenzwinkerns hinter der Stahlbrille, und viele Künstler jener Zeit erinnerten sich an die fürstlichen Inflationsmark−Beträge, die sie für ihre Werke zahlte und die wenigstens wieder eine Tüte Lebensmittel bedeuteten oder sogar die Miete.

Jimmy Ernst, 1984



Presse−Echo – aktuell

Großes Ey, wir loben dich!
Ulrike Merten

Als rettender Engel schwebt Johanna Ey herbei − ein freundliches Lächeln im runden Gesicht, einen 2000er−Schein in der Hand. Mit wenigen Strichen illustrierte Otto Dix um 1922 seine Dankespost an Düsseldorfs legendäre Kunsthändlerin. Und umriß so ihre Schlüsselrolle: Eben nicht die naive, Brötchen schmierende, ihre mageren Künstler mit Kuchen fütternde "Mutter Ey". Sondern die toughe Geschäftsfrau mit Instinkt für Qualität und Mut zur jungen, provokanten Kunst. "Ohne Johanna Ey hätte Dix nicht überleben können", betont Galerist Peter Barth. "Ebenso Max Ernst. Als der 22 nach Paris ging, war das ein ganz armer Schlucker."

Ey nahm einen kapitalen Kredit auf und kaufte ihm alle frühen wichtigen Werke ab, darunter "Rendevous der Freunde" oder "Die schöne Gärtnerin", und Ernsts Vierzeiler zählt längst zum Bonmot−Schatz der Kunstgeschichte: "grosses ey wir loben dich / ey wir preisen deine staerke / vor dir neigt das rheinland sich / und kauft gern und billig deine werke"...

Professor Ulrich Krempel, Direktor des Sprengel−Museums Hannover, hat seine Eröffnungsworte noch nicht gesprochen, da sind bereits 20 Werke per Telefon nach Berlin, München und Köln verkauft − an Sammler, die sich über den vorab verschickten Katalog orientiert haben. "Die 20er Jahre sind eine nach wie vor gefragte Zeit", sagt Remmert. "Es ist unsere gelebte Geschichte, sie berührt immer noch".

NEUE RHEIN ZEITUNG, 1. September 2007



Sureda, Johanna Ey JACOBO SUREDA (1901−1935)
Johanna Ey
   1933
Kohle und schwarze Kreide
(Kat.−Nr. 161)


Mehr als nur Mutter − die moderne Frau Ey
Nicole Bolz

Ihr Gesicht kennt man von unzähligen Gemälden. Schließlich galt Johanna Ey in den 1920er Jahren als die meist gemalte Frau Deutschlands. Eine rundliche Dame um die 60, die dunklen Augen blicken freundlich durch die dicken Brillengläser. Als Altstadtoriginal "Mutter Ey" wird sie vermarktet, dabei ist sie − ganz im Gegenteil − eine äußerst fortschrittliche, moderne Frau und Wegbereiterin der avantgardistischen Kunst...

WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 1. September 2007


60. Todestag von Johanna Ey bei Remmert und Barth, Düsseldorf

Gewidmet dem Ey
Henrike Schulte

Die Entscheidung war schnell getroffen. Als Johanna Ey eines Sonntagmorgens im Jahre 1919 von Johlen und Schimpfen erwachte und feststellte, dass zwei seit dem Vorabend im Schaufenster ihrer Galerie platzierte Werke der jungen Künstler Otto Pankok und Gert Wollheim einen Tumult ausgelöst hatten, war klar: "Jetzt gerade stelle ich die Modernen aus!". Noch nicht lange zuvor hatte die als "Mutter Ey" in Künstlerkreisen bekannte 56−Jährige am Düsseldorfer Hindenburgwall 11 ihre Verkaufsräume eröffnet. Die Düsseldorfer Galerie Remmert und Barth... zeigt zum 60. Todestag von Johanna Ey eine mit 200 Exponaten bestückte Verkaufsausstellung Arbeiten all derjenigen Künstler, deren Werk ohne die Arbeit der umtriebigen Geschäftsfrau wohl nie oder zumindest weniger Bekanntheit erlangt hätte...

Bereits 1920 nimmt Max Ernst Kontakt zur Galeristin auf, sie wird 1921 die erste Einzelausstellung seines Werkes organisieren, und auch Otto Dix sitzt ab demselben Jahr mit in Eys Boot. Weniger bekannte Künstler wie Adalbert Trillhaase, Mathias Barz, Trude Brück, Fritz Feigler, Hermann Hundt, Peter Ludwigs, Hans Rilke und Karl Schwesig ergänzen die Runde. Später kommen Jankel Adler, Anton Räderscheidt und Franz W. Seiwert dazu. Auch hier gibt der Katalog zur Ausstellung ausführlich Einblick in die weitere Entwicklung der Galerie sowie das Schalten und Wirken der einzelnen Künstler...

www.artnet.de, 6. September 2007



Wollheim, Johanna Ey lesend auf ihrem Diwan GERT H. WOLLHEIM (1894−1974)
Johanna Ey lesend auf ihrem Diwan
   um 1922
Tusche
(Kat.−Nr. 185)


Johanna Ey und ihr Kreis
Klaus Sebastian

Einen Brief an Johanna Ey verzierte Otto Dix mit einer fröhlichen Karikatur: Da segelt die rundliche Kunsthändlerin als rettender Engel durch die Lüfte; in der Hand hält sie eine 2000−Mark−Banknote. Die legendäre "Mutter Ey" (die Vermarktung als Altstadtoriginal gefiel ihr selbst überhaupt nicht) liebte und förderte ihre Künstler...

Die Geschichte der mutigen Kunsthändlerin wird im Katalog zur Ausstellung ("Großes Ey wir loben dich!") bei Remmert und Barth bildhaft erzählt...

Fast alle wollten die Mäzenin malen. Porträts in der Ausstellung zeigen die Ey mal mit "wilden Locken", mal als Nero oder als Schachspielerin. Sie zeugen von einer Beziehung zwischen Künstlern und ihrer Galeristin, die man sich heutzutage kaum noch vorstellen kann.

RHEINISCHE POST, 18. September 2007



Wollheim, Porträt Otto Dix GERT H. WOLLHEIM
Porträt Otto Dix
   1921
Tusche
(Kat.−Nr. 188)


Großes Ey, wir loben dich
Catrin Lorch

Sie ist die Mutter der Düsseldorfer Kunstszene in den Zwanzigern: Eine Ausstellung bei Remmert und Barth huldigt der Galeristin Johanna Ey.

Wenn es ein Markenzeichen der Moderne in Düsseldorf gäbe, dann müsste es das Ei sein: Die zerlaufene Geometrie des Eies prangte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf Katalogtiteln und Plakaten − und niemand hat die Umrisse der fast gleichnamigen Dame liebenswerter reduziert als Otto Freundlich im Jahr 1934, der mit dem Bleistift ihr Lächeln in einem auf der Spitze stehenden Ei rahmte; zwei Kreise für die Brille und ein breiter Strich für die Nase genügten, die Kunstwelt kannte und liebte das Gesicht der Johanna Ey, der Kunsthändlerin, die eine ganze Generation päppelte.

Zum 60. Todestag der Kollegin in diesem September widmen die Galeristen Herbert Remmert und Peter Barth aus Düsseldorf der legendären Kollegin eine Ausstellung, für die sie knapp zweihundert Arbeiten aus dem Umfeld der Mutter Ey zusammengetragen haben...

FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG, 7. Oktober 2007


Am Anfang war das Ey
Isabel Fechter

Sie gilt als "meistgemalte Frau": Johanna Ey, die Mutter Courage der rheinischen Avantgarde, schrieb Düsseldorfer Kunstgeschichte

NOMEN EST OMEN? Manchmal schon. Treffender könnte der Zufall nicht spielen als beim Namen der legendären Düsseldorfer Kunsthändlerin Johanna Ey. Ihre Namensvetterin die heilige Johanna: die Kämpferische, Unbeugsame. Das Ei: Sinnbild für Geborgenheit, die Keimzelle, das Leben. All dies bedeutete die Ey, das Ey, Tante Ey, Mutter Ey, wie sie auch genannt wurde, für die Künstler des "Jungen Rheinlands", die sie unterstützte, verteidigte, ausstellte und förderte...

Seit 27 Jahren bewegt sich die Düsseldorfer Galerie Remmert und Barth auf den Spuren des Ey−Kreises und "Jungen Rheinlands". Nicht ohne Hintergrund, gehörte doch der Vater von Peter Barth, der Maler Carl Barth, in dieses Umfeld. Aber die einst Revolutionären sind zu einem großen Teil heute vergessen. Wie bei Johanna Ey damals, gehören auch heute Engagement und Mut dazu, immer wieder auf diese Zeit und ihre Künstler aufmerksam zu machen. Mit einer Ausstellung von rund 200 Werken von 50 Künstlern und reich bebilderter Publikation mit essentiellem Beitrag von Peter Barth begeht die Galerie den 60. Todestag von Johanna Ey...

WELTKUNST, Heft 12/2007, 15. Oktober



zurück zum Seitenanfang


Aus allen Hölzern war Leben zu erwecken

WILHELM RUDOLPH

Holzschnitte 1920 − 1960

5. Juni bis 11. August 2007

Katalogumschlag
Leporello mit 40 Kat.-Nrn. und 15 Abb.
Zusendung auf Wunsch

Ich nutzte jede Holzart für meinen Zweck, arbeitete in Kiefer, Linde, Erle, Eiche, Fichte und Pappel oder in Sperrhölzern der verschiedensten Art, wenn ich nichts anderes hatte. Aus allen Hölzern war Leben zu erwecken.

Wilhelm Rudolph


Rudolph, Trinker Trinker   um 1935
Holzschnitt
297 x 362 mm
(Kat.−Nr. 7)
Rudolph, "See"
"See" (Meer)   um 1925
Holzschnitt
493 x 653 mm
(Kat.−Nr. 2)

Rudolph, Junger Wolf Junger Wolf   um 1935
Holzschnitt
443 x 597 mm
(Kat.−Nr. 9)
Rudolph, Pavian
Pavian   um 1930
Holzschnitt
375 x 425 mm
(Kat.−Nr. 6)

Rudolph, Dresden, Zöllnerstraße Dresden, Zöllnerstraße
um 1946
Holzschnitt
480 x 648 mm
(Kat.−Nr. 17)
Rudolph, An der Elbe
Zwei Akte am Elbufer   um 1955
Holzschnitt
453 x 660 mm
(Kat.−Nr. 27)

mehr zu Wilhelm Rudolph zurück zum Seitenanfang


ÜBERBLICK 2007
Künstler der Galerie von Christian Rohlfs bis Ewald Mataré

27. Februar bis 19. Mai 2007

Mit Werken von
Jankel Adler, Carl Barth, Georg Baumgarten, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert, Max Burchartz, Ernst Bursche, Max Clarenbach, Otto Coester, Lovis Corinth, Otto Dix, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Bernhard Gobiet, F.K. Gotsch, Walter Gramatté, Erwin Graumann, HAP Grieshaber, George Grosz, Raoul Hausmann, Werner Heuser, Hannah Höch, Carl Hofer, Eugen Hoffmann, J.B.H. Hundt, Heinrich Kamps, Max Kaus, Edmund Kesting, Käthe Kollwitz, Paul Klee, Bernhard Kretzschmar, Paul Kühn, Will Küpper, Curt Lahs, Paula Lauenstein, August Macke, Ewald Mataré, Heinz May, Felix Meseck, Karel Niestrath, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Kurt Sandweg, Fritz Schaefler, Karl Schwesig, Lasar Segall, Max Thalmann, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski, Christoph Voll, E.A. Weber und Gert H. Wollheim

Walter Ophey, Benrather Schloßpark Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen und Preisen
Euro 3,−−

zurück zum Seitenanfang

Selbstbildnis (für Erich Heckel)
Kat.-Nr. 3

Selbstbildnis für Erich Heckel)



Das Abenteuer der Druckgraphik

WALTER GRAMATTÉ

Zustandsdrucke − Probedrucke − Farbvarianten


28. November 2006 bis 31. Januar 2007




Katalogumschlag

KATALOG
16 Seiten, 25 Abbildungen, davon 15 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2006)
Bestell-Nr. 1041
Zusendung auf Wunsch

Der Sturz in die Unendlichkeit Der Sturz in die Unendlichkeit   1918
Radierung
(Kat.−Nr. 34)
"Vogelmädchen", Sonia Gramatté
"Vogelmädchen",
Sonia Gramatté
   1922
Radierung
(Kat.−Nr. 37)

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Farblithographie "Selbstbildnis mit Häusern", auch "Selbstbildnis vor Hamburger Häusern" betitelt, die wir in 22 Varianten präsentieren können. Die Blätter sind Handabzüge des Künstlers, die er auf seiner "Lithomaschine" gedruckt hat. Es handelt sich um Zustands− und Probedrucke von ein bis vier Steinen sowie Farbvarianten, die der Künstler zum Teil zusätzlich aquarelliert hat. So wurde jeder Abzug in seiner Art ein Unikat.


Selbstbildnis mit Häusern Selbstbildnis mit Häusern Selbstbildnis mit Häusern
Selbstbildnis mit Häusern"   1923, Farblithographie von ein bis drei Steinen in 22 Varianten, (Kat.-Nr. 23)

"Ich arbeite mit Dampf, daher schreibe ich erst heute. Als ich dich zum Bahnhof gebracht hatte, ging ich langsam nach Hause und machte allerhand Dummheiten... Dann habe ich an meinen Steinen gearbeitet, um halb sechs kam Zeitner, wir haben bis zwölf Uhr nachts an der Maschine gestanden. Ich fiel fast um...
[am nächsten Tag:] ...dann hab ich wieder losgelegt und so sind wir ein gut Stück vorwärts gekommen. Die Farbplatten sind völlig durchgedruckt, heut kommt die Grundplatte über alles, und ein neues Blatt ist fertig. Kontur und Hintergrund Miloriblau, Häuser und Wolken grün, Gesicht rotviolett. Möglich daß ich das weiter verändere..."

Walter an Sonia Gramatté, Brief vom 2.3.1923


Mädchenkopf Mädchenkopf   1923
Lithographie in Braunrot
(Kat.−Nr. 24)
Mädchenkopf
Mädchenkopf   1923
Farblithographie, aquarelliert
(Kat.-Nr. 27)

"Ich möchte sogern einmal mit einer Bohrmaschine (wie die Zahnärzte sie haben) arbeiten. Ich war gestern bei Fritz und habe es versucht: Es übertrifft alle meine Erwartungen. Ich habe einen Schleifstein eingesetzt und in kürzester Zeit kann ich nicht nur ganz tiefgeätzte Linien vollständig verschwinden lassen, sondern ganze Flächen tiefer legen und anschließend mit einem anderen Material hochglänzend polieren... Ich kann nun, was niemand kann, fabelhaft leicht feinste Correkturen vornehmen, eine Linie direkt verlegen und ganz neue Wirkungen erzielen. Da wird sich noch mancher den Kopf zerbrechen, wie ich manches fertig bringe." "

Walter an Sonia Gramatté, 15.6.1927


mehr zu Walter Gramatté zurück zum Seitenanfang


Plakat der Ausstellung



KÖRPER − KÖRPER − KÖRPER

von Rohlfs bis Dix, von Kirchner bis Grosz


1. September bis 15. November 2006


Mit Werken von
Jankel Adler, Carl Barth, Max Beckmann, Willi Baumeister, Gottfried Brockmann, Lovis Corinth, Otto Dix, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Bruno Goller, Walter Gramatté, George Grosz, Adolf de Haer, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Hannah Höch, Carl Hofer, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Otto Müller, Heinrich Nauen, Karel Niestrath, Otto Pankok, Pablo Picasso, Robert Pudlich, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Kurt Sandweg, Fritz Schaefler, Carl Moritz Schreiner, Karl Schwesig, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski, Christoph Voll und Gert H. Wollheim




Katalogumschlag

KATALOG
16 Seiten, 24 Abbildungen, davon 8 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2006)
Bestell-Nr. 2016
Zusendung auf Wunsch

Hereinspaziert, verehrtes Publikum! Kommen und schauen Sie! Sehen Sie den menschlichen Körper in all seiner Schönheit und Häßlichkeit, Jugendlichkeit und Vergänglichkeit, Faszination und Ausstrahlung! Sehen Sie mit den Augen der Maler, sehen Sie die Vielfältigkeit der Linien und Formen, der Volumen und Proportionen. Sehen Sie hier die zarten Akte von August Macke oder dort die überwältigende Körperfülle der sitzenden "Berta", die Otto Dix aufs Papier gebannt hat! Treten Sie (bitte leise) an die schlafende "Dodo" von Ernst Ludwig Kirchner heran. Oder ergötzen Sie sich an den bierbauchschönen Männer−Akten im "Dampfbad in der Goltzstraße" von George Grosz.
Der Radius der Ausstellung reicht von Jankel Adlers "Soldat im Bordell" bis zu Gert Wollheims "Abendgymnastik" eines kubistisch entzweiten Liebespaares unter Sternenhimmel in der Dachstube. Dazwischen bewegen sich anmutig und stolz Otto Dixens "Suleika, das tätowierte Wunder", Felixmüllers Liebespaar in blauer "Mondnacht", Erich Heckels "Frauen am Strand", Picassos "Hockendes Modell", Christian Rohlfs "Zwei Tanzende", Adalbert Trillhaases "Susanna und die beiden Alten" − doch wir wollen nicht alles verraten. Kommen Sie und schauen Sie! Lassen Sie sich überraschen! Es gibt viel zu gucken − und auch zu kaufen!


Rohlfs, Stehender weiblicher Doppelakt CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Stehender weiblicher Doppelakt   1913
Kohle
(Kat.−Nr. 76)
Christian Rohlfs, Großer Akt
CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Großer Akt
um 1911
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 75)


Presse−Echo – aktuell

Die Gymnastik in den Abendstunden

von Helga Meister

...Bei George Grosz sind die Grazien dicklich, die Männer komisch, die Schönen Zwitter und die Dessous altmodisch, dennoch ist es ein feiner Humor, der von seinen Tuschen und Bleistiftzeichnungen ausgeht. Da nehmen vier Herren ein Dampfbad und drehen und wenden sich wie im Grotesktanz, um Wasser an die unmöglichsten Stellen zu bekommen. Ein stehender weiblicher Halbakt von Grosz, versehen mit Lippenbart und Schönheitspflaster, ist im Spitzenhöschen köstlich. Conrad Felixmüllers nacktes Pärchen in der Mondnacht oder Raoul Hausmanns dünne Hannah Höch mit Wespentaille präsentieren den Körper auf humorige Art. Ein besonderes Bild ist Gert H. Wollheims Abendgymnastik. Das Pärchen ist zerschnitten, die Köpfe sind verrutscht, die Gliedmaßen in den Farben verschoben, der Innenraum durch ein fiktives Tuch von den Sternen getrennt und das Ganze ein Vexierspiel in einem bedrohlichen Raum.

WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 1. September 2006




Dem Regen entgegen

von Henrike Schulte

Der Sommer ist zurzeit vorbei. Wo noch vor kurzem knappe Röckchen winkten und Herrenhemden aufgeknöpft lockten, dominiert nun erzwungene Hochgeschlossenheit. Ganz Deutschland verbirgt den nur noch zart gebräunten Leib unterm Regenmantel. Ganz Deutschland? Nein, ein kleines Dorf am Rhein leistet dem hereinbrechenden Herbst heftigen Widerstand. In Düsseldorf zeigen die Galeristen Remmert und Barth ab sofort nackte Haut...

...102 Arbeiten, darunter vornehmlich Zeichnung und Grafik, haben Remmert und Barth anlässlich des Düsseldorfer Quadriennale−Themas "Der menschliche Körper und seine Darstellung in der Kunst" aus dem Bestand hervorgezaubert. Ihnen gemein ist die unverhüllte Darbietung des Fleisches und damit sogleich dessen, was wir begehren und doch zugleich so fürchten...

Zu den spannenderen und die erotische Komponente des Aktes am trefflichsten darstellenden Werken der Ausstellung gehört zweifellos Ernst Ludwig Kirchners Dodo. In sparsamer und zugleich fester Strichführung hat der Maler um 1910 die Dresdener Freundin, sein damaliges Lieblingsmodell, in liegender Pose zu Papier gebracht. Der zärtlichen Darstellung des Blattes entsprechend schrieb er in Erinnerung an die Geliebte neun Jahre später in einer Tagebuchnotiz: "Deine feine frische Liebeslust, mit Dir erlebte ich sie ganz, fast zur Gefahr meiner Bestimmung. Doch Du gabst mir die Kraft zur Sprache über Deine Schönheit im reinsten Bilde eines Weibes...".

www.artnet.de, 1. September 2006



zurück zum Seitenanfang


  Carl Barth, um 1935

Carl Barth, um 1935



Leben um zu malen

CARL BARTH

Ausgewählte Werke 1925 − 1965

25. Juli bis 19. August 2006



Katalogumschlag
KATALOG
16 Seiten, 20 Abbildungen, davon 15 in Farbe,
3 dokumentarische Abbildungen
Format 27,5 x 21 cm (2006)
Bestell-Nr. 1040
Euro 8,−−

Aus Anlaß des 30. Todestages (und 110. Geburtstages) des rheinischen Malers Carl Barth zeigen wir unter dem Motto "Leben um zu malen" Werkbeispiele aus 50 Schaffensjahren, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und druckgraphische Werke, die den künstlerischen Weg des 1896 in Haan/Rheinland geborenen und 1976 in Düsseldorf gestorbenen Malers anschaulich vor Augen führen.
Die Ausstellung setzt ein mit spätexpressionistischen Arbeiten der 1920er Jahre, als Barth Meisterschüler bei Heinrich Nauen an der Düsseldorfer Akademie war. Das großformatige "Stilleben mit Cello" von 1929 markiert den Abschluß von Barths Akademiezeit, gleichsam sein Meisterstück, das die Abkehr vom Stil seines Lehrers und den Beginn einer anti−expressionistischen Malweise markiert.


Carl Barth, Stilleben mit Cello Stilleben mit Cello   1929
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 4)

Es folgen die Werke der beginnenden 30er Jahre, die magisch−realistischen Tempera−Gemälde, die heute als der bedeutendste Teil des Barth'schen OEuvres angesehen werden. Zwei der wichtigsten Werke dieser Periode können wir in unserer Ausstellung präsentieren: die "Schiffschaukel" von 1932, die seit Jahrzehnten in Privatbesitz verborgen war, und die "Rheinbrücke" aus demselben Jahr, ein Gemälde, das man vor fünf Jahren in der legendären Münchner Ausstellung "Der kühle Blick" neben Max Beckmanns Gemälde "Der eiserne Steg" aus der Kunstsammlung Nordrhein−Westfalen hängen sah. Die "Schiffschaukel" und die "Rheinbrücke" stehen im Mittelpunkt unserer Ausstellung.


Carl Barth, Straßenbau Straßenbau   um 1930
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 5)
Carl Barth, Schiffschaukel
Schiffschaukel
1932
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 8)

Soll man diese Bilder stilgeschichtlich einordnen, so wird man ihren Platz am ehesten auf dem sogenannten "rechten Flügel" der Neuen Sachlichkeit, dem Magischen Realismus finden. Sie siedeln irgendwo zwischen Magischem Realismus und "Neu−Romantik", sind aus dem weiten Umfeld der Neuen Sachlichkeit zu einer neuen Romantik hin unterwegs, vor allem die in Rom und Sizilien gemalten Bilder. Aber all diese Begriffe sind natürlich ungenau und werden von verschiedenen Autoren mit wechselnder Bedeutung verwendet. Sie helfen nur wenig weiter. Halten wir uns darum an die Bilder selbst.

Wieland Schmied in: Carl Barth, hrsg. von Herbert Remmert und Peter Barth, Düsseldorf 1986, Seite 61/62


Carl Barth, Rheinbrücke Rheinbrücke   um 1932
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 9)
Carl Barth, Einsamer Strand
Einsamer Strand
1932
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 7)

1932 ist für Barth ein entscheidendes Jahr. Nach eigener Aussage ist es quasi die Stunde Null seiner Kunst. Erst jetzt bezeichnet er seine Bilder als Malerei. Die meisten seiner Gemälde dieser Zeit sind menschenleer. So auch das Bild Rheinbrücke: Alle Zeugnisse menschlicher Zivilisation, wie Brücke, Schiff, Häuser und Kirche sind verlassen, sogar der Fesselballon schwebt herrenlos am Himmel. Eine ruhige, zeitlose Stille liegt über der lapidaren Szene. Der Betrachter bleibt distanziert, obwohl er gleichzeitig von einer magischen Stimmung angezogen wird, die diese Komposition zusammenhält. Das Thema wird hier völlig anders umgesetzt als bei dem vergleichbaren Bild Der eiserne Steg, das Max Beckmann zehn Jahre früher geschaffen hat und das eindringlich die Ambivalenz der Großstadt schildert. Barths Rheinbrücke erzählt keine Geschichte. Es wird weder Stellung bezogen noch ein Kommentar zum Zeitgeschehen gegeben. Obwohl topographisch lokalisierbar und perspektivisch richtig, verdichtet diese schlichte Stadtlandschaft ein unwirkliche, ausschließlich poetische Stimmung.

Christiane Lange in: Der kühle Blick, Realismus der zwanziger Jahre, München 2001, Seite 106


Es folgen die "römischen" Arbeiten Barths aus den Jahren 1938/39, als der Künstler nach dem Erhalt des Cornelius−Preises ein Jahr in der Villa Massimo in Rom weilte und sich (nicht ohne aktuellen Zeitbezug) der Darstellung der Ruinenlandschaft abendländischer Kultur widmete.


Carl Barth, Forum Romanum Forum Romanum
1938
Tusche
Carl Barth, Forum Romanum
Forum Romanum
1938
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 13)

Danach springt die Ausstellung in die 50er Jahre: Carl Barth wendet sich nun, wie Karl Ruhrberg formuliert, "stärker der Abstraktion zu, ohne je den Kontakt mit der sichtbaren Welt zu verlieren". Es folgen die Bilder der 60er Jahre, in denen Barth die "Grenze des Gegenständlichen" überschreitet, wenn er auch "der Wirklichkeit noch immer ganz nahe steht" (Günther Ott). Carl Barth bleibt auch in diesen späten Werken seinem konstruktiven, architektonischen Stilempfinden und seiner kompositorisch−strengen Malweise treu, die schon seine frühen Arbeiten auszeichnete.


Kalter Tag am Meer   1953
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 14)
Carl Barth, Kalter Tag am Meer

Die Worte Gegenstandslos, Abstrakt, Konkret sind das Dümmste im Vokabular der Kunst. Es gibt nichts Abstraktes, wir leben in unserer Umwelt und werden von ihr zur künstlerischen Aussage gedrängt. Diese Aussage muß ehrlich sein, nach seinen Erkenntnissen und Empfindungen. "Neue Kunst"? Wo gibt es die? Auch ein dummes Wort. Kunst ist durch alle Jahrtausende immer dasselbe gewesen, auch heute hat sie sich nicht abgewandt von den gesetzlichen Ursprüngen...
Ich habe durchaus kein Programm, oder gar den Willen, eine einmal entdeckte künstlerische Maxime nun tot zu reiten. Die Versuche, mit denen ich mich im letzten Jahr künstlerisch beschäftigen mußte, sind getan worden, um nichts auszulassen, was zur Entdeckung des eigenen Ichs führen könnte... Wenn ein Bild nichts vom großen Geheimnis der göttlichen Schöpfung in sich trägt, so ist es vertan und kein intellektuell−künstlerisches Gespräch vermag es aus seiner Todesstarre zu lösen und ihm Leben zu geben.

Carl Barth, 1959


Carl Barth, Verwandlung des Zeus Verwandlung des Zeus   1963
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 18)

Grübeln führt nicht zum Ziel. Nur praktisches Tun, d.h. mit Pinsel (Werkzeug) und Farbe ständige Versuche anstellen, kann eine Lösung hervorbringen...
Zwar darf der Maler sein Denken nicht ausschalten, aber er muß auf die Forderung achten, die das Bild ihm stellt. Also ständig auf der Lauer liegen und das Bild nach seinen Forderungen fragen und sie dann mit Mut beantworten.

Carl Barth, um 1960



Presse−Echo – aktuell

WESTDEUTSCHE ZEITUNG

Kultur: Interview mit Carl Barths Sohn

Samstag, 22. Juli 2006

Zwei Einzelgänger unter sich

Zum 30. Todestag des Malers Carl Barth widmet ihm sein Sohn Peter eine Matinee und Ausstellung. Im WZ−Interview spricht er über seine Erinnerungen an den Vater.

Das Interview führte Helga Meister

Am Sonntag bittet die Galerie Remmert und Barth zu einer ungewöhnlichen Matinee. Es liest der Galerist Peter Barth aus den Aufzeichnungen seines Vaters, des Malers Carl Barth. Anlass ist eine Ausstellung zum 30. Todestag und 110. Geburtstag des berühmten magischen Realisten. Im WZ−Gespräch mit Sohn Peter Barth kommt indirekt auch Carl Barth zu Wort.

WZ: Herr Barth, was hat der Sohn vom Vater geerbt?
Barth: Die Lebenshaltung, den melancholischen Ernst, der sich nach außen hin in einer lockeren, heiteren Art zeigt. Leute behaupten, ich hätte eine gewisse Lebensweisheit von ihm geerbt. Ich war immer Einzelgänger wie er auch. Und was ich von ihm sonst noch habe, ist der Ehrgeiz. Schlecht war, dass er immer zu spät kam, in der Künstlervereinigung Junges Rheinland wollten sie ihn nicht mehr haben.
WZ: Was heißt das?
Barth: Er kam mit seinem Stil der Neuen Sachlichkeit zu spät, als er Ende der 20er Jahre seine magisch−realistischen Werke schuf. Die Neue Sachlichkeit war da längst in eine neue Süßlichkeit übergegangen. Ab 1931 begannen in Düsseldorf die Nazi−Tendenzen. Da hat mein Vater menschenleere, stille und melancholische Bilder geschaffen. Mit ihnen schwamm er gegen den Strom...


mehr zu Carl Barth Biographische Daten
Ausstellungen von Carl Barth
in der Galerie Remmert und Barth
zurück zum Seitenanfang


Plakat zur 
				Brockmann−Ausstellung bei Remmert und Barth, 2006

  Gottfried Brockmann, 1924
  (Foto L. Fritz Gruber)

Gottfried Brockmann, 1924



GOTTFRIED BROCKMANN

1903 bis 1983

Gemälde und Arbeiten auf Papier

21. Februar bis 20. April 2006



Katalogumschlag

KATALOG
mit Texten des Künstlers
und einem Essay von Joachim Heusinger von Waldegg
96 Seiten mit 120 Abbildungen, davon 22 in Farbe,
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 10,−−

1933 wurde Gottfried Brockmann von den Nazis aus Düsseldorf vertrieben.
Remmert und Barth holen jetzt das Werk des Künstlers nach Düsseldorf zurück.

Die AUSSTELLUNG gibt mit über 100 Arbeiten − 10 Gemälden, zwei Drahtfigurinen, 80 Aquarellen und Zeichnungen sowie 12 Druckgraphiken − einen repräsentativen Überblick über das Gesamtwerk des Künstlers von den frühen 20er bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Brockmann, Pietà Pietà   um 1928
Bleistift
(Kat.−Nr. 73)
Brockmann, Flammenfigurinen
Flammenfigurinen   1921/22
Aquarell
(Kat.−Nr. 73)

mehr zu Gottfried Brockmann zurück zum Seitenanfang

Wir über uns Andere über uns Aktuelle Ausstellung Künstler der Galerie Kataloge und Bücher zurück zum Seitenanfang


Stand September 2016