Wir über uns GALERIE REMMERT UND BARTH
Mühlenstraße 1     D − 40213 Düsseldorf
Telefon +49 (0)211 32 74 36     Fax +49 (0)211 32 22 59

galerie@remmertundbarth.de
Unser Galeriehaus
Neueste Nachrichten
Aktuelle Ausstellung
Künstler der Galerie
Andere über uns
Kataloge und Bücher


Die vorhergehenden Ausstellungen


2010
Die Rückkehr des Malers und Bildhauers
Ludwig Gabriel Schrieber ins Rheinland
Überblick 2010

2009
Jankel Adler
Im Exil
Von Angesicht zu Angesicht Überblick 2009 Mit Kunstverstand und Leidenschaft
Eine rheinische Privatsammlung

2008
Gerd Arntz im Kreise von Freunden und Kollegen Gottfried Brockmann Überblick 2008 Die fantastische Welt der Hannah Höch

2007
Großes Ey wir loben dich Wilhelm Rudolph Überblick 2007

2006
Walter Gramatté Körper − Körper − Körper Carl Barth Gottfried Brockmann

2005
25 Jahre Remmert und Barth
Walter Gramatté

2004
Radierungen
Die Neue Sachlichkeit


Die Rückkehr des Malers und Bildhauers

LUDWIG GABRIEL SCHRIEBER

ins Rheinland



8. Juni bis 14. August 2010


Ludwig Gabriel Schrieber, 1938

Ludwig Gabriel Schrieber
in Wylerberg, 1938

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 26 Abbildungen, davon 25 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2010)
Bestell-Nr. 1044
Euro 2,−−

Katalogumschlag


Im Jahre 1950 erhalten zwei Künstlerfreunde den Cornelius−Preis der Stadt Düsseldorf: Bruno Goller für Malerei, Ludwig Gabriel Schrieber für Bildhauerei. Während Goller weiterhin in Düsseldorf lebt und arbeitet, folgt Schrieber einem Ruf an die Berliner Hochschule der Künste und entschwindet damit dem interessierten Blick der rheinischen Kunstszene. Mit unserer Ausstellung kehrt Ludwig Gabriel Schrieber in seine Heimatstadt Düsseldorf zurück − mit Skulpturen, Gemälden und Aquarellen.

Christus (Hoher Priester) Christus (Hoher Priester)
1945/46
Lindenholz
(Kat.−Nr. 3)
Prozession
Prozession   1948
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 16)

Vier Bäume vor Häusern Vier Bäume vor Häusern    1948
Aquarell
(Kat.−Nr. 23)
Stehende
Stehende   1946
Bronze
(Kat.−Nr. 4)


Biographische Daten
1907 Am 24. April wird L.G. Schrieber in Waldniel am Niederrhein als Sohn eines Braumeisters und dessen streng katholischer Ehefrau geboren.
1914 Die Familie zieht nach Düsseldorf. Sohn Ludwig besucht die Realschule.
1923 Schrieber tritt eine Lehre als Ziseleur an − erster Hinweis auf das spätere bildhauerische Interesse.
1924 Wechsel an die Kunstakademie Düsseldorf, wo er bei Jan Thorn-Prikker Malerei studiert,
ab 1926 bei dessen Nachfolger Heinrich Campendonk.
1925 Erste Ausstellung mit der Künstlervereinigung "Das junge Rheinland", später auch mit der "Rheingruppe" und der "Rheinischen Sezession".
Akademiedirektor Kaesbach vermittelt ihm ein Meisterschüleratelier im "Hungerturm".
1930 Schrieber verläßt die Akademie und lebt bis 1940 als freier Maler in Düsseldorf.
1932 Letzte Ausstellungsbeteiligung vor der NS−Zeit beim Deutschen Künstlerbund.
1933 und in den Folgejahren bis 1940 lebt Schrieber zurückgezogen in Düsseldorf. Er trifft sich regelmäßig mit gleichgesinnten Künstlerfreunden wie Bruno Goller, Günter Grote, Ferdinand Macketanz und anderen in der Gaststätte "Chronometer" in der Düsseldorfer Altstadt zum künstlerischen und politischen Disput, wobei Schrieber für seine handgreifliche und zupackende Argumentation berühmt und berüchtigt ist. Seinen Lebensunterhalt verdient er durch private Aufträge für Schmuckgestaltung und Glasfenster.
1937 Ausstellungsmöglichkeit in der Galerie Stuckert in Düsseldorf (und 1942 in der Galerie Günther Franke in München).
1940 Schrieber heiratet seine erste Frau Hildegard und wird im Oktober zum Militär eingezogen. Als Soldat gelangt er über Belgien und Frankreich nach Griechenland, wo er sich mit der antiken Plastik auseinandersetzt.
1941 Geburt der Tochter Hille in Düsseldorf. Schrieber wird an die Front nach Finnland versetzt. Im Lazarett in Kirkenes (Norwegen) schnitzt er seine erste Skulptur aus einem Gewehrkolben. In den Jahren 1940−45, Schriebers Militärzeit, entstehen Zeichnungen und Aquarelle. Sein Atelier in Düsseldorf wird durch Bomben zerstört.
1945 Schrieber kommt in englische Kriegsgefangenschaft. Als "white prisoner" im Lager Ascot widmet er sich der Aquarellmalerei.

Paar (eng umschlungen) Paar (eng umschlungen)    1949
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 19)
Kleine Schreitende
Kleine Schreitende   1941
Bronze
(Kat.−Nr. 1)

Stehende(mit verschränkten Händen) Stehende
(mit verschränkten Händen) 1951
Bronze
(Kat.−Nr. 7)
Häuser am Bodensee
Häuser am Bodensee   1949
Aquarell
(Kat.−Nr. 25)

1946 Schrieber kehrt nach Düsseldorf zurück und beweist seine erstaunliche Doppel−Begabung als Maler und Bildhauer. Als Mitglied der wiedergegründeten "Rheinischen Sezession" stellt er von 1946−49 vornehmlich Gemälde und Aquarelle aus.
1949 Gründungsmitglied der "Neuen Rheinischen Sezession".
"Der eigenwilligste (der das Ausstellungsbild bestimmenden Gruppe) ist Bruno Goller, die Führung der Gruppe liegt zweifellos bei L. G. Schrieber, der sich auch so reiche Talente wie Grote, Tenhold, Stuckert und Hoffacker nicht ganz entziehen können." (Anna Klapheck 1950)
Erstmalig stellt Schrieber auch Skulpturen aus − im Studio Rasch in Wuppertal und in der Galerie Vömel in Düsseldorf . Das Kölner Wallraff−Richard−Museum erwirbt die Skulptur "Hockende",
das Land NRW drei Gemälde.
1950 Schrieber erhält den Corneliuspreis der Stadt Düsseldorf − für Bildhauerei (den Preis für Malerei erhält sein Kollege und Freund Bruno Goller). Er lernt in Düsseldorf Brigitta Petersen kennen − seine künftige Lebensgefährtin.
1951 Schrieber erhält eine Berufung an die Berliner Hochschule für bildende Künste (als Nachfolger von Waldemar Grzimek). Er siedelt nach Berlin über. Zunächst übernimmt er eine Bildhauerklasse, Anfang der 60er Jahre auch eine Klasse für Malerei. Er ist befreundet mit Günter Grass, Karl Hartung, Ernst Schumacher, Heinz Trökes und anderen.
1953 Geburt des Sohnes Simon (der ebenfalls Bildhauer wird).
1954 Tympanon und Kreuzweg für die Petrus−Canisius−Kirche in Berlin−Charlottenburg, 1957 Portal, Kreuzigungsgruppe und Taufbecken für die St.−Ansgar− Kirche in Berlin−Tiergarten.
1961 Retrospektive im Haus am Waldsee in Berlin, 1964 im Badischen Kunstverein Karlsruhe.
1966 Stellvertretender Direktor und 1968 Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin.
1968 Ausstellung im Kunstverein Hannover.
1975 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
Am 16. April stirbt Ludwig Gabriel Schrieber auf einer Reise in Nesselwang im Allgäu.
Retrospektive in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg in Berlin.
Die Kunsthalle Düsseldorf übernimmt die Ausstellung.

Mädchenkopf Mädchenkopf 1951
Akazie
(Kat.−Nr. 8)
Niederrhein II
Niederrhein II1949
Aquarell
(Kat.−Nr. 30)

Kürzlich starb mein Freund Ludwig Gabriel Schrieber. Ob er dem dummen Gips Form abgewann oder zur Scheibe Sellerie, auf dem Elektrokocher gebraten, Filets vom Räucherfisch legte und über alles Rühreier (für sich, für mich) kippte, ob er stumm hinterm Glas saß und mit dem kleinen Finger den Tropfen holte, um sich die Stirn zu kühlen, (...)
ob er im Zorn mit den Zähnen knirschte oder den unbehauenen Stein streichelte, Lud blieb immer eindeutig: ein Mann, Brocken, Stier, Täter, der Engel, in Sünde gefallen.

Günter Grass 1975, in: Der Butt


Häuser an der holländischen Grenze
Häuser an der holländischen Grenze
1949
Aquarell
(Kat.−Nr. 24)
Liegender Kopf
Liegender Kopf   1950
Bronze
(Kat.−Nr. 6)

Kopf Kopf 1954
Linde
(Kat.−Nr. 12)
Festlicher Tag
Festlicher Tag 1949
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 20)

Kleines Spiegelbild Kleines Spiegelbild 1952
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 21)
Stehende
Stehende 1952
Eiche
(Kat.−Nr. 9)

Lud fehlt mir. Wie mir Lud fehlt!
Selbst im Streit... Selbst wenn wir uns mit den Fäusten...
Lud und ich waren anstrengend miteinander befreundet...

Günter Grass

Berliner Straße I
Berliner Straße I
1952
Aquarell
(Kat.−Nr. 32)
Kleiner Kirschbaum
Kleiner Kirschbaum   1953
Aquarell
(Kat.−Nr. 34)

Gartentor Gartentor 1950
Aquarell
(Kat.−Nr. 29)
Stehende (mit verschränkten Armen)
Stehende (mit verschränkten Armen)
1952
Bronze
(Kat.−Nr. 11)

Figuren im Raum Figuren im Raum 1952
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 22)
Garten (II)
Garten (II) 1953
Aqaurell
(Kat.−Nr. 36)

zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2010

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik
des 20. Jahrhunderts

2. März bis 5. Mai 2010

Mit Werken von
Jankel Adler, Gerd Arntz, Carl Barth, Eduard Bargheer, Georg Baumgarten, Curt Beckmann,
Max Beckmann, Franz Bronstert, Gottfried Brockmann, Heinrich Campendonk, Otto Dix,
Max Ernst, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Bruno Goller, Walter Gramatté,
George Grosz, Adolf de Haer, Lisa Hartlieb−Rilke, Erich Heckel, Heinrich Heckroth, Hannah Höch,
J.B.H. Hundt, Max Kaus, Edmund Kesting, Käthe Kollwitz, Paul Kühn, Curt Lahs, Otto Lange,
Paula Lauenstein, Carl Lohse, Marie von Malachowski−Nauen, Jeanne Mammen, Ewald Mataré,
Heinrich Nauen, Wolfgang Niederhagen, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich,
Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Georg Schrimpf,
Karl Schwesig, Renée Sintenis, Zoltan Székessy, Max Thalmann, Adolf Uzarski
und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2010 Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und Preisen
Euro 3,−−

Eduard Bargheer, Forio II EDUARD BARGHEER
(1901−1979)
Forio II   1957
Aquarell über Bleistift
(Kat.−Nr. 20)
Max Beckmann, Gähnende
MAX BECKMANN (1884−1950)
Gähnende   1918
Radierung
(Kat.−Nr. 29)

Heinrich Campendonk, Fischteller und Weinflasche HEINRICH CAMPENDONK  (1889−1957)
Fischteller und Weinflasche   1926
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 42)
Otto Dix, Contessa
OTTO DIX   (1891−1969)
Contessa   1962
Farblithographie
(Kat.−Nr. 49)

Fritz Feigler, Stilleben mit Katze FRITZ FEIGLER
(1889−1948)
Stilleben mit Katze
um 1925
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 52)

Erinnerungen an die erste Überblickausstellung

Die Ausstellung, der dieses Kapitel gewidmet sein soll, trug den Titel "Überblick 1981/82", und im Untertitel des kleinen Kataloges lese ich: "300 Werke von 60 Künstlern". Dieser Untertitel bringt mein Blut sofort in Wallung, in Erinnerung an die Strapazen und Qualen, körperliche und seelische, die ich mit dieser Ausstellung durchgemacht habe. Dreihundert Werke, tatsächlich, wer kann ermessen, was das bedeutet, für eine kleine Galerie, deren Wände allenfalls sechzig Werke fassen? Dreihundert Werke, nicht in Mappen, nein, gerahmt, an den Wänden, das geht gar nicht, das ist unmöglich, das ist Wahnsinn. Genau, das ist Wahnsinn, aber das geht, das ist machbar, das haben wir gelernt, bei Meister Karsch in Berlin, in der Galerie Nierendorf.

P.B. (Aus den unveröffentlichten Galeriememoiren)


Walter Gramatté, Mädchen mit blauen Schuhen WALTER GRAMATTÉ
(1897−1929)
Mädchen mit blauen Schuhen   1927
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 67)
George Grosz, Louise und Evelyn
GEORGE GROSZ   (1893−1959)
Louise und Evelyn   1926
Bleistift
(Kat.−Nr. 72)

Hannah Höch, Zeichen auf Rosa HANNAH HÖCH
(1889−1978)
Zeichen auf Rosa   1950
Fotomontage und Aquarell
(Kat.−Nr. 97)
Max Kaus, Regenwolken
MAX KAUS (1891−1977)
Regenwolken   1923
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 112)

Alptraumartig ist mir der Beginn der Hängeaktion unserer ersten Überblicksausstellung überdeutlich vor dem Auge der Erinnerung: Ich sehe mich auf einem Graphikschrank stehen und versuchen mit nach oben gereckten Armen das erste Bild in der rechten oberen Ecke des Hauptraumes der Galerie unter der Decke zu befestigen.

P.B. (Aus den unveröffentlichten Galeriememoiren)


Paul Kühn, Rote Tulpen PAUL KÜHN
(1885−1981)
Rote Tulpen   um 1920
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 122)

Carl Lohse, Ruhender Arbeiter CARL LOHSE   (1895−1965)
Ruhender Arbeiter   um 1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 138)
Edmund Kesting
EDMUND KESTING   (1892−1970)
Pendel
1922
Aquarell
(Kat.−Nr. 116)

Wolfgang Niederhagen, Nächtlicher Strand WOLFGANG NIEDERHAGEN
(*1933)
Nächtlicher Strand   1971
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 157)
Otto Pankok, Beerdigungstag
OTTO PANKOK
(1893−1966)
Beerdigungstag
1925
Radierung
(Kat.−Nr. 167)

Und irgendwann hatte ich meine erste Fünferreihe fertig, einigermaßen gerade. Aber ich schwor mir bei der Seele meines Künstlervaters Carl und dem über den Wassern schwebenden Weltgeist meines Lehrmeisters Hegel, in Zukunft eine solch mörderische Überblicksausstellung zu verhindern. Es gelang mir nicht ganz. 1982 und 83 gab es keine Überblicksausstellung. Aber dann 1985: da begann der regelmäßige Rhythmus des jährlichen Überblicks. Jahr um Jahr wiederholte sich der Streß. Diese Ausstellung war Jahr um Jahr erfolgreich, bei den Kunden beliebt wegen der Vielfalt des Angebots und wegen der großen Spanne der Preise − von hundert Mark aufwärts − , und für uns war sie eine gute Gelegenheit, Werke anzubieten, die in keine monographische oder thematische Ausstellung paßten.

P.B. (Aus den unveröffentlichten Galeriememoiren)


Christian Rohlfs, Tod und Kind CHRISTIAN ROHLFS   (1849−1938)
Tod und Kind   um 1912/13
Linolschnitt, Handreiberdruck in Hell− und Dunkelgrün
(Kat.−Nr. 179)
Wilhelm Rudolph, Die See
WILHELM RUDOLPH   (1889−1982)
Die See   um 1925
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 1187)

Karl Schmidt−Rottluff, Christus KARL SCHMIDT−ROTTLUFF
(1884−1976)
Christus   1918
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 195)
Gert H. Wollheim, Flatternde Ziegelsteine
GERT H.WOLLHEIM
(1894−1974)
Flatternde Ziegelsteine   1921
Aquarell, Silberbronze und Tusche
(Kat.−Nr. 214)

zurück zum Seitenanfang

JANKEL ADLER − Im Exil

Arbeiten der Jahre 1933 bis 1949



17. November 2009 bis 30. Januar 2010


Jankel Adler, um 1947

Jankel Adler in seinem Londoner Atelier, um 1947

Katalogumschlag

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 49 Abbildungen, davon 22 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2009)
Bestell-Nr. 1043
Euro 2,−−


Wer ist Jankel Adler? − "Ein jüdischer Künstler polnischer Nationalität, der in seiner deutschen Wahlheimat internationales Ansehen erlangt hatte, bevor ihn der Nationalsozialismus zur Flucht zwang..." So lesen wir im Vorwort des Kataloges zur großen Adler−Retrospektive, die 1985/86 in Düsseldorf, Tel Aviv und Lodz zu sehen war.

Selbst mit verschränkten Armen Selbst mit verschränkten Armen    um 1943
Kugelstift
(Kat.−Nr. 16)
Selbstbildnis
Selbstbildnis    um 1940
Tuschpinsel
(Kat.−Nr. 3)

1895 wird Jankel Adler in Polen in der Nähe von Lodz geboren als achtes von 10 Kindern einer streng−gläubigen jüdischen Familie. 1913 kommt er nach Deutschland, wo er zunächst in Wuppertal bei Geschwistern lebt und an der Kunstgewerbeschule bei Gustav Wiethüchter studiert. Ab 1920 lebt er in Düsseldorf, verkehrt im Kreise des "Aktivistenbundes" und bei Johanna Ey und entwickelt sich zu einem der wichtigsten Künstler des "Jungen Rheinland". Seine von ostjüdischer Mystik und westeuropäischer Formensprache geprägten Bilder beeindrucken nicht nur seine rheinischen Künstlerkollegen, sondern lassen ihn zu einem jüdischen Künstler von europäischem Rang werden.

Nachdenkende und stehendes Mädchen Nachdenkende und stehendes Mädchen    um 1940
Bleistift
(Kat.−Nr. 7)
Kopf eines Mädchens mit langem Haar
Kopf eines Mädchens mit langem Haar   um 1940
Tuschpinsel
(Kat.−Nr. 5)

Auf einem Stuhl Sitzende Auf einem Stuhl Sitzende    um 1940
Bleistift
(Kat.−Nr. 10)
Großer Kopf
Großer Kopf   um 1940
Tusche
(Kat.−Nr. 9)

1933 flieht Adler auf Anraten seiner Freunde von Düsseldorf nach Paris. 1935 geht er nach Polen, wo die erste große Einzelausstellung Adlers stattfindet. 1937−39 lebt er wieder in Frankreich. Nach dem deutschen Überfall auf Polen meldet er sich 1940 freiwillig zur polnischen Exilarmee in Frankreich und kommt mit dieser nach Großbritannien. 1941 aus gesundheitlichen Gründen aus der Armee entlassen, lebt er bis 1943 in Glasgow, Schottland. 1943 übersiedelt er nach London, wo er zu einer einflußreichen Figur innerhalb der jungen britischen Künstlerszene wird. 1949 erliegt Jankel Adler 53jährig einem Herzinfarkt in London.

Stehende und Skulptur Stehende und Skulptur    um 1945
Bleistift
(Kat.−Nr. 47)
Mädchenakt im Tub
Mädchenakt im Tub   um 1945
Aquarell
(Kat.−Nr. 39)

Figürliche Szene (im Mondschein) Figürliche Szene (im Mondschein)    um 1945
Aquarell, Tusche und Farbstifte
(Kat.−Nr. 42)
Mädchen am Tisch
Mädchen am Tisch    um 1945
Graue Deckfarbe
(Kat.−Nr. 40)

Adlers Bilder und Arbeiten auf Papier der Jahre 1933 bis 1949, die wir hier zeigen, sind eindrucksvolle Dokumente einer künstlerischen Selbstbehauptung und Selbstfindung im Exil. Die Mehrzahl der hier ausgestellten Werke entstammen dem Londoner Nachlaß des Künstlers und werden erstmalig öffentlich gezeigt.

Weibliche Figur in Braun und Blau Weibliche Figur in Braun und Blau    um 1947
Aquarell
(Kat.−Nr. 57)
Liegende
Liegende    1945
Deckfarben
(Kat.−Nr. 48)

Betrachtet man eine für Adlers Gesamtwerk typische Thematik wie die weibliche Gestalt, die im Frühwerk streng und unnahbar, verschlossen und unberührbar ins Bild tritt, so offenbaren die späten Blätter eine überraschende Spontaneität, Direktheit und Sinnlichkeit, mit der sich Adler der weiblichen Gestalt in ihrer Körperlichkeit bemächtigt, getrieben von einer ungestümen, nicht minder sinnlichen Pinselführung.
Bei dieser Form und Inhalt bestimmenden Sinnlichkeit bleibt Adler jedoch nicht stehen, sein ästhetisches Bemühen zielt weiter, es zielt auf die absolute Form, es ist der Versuch, der weiblichen Gestalt, der liegenden, stehenden oder sitzenden Figur formale Geschlossenheit, figurative Einfachheit und plastische Monumentalität zu verleihen.

P.B. (Aus dem Katalog der Jankel−Adler−Ausstellung 1985/86)


Große Figurengruppe Große Figurengruppe
um 1948
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 60)

mehr zu Jankel Adler zurück zum Seitenanfang

Von Angesicht zu Angesicht

Antlitz und Köpfe in der Kunst des 20. Jahrhunderts

8. September bis 1. November 2009

Mit Werken von
Jankel Adler, Horst Antes, Carl Barth, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Ernst Bursche,
Otto Dix, Ewald Dülberg, Alois Erbach, Conrad Felixmüller, Walter Gramatté, Raoul Hausmann, Werner Heuser, Hannah Höch, Max Kaus, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lachnit, Paula Lauenstein,
Carl Lauterbach, Peter Ludwigs, August Macke, Jeanne Mammen, Heinrich Nauen, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Pablo Picasso, Hans Rilke, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler,
Karl Schmidt−Rottluff, Karl Schwesig, Franz W. Seiwert und Gert H. Wollheim

Katalogumschlag

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 28 Abbildungen, davon 19 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2009)
Bestell-Nr. 2020
Euro 2,−−


Initialzündung für die Ausstellung war ein Bild von Carl Barth aus dem Jahre 1949 mit dem Titel Antlitz und Köpfe. Es zeigt drei Köpfe frontal dem Betrachter zugewandt: in der Mitte einen Christuskopf, flankiert von zwei Soldatenköpfen rechts und links. Dieses Nebeneinander und Miteinander von leidendem Antlitz und martialisch−versteinerten Gesichtern brachte uns auf die Idee, eine ganze Ausstellung dem menschlichen Antlitz zu widmen und die mannigfachen Ausprägungen und Ausdrucksformen des Gesichts auszuloten. Es schien uns eine lohnende Aufgabe, dem Thema des Kopfes, des Gesichts als wesentlichem Teil der künstlerischen Menschendarstellung nachzugehen und das Angesicht des Menschen als Spiegel der Seele, aber auch als Grundform künstlerischer Gestaltung in Bildern, Zeichnungen und Druckgraphiken zur Anschauung zu bringen.

Carl Barth, Antlitz und Köpfe CARL BARTH (1896−1976)
Antlitz und Köpfe   1947
Tempera auf Leinwand
(Kat.−Nr. 8)

So kann man nun in dieser Ausstellung von Angesicht zu Angesicht schreiten und nicht nur die unterschiedlichsten Physiognomien betrachten und vergleichen, sondern auch die vielfältigen künstlerischen Methoden studieren, die Gesichtszüge eines Menschen zu erfassen und darzustellen.

Conrad Felixmüller, Selbstbildnis mit Zeichenstift CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Selbstbildnis mit Zeichenstift   1927
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 34)
Max Beckmann, Der Ausrufer
MAX BECKMANN (1884−1950)
Der Ausrufer   1921
Radierung
(Kat.−Nr. 12)

Im ersten Raum der Ausstellung finden wir ausschließlich Selbstbildnisse der Künstler, denn die Darstellung des eigenen Gesichts, die Erforschung der eigenen Identität war für die Künstler eine hervorragende Aufgabe der Selbstfindung und Realitätserfahrung. Hier finden wir Selbstbildnisse von Max Beckmann und Otto Dix, Otto Pankok und Gert Wollheim, Conrad Felixmüller und Jankel Adler, Karl Schwesig und Walter Gramatté, Hannah Höch und anderen.

Walter Gramatté, Selbst als Katze WALTER GRAMATTÉ (1897−1918)
Selbst als Katze   1923
Aquarell
(Kat.−Nr. 39)
Gottfried Brockmann, Selbstbildnis mit Muschel
GOTTFRIED BROCKMANN (1903−1983)
Selbstbildnis mit Muschel   1951
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 19)

Karl Schwesig, Selbstbildnis für Gert Wollheim KARL SCHWESIG (1898−1955)
Selbstbildnis für Gert Wollheim   1921
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 94)
Otto Pankok, Selbstbildnis (schmal)
OTTO PANKOK (1893−1966)
Selbstbildnis (schmal)    1942
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 68)

Conrad FelixmÜller, Mein Vater CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Mein Vater   1919
Bleistift
(Kat.−Nr. 29)
Otto Dix, Lorenz Nierendorf
OTTO DIX (1891−1969)
Lorenz Nierendorf   1923
Aquarell, Bleistift und Deckfarben
(Kat.−Nr. 22)

Die 20er Jahre − die wesentliche Zeit unserer Ausstellung − beginnen nach dem Ersten Weltkrieg plakativ mit Schmidt−Rottluffs großem in Holz geschnittenem Christus−Kopf. Exemplarische Bildnisse reihen sich nun aneinander, Beckmanns Radierung Die Gähnenden, Otto Dixens aquarelliertes Porträt Lorenz Nierendorf, Felixmüllers Zeichnung Mein Vater, Walter Opheys Geistlicher Herr, Karl Schwesigs Marineporträt, Gert Wollheims Theaterdirektor. Mit Felixmüllers Industriearbeiter, Franz Wilhelm Seiwerts Demonstration: Arbeit − Brot und Käthe Kollwitz' Gefangenen, Musik hörend wird das Gesicht der sozialen Unruhen und Kämpfe der 20er Jahren erkennbar, George Grosz steuert die Gesichter des Großbürgertums unter dem Titel Parasiten bei.

Karl Schwesig, Marineporträt KARL SCHWESIG (1898−1955)
Marineporträt   1930
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 83)
Käthe Kollwitz, Gefangene, Musik hörend II
KÄTHE KOLLWITZ
Gefangene, Musik hörend II   1925
Lithographie (Kat.−Nr. 50)

Conrad Felixmüller, Fabrikarbeiter CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Fabrikarbeiter (Arbeitsinvalide)   1921
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 31)
Walter Ophey, Geistlicher Herr
WALTER OPHEY
(1882−1930)
Geistlicher Herr (Der Religionslehrer Professor Haken)
1917/18
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 63)

Das Gesicht der 30er Jahre wird mit Karl Schwesigs Häftlingsporträts von 1933 eingeführt. Hannah Höchs großes Gemälde Angst muß hier erwähnt werden ebenso wie Otto Pankoks Zigeunerbildnisse.


Karl Schwesig, Politischer Häftling OTTO PANKOK
(1893−1966)
Politischer Häftling   1933
Kohle
(Kat.−Nr. 89)
Ernst Bursche, Frauenbildnis
ERNST BURSCHE (1907−1989)
Frauenbildnis   1935
Öl auf Holz
(Kat.−Nr. 20)

In der Nachkriegszeit rückt die internationale Moderne wieder ins Blickfeld. Picassos "Frauenbildnis" von 1955 steht für diese Entwicklung, die für die deutsche Kunst neue Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Carl Barths Gemälde "Neptun" von 1961 und Horst Antes' Aquarell "Paar im Raum" von 1964, die unsere Ausstellung beschließen, können diese Entwicklung nur andeuten.

In den 100 Werken dieser Ausstellung, Köpfen, Gesichtern, Selbstbildnissen und Porträts blicken wir in das Gesicht fast eines ganzen Jahrhunderts, in ihnen spiegelt sich nicht nur die individuelle, sondern auch die gesellschaftliche Geschichte von Menschen. Wir blicken wir in das Gesicht des 20. Jahrhunderts − von Angesicht zu Angesichts.

Horst Antes, Paar im Raum HORST ANTES (geb. 1936)
Paar im Raum   1964
Aquarell
(Kat.−Nr. 6)
Carl Barth, Neptun
CARL BARTH (1896−1976)
Neptun
   1961
Öl auf Leinwand (Kat.−Nr. 10)

zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2009

Künstler der Galerie

19. Mai bis 29. Juli 2009

Mit Werken von
Jankel Adler, Horst Antes, Gerd Arntz, Carl Barth, Ernst Barlach, Curt Beckmann, Max Beckmann, Josef Bell, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert, Max Burchartz, Heinrich Campendonk,
Max Clarenbach, Otto Dix, Josef Eberz, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Werner Gilles, Otto Gleichmann, Bruno Goller, Walter Gramatté, Curt Großpietsch, George Grosz, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Marta Hegemann, Hannah Höch, Heinrich Hoerle, Karl Hofer,
Karl Hubbuch, Fritz Huhnen, Franz M. Jansen, Käthe Kollwitz, Hanns Kralik,
Bernhard Kretzschmar, Paul Kühn, Peter Ludwigs, Marie von Malachowski−Nauen,
Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Walter Ophey, Otto Pankok, Pablo Picasso, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Karl Schwesig, Franz W. Seiwert,
Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase, E.A. Weber und Gert H. Wollheim

Überblick−Katalog 2009 Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen aller ausgestellten Werke und Preisen
Euro 3,−−

Horst Antes, Kopffüßler und blauer Vogel HORST ANTES (geb. 1936)
Kopffüßler und blauer Vogel
1963
Aquarell und Tusche
(Kat.−Nr. 14)
Gert Arntz, théatre
GERD ARNTZ (1900−1988)
théatre   1924
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 18)

Lyonel Feininger, Architektur LYONEL FEININGER (1871−1956)
Architektur   1963
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 58)
Carl Barth, Amerikanerin
CARL BARTH (1896−1976)
Amerikanerin   1963
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 26)

Jedes Frühjahr wieder sehnlichst erwartet wird der kleinformatige Überblickskatalog, der in jede Damenhandtasche und jedes Herrenjacket paßt und der − wie uns hinter vorgehaltener Hand berichtet wird − an jedem Ort und auf jedem Örtchen studiert werden kann.

Aus dem Vorwort des Kataloges "25 Jahre Remmert und Barth"


Franz M. Jansen, Frühling in der Großstadt FRANZ M. JANSEN
(1885−1958)
Frühling in der Großstadt   1926
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 113)
Walter Gramatté, Sterbender Wald I
WALTER GRAMATTÉ (1897−1929)
Sterbender Wald I   1922
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 80)

Bernhard Kretzschmar, Sonntag in Döbeln FRANZ M. JANSEN
(1885−1958)
Sonntag in Döbeln   1921
Radierung
(Kat.−Nr. 120)
Paul Kühn, Gasse in Wuppertal−Elberfeld
PAUL KÜHN (1885−1981)
Gasse in Wuppertal−Elberfeld
1919
Öl auf Karton
(Kat.−Nr. 125)

Walter Ophey, Schloß Pyrmont WALTER OPHEY (1882−1930)
Schloß Pyrmont   um 1920
Farbkreiden (Kat.−Nr. 143)
Christian Rohlfs, Die Rückkehr des verlorenen Sohnes
CHRISTIAN ROHLFS
(1849−1938)
Die Rückkehr des verlorenen Sohnes   1916
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 156)

zurück zum Seitenanfang



Mit Kunstverstand und Leidenschaft

Eine rheinische Privatsammlung

3. März bis 15. April 2009


50 Werke von über 20 Künstlern:

Jankel Adler, Carl Barth, Georg Baumgarten, Gottfried Brockmann, Theo Champion, Otto Dix, Ewald Dülberg, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Adolf de Haer, Reinhard Hilker, Hannah Höch, J.B.H. Hundt, Curt Lahs, Julo Levin,
Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Christian Rohlfs, Karl Schwesig, Lasar Segall, Adalbert Trillhaase, Gustav Wiethüchter und
Gert H. Wollheim


Katalogumschlag

KATALOG-PROSPEKT
16 Seiten, 17 Abbildungen, davon 9 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2009)
Bestell-Nr. 2019
Euro 2,−−


Ein rheinisches Sammler-Ehepaar

Über 25 Jahre haben sie gesammelt. Seit Anfang der 1980er Jahre verfolgten sie aufmerksam den Werdegang unserer Galerie. Sie besuchten jede Ausstellung, betrachteten aufmerksam die Bilder, studierten interessiert die Preisliste. Und kauften hin und wieder ein Blatt, eine kleine Skizze, einen unsignierten Holzschnitt, dann eine Zeichnung, ein Aquarell, ein Gemälde, immer natürlich nach Maßgabe ihres Budgets und den Möglichkeiten der Wände ihres Hauses. Sie erwarben Stück um Stück, beratungsbedürftig zunächst, alsbald jedoch mit Kunstverstand und Leidenschaft − gemäß der Devise: Kunst macht glücklich! Ein rheinisches Sammlerehepaar, das namentlich nicht genannt werden möchte (doch zur Eröffnung dieser Ausstellung vielleicht unter den Gästen weilen wird).

So entstand über die Jahre eine beachtliche Sammlung von kleinen und größeren künstlerischen Schätzen, vornehmlich aus dem Künstlerkreis des Jungen Rheinlands und der Künstlermutter Johanna Ey, wie es dem Programm unserer Galerie entspricht, mit Seitensprüngen − auch dies programmgemäß − beispielsweise zu der Berliner Dadaistin Hannah Höch.

Nun kommen diese Werke vorübergehend zu uns zurück, für uns ein freudiges Wiedersehen mit Kindern, die uns vor Jahren verlassen haben. Doch diese Werke machen bei uns nur Zwischenstation, um alsbald wieder in die Welt hinaus− und in andere begehrliche Hände überzugehen. Denn diese Sammlung steht zum Verkauf.

Aus Altersgründen hat unser rheinisches Sammlerpaar sich entschlossen, seine Schätze wieder in die Öffentlichkeit zu tragen und sie dem kulturellen Kreislauf des Sammelns, des Erwerbens, Besitzens und Weitergebens, anzuvertrauen. Mögen die neuen Besitzer sich mit ähnlicher Leidenschaft und vergleichbarem Kunstverstand dieser Werke annehmen, wie es unser verehrtes Sammlerpaar getan hat, dem wir für seine Treue zu unserer Galerie danken.

P.B.


zurück zum Seitenanfang


  Gerd Arntz, 1924
(Foto August Sander)

Gerd Arntz, 1925



GERD ARNTZ

im Kreise von Freunden und Kollegen

Jankel Adler   Gottfried Brockmann   Otto Freundlich
Marta Hegemann   Heinrich Hoerle   Franz W. Seiwert


25. November 2008 bis 31. Januar 2009



Katalogumschlag

KATALOG
16 Seiten, 31 Abbildungen, davon 9 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2008)
Bestell-Nr. 2018
Euro 3,−−


GERD ARNTZ gehört zum Kreis der sogenannten "Kölner Progressiven" um Franz Wilhelm Seiwert und Heinrich Hoerle, die in den 1920er Jahren mit einem politisch motivierten figurativen Konstruktivismus in die europäische Kunstszene eingriffen.

Gerd Arntz wurde 1900 in Remscheid geboren. 1920 lernte er im "Aktivistenbund" in Düsseldorf den Maler Jankel Adler kennen, der ihn mit seinen radikalen Kölner Weggefährten Franz W. Seiwert und Heinrich Hoerle bekanntmachte. Hoerle und Seiwerts revolutionäre Gesinnung und der rationale und konstruktive Bildaufbau ihrer Werke beeinflußten Arntz sehr. Weitere Künstler−Freunde in diesem Kreis waren die Kölner Anton Räderscheidt und seine Frau Marta Hegemann, der international tätige Avantgardist Otto Freundlich, der zwischen Berlin, Paris und Köln unterwegs war, und auch der zunächst in Köln als Schüler Hoerles und dann in Düsseldorf eigenständig arbeitende Gottfried Brockmann.

Gerd Arntz, der von 1924 bis 1929 in Düsseldorf lebte, war Mitglied des "Jungen Rheinlands" und gehörte zum Kreis um die legendäre Kunsthändlerin Johanna Ey. Er entwickelte die Kunstform des Holzschnittes zu einem perfekten Medium vielschichtiger und differenzierter bildmäßiger Aussage. 1929 ging Arntz als künstlerischer Leiter des Gesellschafts− und Wirtschaftsmuseums nach Wien. 1934 emigierte er in die Niederlande. 1988 ist Gerd Arntz in Den Haag gestorben.


Gerd Arntz, Feierabend GERD ARNTZ
Feierabend

1931/1979
Holzstock, bemalt
(Kat.−Nr. 5)

"Nachdem die Aufstände an Rhein und Ruhr unterdrückt worden waren, kehrte ich nur langsam zurück zu meinem Leben an der Kunstschule und zum Holzschneiden. Inzwischen hatte ich den Maler Jankel Adler kennengelernt. Unsere Freundinnen Agnes Thubeauville und Betty Kohlhaas wohnten im selben Haus. Durch Adler machte ich im Herbst 1920 flüchtig Bekanntschaft mit den Kölner Malern, die damals die Gruppe "stupid" bildeten. Es waren Heinrich Hoerle und seine Frau Angelika, Franz W. Seiwert und das Ehepaar Räderscheidt.

Die Schule von Kunowski hatte ich aufgegeben. Aber weil meine Eltern wünschten, daß ich doch etwas lernte, ging ich im Herbst 1921 pro forma auf die Kunstgewerbeschule in Barmen zu Professor Wiethüchter, dessen Atelier Jankel Adler damals benutzen durfte. Ab und zu besuchte uns Franz W. Seiwert; seine Gespräche und seine mit großem Ernst dargelegten Ansichten machten starken Eindruck auf mich."

Gerd Arntz, 1970er Jahre


Jankel Adler, Sitzender weiblicher Akt JANKEL ADLER (1895−1949)
Sitzender weiblicher Akt

um 1927
Tusche, Sand und Gips auf Papier
(Kat.−Nr. 24)
Gerd Arntz, Karussell
GOTTFRIED BROCKMANN (1903-1983)
Aus einem Topf Essende
1924
Bleistift
(Kat.−Nr. 30)

"Ich hatte vor, einen Totentanz zu schneiden und stürzte mich 1950 bei Ausbruch der Korea−Krise, fürchtend, daß ein neues Disaster vor der Tür stünde und ich nicht fertig würde, auf die 12 geplanten Linolschnitte. Aufs neue war ich zurückgekehrt zur Gesellschaftskritik. Die 'Einkleidung' war nicht nach historischen Vorbildern, sondern zeitgemäß. Eine Warnung vor der 'Bombe'."

Gerd Arntz, 1970erJahre


Gerd Arntz, TOTENTANZ Tanz der Nationen − In der Stadt − Im Dorf Gerd Arntz, TOTENTANZ Die Gelehrten − Die Künstler − Die Angestellten Gerd Arntz, TOTENTANZ Die Regierenden − Die  − Die Arbeiter Gerd Arntz, TOTENTANZ In der Luft − Auf der Erde − Im Wasser
GERD ARNTZ

TOTENTANZ
  1950
aTanz der Nationen
In der Stadt
Im Dorf
bDie Gelehrten
Die Künstler
Die Angestellten
cDie Regierenden
Die Händler
Die Arbeiter
dIn der Luft
Auf der Erde
Im Wasser
      (Kat.−Nr. 8)

Marta Hegemann, Die Lampe MARTA HEGEMANN (1894−1970)
Die Lampe

1926
Aquarell
(Kat.−Nr. 38)
Franz W. Seiwert, Die Fabrik
FRANZ W. SEIWERT
Die Fabrik
1923
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 49)

"Um etwas zu meinen Arbeiten zu schreiben: Seit 1920 zerreiße ich alles was nicht auf Holz gezeichnet ist und nicht geschnitten werden kann. Das Material liegt mir sehr, weil, abgesehen davon, daß das Schneiden sehr schön ist, mir das Holz die Möglichkeit bietet, durch ausgehobene höhere und tiefere Flächen und Linien mein plastische Gefühl zu befriedigen. Das Drucken kommt bei mir als zweites. Da ich überhaupt fast nur Graphiker bin und mich in der Zeichnung ganz auf Schwarz−Weiß mit wenigen Abstufungen beschränke, mußte ich zum Holzschnitt gelangen, wie er auch der heutigen Form entgegen− kommt. Doch faßte ich ihn nicht als reines Reproduktionsmittel an und lange arbeitete ich nur die Stöcke, ohne Abzüge machen zu wollen. Der Wunsch, fest und dauerhaft zu arbeiten, brachte mich dahin, womit ich nicht die Haltbarkeit durch Jahrhunderte meine, denn ich bin froh, das Holz schneller kaputt geht als Eisen und Stein. Es existiert schon so viel was schneller verschwinden sollte; vielleicht helfen diese Drucke neben anderem dazu mit."

Gerd Arntz, 1925


Franz W. Seiwert, Madonna FRANZ W. SEIWERT (1894-1933)
Madonna
1918
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 47)
Heinrich Hoerle, Stilleben mit Birnen und Traube
HEINRICH HOERLE (1895-1936)
1927
Mischtechnik
(Kat.−Nr. 45)

"Gerd Arntz schneidet in seine Platten Bilder der Arbeit und Bilder der Arbeitenden: Streckenarbeiter, Schleppkähne, Eisenbahnen, Hinterhäuser, Vorstadtzäune, Arbeiterkolonie, dazwischen das Vorstadttheater und 'An Amerika'. Er schneidet das alles mit einem in Deutschland ungewohnten Mangel an Sentimentalität. Einfach, Tatsache, so ist es. Dabei in der Form vereinfacht bis zum Symbol."

Franz W. Seiwert über Gerd Arntz, 1925


Gerd Arntz, Das Jahr GERD ARNTZ
Das Jahr
1956
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 12)
Gerd Arntz, Television
GERD ARNTZ
Television
1967
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 19)

"Gerd Arntz hat eine sichere Hand. Wenn er seine Holzschnitte macht, so zieht das Messer die geraden Linien durch, haarscharf, bis ans Ende. Die schwarzen Flächen sind herausgemeißelt und stehen hart und fest da. Die Holzschnittplatte ist gearbeitet wie ein gutes Relief. In seinem Blut pulst das Blut alter Handwerkerfamilien, die exakt arbeitende Werkzeuge bauten. Im Mittelalter hätte er in Brabant gesessen und große Tafeln geschnitzt in Chorstühlen und Altären. Man muß seine Holzplatten in die Hand nehmen, sie fühlen sich an wie gutes altes Handwerk. Es überträgt sich durch sie eine Spannung auf unseren Körper, eine wohltuende Wärme, die uns den Arbeitsprozeß bei der Entstehung des Werkes nachfühlen lä ßt. Dabei ist das, was er arbeitet, nicht entgegenkommend, es ist genau so hart wie das Holz. Es verlangt zunächst mehr von dem Betrachter, als es einfach gibt. Und erst wenn der Betrachter den Willen zeigt, einzudringen und mitzuarbeiten am Werk, zeigt sich ihm die Schönheit und Ausgeglichenheit seiner inneren Struktur."

Franz W. Seiwert über Gerd Arntz, 1925


Gerd Arntz, um 1980
Gerd Arntz, um 1980

mehr zu Gerd Arntz zurück zum Seitenanfang

Gottfried Brockmann, 1924
Gottfried Brockmann, 1924

GOTTFRIED BROCKMANN

1903 bis 1983

Ausgewählte Werke

9. September bis 8. November 2008



Katalogumschlag KATALOG
mit einem Text des Künstlers
sowie Texten von Uli Bohnen und Jan Brockmann
112 Seiten mit 140 Abbildungen
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 16,−−
(Bestell-Nr. 1042)

Wir weisen darauf hin,
daß auch unser 2006 erschienener Katalog
Gottfried Brockmann
1903−1983
Gemälde und Arbeiten auf Papier

noch verfügbar ist
(Bestell-Nr. 1039 / Euro 14,−−)

140 Arbeiten werden gezeigt, aus den Jahren 1922−1960, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphiken und Drahtplastiken.


Gottfried Brockmann, Mütterliche Geborgenheit Mütterliche Geborgenheit
1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 14)
Gottfried Brockmann, Sitzende im Raum
Sitzende im Raum
1922
Bleistift
(Kat.−Nr. 12)

Gottfried Brockmann, Friseur−Attrappe II Friseur−Attrappe II
um 1923
Bleistift, aquarelliert
(Kat.−Nr. 23)
Gottfried Brockmann, Drahtfigurine II
Drahtfigurine II
1923
Bleistift
(Kat.−Nr. 17)

Gottfried Brockmann ist einer der eigenwilligsten Weggefährten der Kölner Dadaisten und Konstruktivisten. Max Ernst und Anton Räderscheidt, Franz W. Seiwert und Heinrich Hoerle prägten seine künstlerische Entwicklung in den 1920er Jahren. Brockmanns konstruktiver Realismus hat ebenso naive wie "magische" als auch surrealistische Züge. Brockmann erfaßt die Welt kritisch und ironisch, ohne den Dingen und Figuren ihren Zauber, ihre Hintergründigkeit und ihr Geheimnis zu rauben.


Gottfried Brockmann, Figurinen im Raum Figurinen im Raum
1925
Mischtechnik
(Kat.−Nr. 36)
Gottfried Brockmann, Sitzende Figurinen auf einer Bank
Sitzende Figurinen auf einer Bank
1925
Deckfarben und Tusche
(Kat.−Nr. 37)

Geboren 1903 in Köln, lernt Brockmann 1920 Heinrich Hoerle kennen, wird sein Schüler und entwickelt seine eigene Kunstauffassung in enger Verbindung und kritischer Auseinandersetzung mit der sich bildenen "Gruppe Progressiver Künstler" um Hoerle und Seiwert.
1926 siedelt er nach Düsseldorf über und beginnt ein Studium an der dortigen Kunstakademie, 1928 wird er Meisterschüler bei Heinrich Campendonk. 1932 erhält er einen Lehrauftrag an der Akademie und wird Vorstandsmitglied der "Rheinischen Sezession".
1933 erhält er Akademieverbot und entzieht sich den NS−Anfeindungen durch Flucht nach Berlin, wo er bis 1942 handwerklichen Tätigkeiten als Broterwerb nachgeht. 1942−45 wird er zum Kriegsdienst eingezogen. 1945−52 lebt er in Hof an der Saale. 1952 siedelt er nach Kiel über, wo er Kulturreferent der Stadt wird und von 1955−70 die Werkkunstschule leitet. 1983 stirbt Brockmann in Kiel.


Gottfried Brockmann, Der Prinzipienreiter (Steckenpferd) Der Prinzipienreiter (Steckenpferd)
um 1928
Tusche
(Kat.−Nr. 80)
Gottfried Brockmann, Der Illusionist
Der Illusionist
um 1928
Tusche
(Kat.−Nr. 82)

Gottfried Brockmann, Tiere (Sechs Skizzen) Tiere (Sechs Skizzen)
um 1928
Tusche, Farb− und Bleistift
sowieCollage auf einen Karton montiert
(Kat.−Nr. 89)
Gottfried Brockmann, Hahn
Hahn
1930
Blei− und Farbstift auf Pergamin
(Kat.−Nr. 102)

"1926−1932 in den Jahren meiner Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie tritt der sozialengagierte Zug in meinen Arbeiten zurück. Ironie und Skepsis werden erkennbar, Reaktion auf die Schwächen der Weimarer Republik, die ihre revolutionären Impulse mehr und mehr verlor. Als sich der Nationalsozialismus ankündigte, draußen und in der Akademie, wurde ich politisch wieder aktiver... 1932 war mir aus Prag die Trotzki'sche Schrift "Wie wird der Nationalsozialismus geschlagen" zugesandt worden. Der darin aufgezeigte Weg schien mir richtig. Wir propagierten den Generalstreik und hofften auf eine gemeinsame Front der beiden sozialistischen Parteien gegen Hitler.
Wir hatten unseren Gegner unterschätzt. Im April 1933: ein schwarzer Mercedes hält bei uns in Düsseldorf−Stockum, Uniformierte in unserer Wohnung, Hausdurchsuchung, Gewalttat und Schußwaffenbedrohung. Bei den Eltern meiner Frau in Berlin−Dahlem suchte ich eine unauffällige Bleibe. Eine Rückkehr in meine Tutor−Position an der Akademie war undenkbar."

Gottfried Brockmann, 1978


Gottfried Brockmann, Das Rote Meer Das Rote Meer
1934
Mischtechnik auf Malkarton
(Kat.−Nr. 113)
Gottfried Brockmann, "Deus ex machina"
"Deus ex machina"
1935
Tempera auf Malkarton
(Kat.−Nr. 114)

Gottfried Brockmann, "Dilldopp" (Kreisel) Lehrstück: Niederländische Küche
1951
Tempera auf Hartfaser
(Kat.−Nr. 5)
Gottfried Brockmann, Selbstbildnis mit Muschel
"Dilldopp" (Kreisel)
um 1955
Collage und Mischtechnik auf Karton
(Kat.−Nr. 131)

mehr zu Gottfried Brockmann zurück zum Seitenanfang

ÜBERBLICK 2008
Künstler der Galerie von Jankel Adler bis Gert H. Wollheim

3. Juni bis 24. August 2008

Mit Werken von
Jankel Adler, Horst Antes, Carl Barth, Georg Baumgarten, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert, Theo Champion, Heinrich Campendonk, Otto Dix, Max Ernst, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Otto Gleichmann, Bruno Goller, Walter Gramatté, HAP Grieshaber, George Grosz, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Marta Hegemann, Hannah Höch, Adolf Hoelzel, J.B.H. Hundt, Max Kaus, Käthe Kollwitz, Hanns Kralik, Bernhard Kretzschmar, Will Küpper, Wilhelm Lachnit, Curt Lahs, Paula Lauenstein, August Macke, Marie von Malachowski−Nauen, Ewald Mataré, Ernst Mollenhauer, Johannes Molzahn, Heinrich Nauen, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Anton Räderscheidt, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Fritz Schaefler, Karl Schmidt−Rottluff, Hermann Schmitz, Werner Schramm, Karl Schwesig, Max Schwimmer, E.A. Weber, Gustav Wiethüchter und Gert H. Wollheim

Werner Schramm, Mademoiselle Paulette Kleinbildkatalog mit über 190 Abbildungen (aller ausgestellten Werke) und Preisen
Euro 3,−−

Jankel Adler, Sitzender bärtiger Mann mit Mütze JANKEL ADLER (1895−1949)
Sitzender bärtiger Mann mit Mütze
um 1924
Radierung
(Kat.−Nr. 3)
Carl Barth, Blaue Nacht im Gebirge
CARL BARTH (1896−1976)
Blaue Nacht im Gebirge   1959
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 15)

Gottfried Brockmann, Nachdenkender GOTTFRIED BROCKMANN (1903−1983)
Nachdenkender   1922/23
Bleistift
(Kat.−Nr. 22)
Otto Dix, Begräbnis
OTTO DIX (1891−1969)
Begräbnis   1922
Radierung
(Kat.−Nr. 35)

Conrad Felixmüller, Regentag CONRAD FELIXMÜLLER (1897−1977)
Regentag 1921
Lithographie
(Kat.−Nr. 46)
Adolf Hoelzel, Verkündigung an die Hirten
ADOLF HOELZEL (1853−1934)
Verkündigung an die Hirten   um 1925
Pastell
(Kat.−Nr. 95)

Ewald Mataré, Hahn EWALD MATARÉ (1887−1965)
Hahn   1930
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 124)
Heinrich Nauen, Zinnien in schwarz−weißer Vase
HEINRICH NAUEN (1880−1940)
Zinnien in schwarz−weißer Vase
um 1930
Öl auf Leinwand auf Holz
(Kat.−Nr. 127)

Gert H. Wollheim, Eine Dienstmagd zu Tode gemartert GERT H. WOLLHEIM (1894−1974)
Eine Dienstmagd zu Tode gemartert   1921
Aquarell, Farbstifte, Tusche und Collage
(Kat.−Nr. 185)
Gert H. Wollheim, Der Streit
GERT H. WOLLHEIM
Der Streit
   1920
Tusche
(Kat.−Nr. 189)

zurück zum Seitenanfang


Die fantastische Welt der Hannah Höch

Die Puppe Balsamine und der Zauberbusch



22. Januar bis 10. April 2008




Hannah Höch, 1915

Hannah Höch, 1915
Katalogumschlag KATALOG
mit Texten der Künstlerin , einer biographischen Dokumentation mit 30 Abbildungen,
einer Einführung von Peter Barth sowie dem Original−Linolschnitt "Spiegelung", um 1965
144 Seiten, 120 Werkabbildungen von Hannah Höch,
20 Werkabbildungen von Raoul Hausmann
Format 24 x 17 cm
in Leinen gebunden mit Schutzumschlag
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Euro 28,−−
(Bestell-Nr. 3007)

Hannah Höch, geboren 1889 in Gotha in Thüringen, gestorben 1978 in Berlin, zählt zu den großen deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Als einzige weibliche Mitstreiterin in der Berliner Dada−Bewegung um 1920, an der Seite von Raoul Hausmann und befreundet mit Kurt Schwitters, war sie an der Entwicklung der dadaistischen Kunstform der Fotomontage wesentlich beteiligt. Hannah Höch hat ein Lebenswerk geschaffen, das faszinierend ist in seiner Vielfalt und eine künstlerische Souveränität offenbart, der die unterschiedlichsten Techniken, Stile und Materiali-en zur Verfügung standen. Expressive und konstruktive, kubistische und surrealistische, neu−sachliche und abstrakte Bildfindung beherrschte sie gleichermaßen. Der Kunstform der Fotomontage blieb sie bis zu ihrem Lebensende treu. Hannah Höch "malte" mit Pinsel, Feder und Schere. Das Prinzip der Collage und Montage war ihr künstlerisches Lebensprinzip. Internationale Anerkennung errang ihr Werk in den letzten dreißig Jahren durch museale Ausstellungen in London, Paris, Mailand, Berlin, Kyoto, Los Angeles, New York und Madrid. Derzeit ist eine repräsentative Hannah−Höch−Ausstellung in Basel/Schweiz im Museum Tinguely zu sehen (Januar bis April 2008).

Der vorliegende Katalog enthält 120 Werkabbildungen von Hannah Höch, 20 von Raoul Hausmann und 30 dokumentarische Abbildungen, Texte der Künstlerin zum Begriff der "Fantastischen Kunst" und der "Fotomontage" sowie eine Einführung von Peter Barth. Außerdem ist der Katalog mit einem Original−Linolschnitt ausgestattet.

Hausmann, Hannah Höch mit Hut I RAOUL HAUSMANN (1886−1971)

Hannah Höch mit Hut I
   1915
Tusche
(Kat.−Nr. 121)
Hausmann, Hannah Höch mit Hut II
Hannah Höch mit Hut II   1915
Tusche
(Kat.−Nr. 122)


Raoul Hausmann und Hannah Höch, 1915
Raoul Hausmann und
Hannah Höch
Berlin 1915


Hausmann, Hannah − Stehender Akt RAOUL HAUSMANN (1886−1971)

Hannah − Stehender Akt
   1916
Kreide
(Kat.−Nr. 126)
Hausmann, Hannah Höch
Hannah Höch   1915
Holzschnitt
(Kat.−Nr. 125)


Presse−Echo – aktuell

Hannah Höch: Mit der Schere in die Kunstgeschichte

"Ihre Position in der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts hat sich Hannah Höch mit der Schere erobert: Die Künstlerin ist Schöpferin oft grotesker Fotocollagen auf der Grenzlinie zwischen Komik und surrealer Abgründigkeit.
Das allerdings viel facettenreichere Lebenswerk von Hannah Höch (1889−1978) aus rund 60 Schaffensjahren breitet vom 22. Januar bis 10. April die Düsseldorfer Galerie Remmert und Barth aus. Die museumswürdige Werkschau der selten, aber dennoch international präsentierten Künstlerin zeigt etwa 130 Zeichnungen, Grafiken, Gemälde und eine Reihe ihrer Montagen zwischen Konstruktivismus und Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und abstrakten Bildfindungen."

dpa Düsseldorf, 21. Januar 2008



Zu einem Märchen I (Der schöne Vogel) Zu einem Märchen II (Der Der Lauscher) Zu einem Märchen III (Das Vogeltribunal)
Der schöne Vogel Der Lauscher Das Vogeltribunal
Zu einem Märchen IV (Die Kutschfahrt) Zu einem Märchen V (Der kranke Frosch in der Spielzeugwerkstatt) Zu einem Märchen
1945/46
5 Aquarelle
(Kat.Nrn. 56-60)
Die Kutschfahrt Der kranke Frosch
in der Spielzeugwerkstatt


Presse−Echo – aktuell

Gegengift Fantasie
Susanne Schreiber

"Bubikopf und große, fragende Augen, avantgardistisch und unbestechlich: So sah sich Hannah Höch (1889-1978) in einem Selbstporträt von 1929. Es transportiert auch ihre wilde Entschlossenheit, die Kunst zu erneuern und sie vor den Spießern zu bewahren. Das 'Selbstbildnis' ist eines der Hauptwerke der facettenreichen Ausstellung 'Die fantastische Welt der Hannah Höch' in der Galerie Remmert und Barth in Düsseldorf."

HANDELSBLATT, 8./9./10. Februar 2008



Zauberbusch Zauberbusch   1955
Fotomontage und Deckfarben
(Kat.−Nr. 14)
Der rote Kopf
Der rote Kopf   1964
Fotomontage
(Kat.−Nr. 15)


Presse−Echo – aktuell

Eine ewig Lernende
Klaus Sebastian

"'Ich habe alles gemacht − und mich um Handschrift und Merkmal nie gekümmert', bekannte Hannah Höch einmal. Weil sie sich dagegen sträubte, einen für den Kunstmarkt tauglichen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln, blieb ihr schließlich auch die ganz große Karriere versagt...

Die Ausstellung bei Remmert und Barth spiegelt denn auch die ganze Vielseitigkeit des Oeuvres wider: Von den Dada−Puppen (auf einer Fotografie) über Katzenzeichnungen, konstruktivisten Versuchen, surrealen Aquarellen, Holzschnitten, Fotocollagen und Kriegsanklagen − Höch hat sich tatsächlich an allem versucht...

wie eine ewig Lernende bewahrte sich die Höch bis ins hohe Alter ihre Neugier und ihr Vertrauen auf die Kraft der Phantasie. 'Phantastische Kunst' empfand sie freilich nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als Angriff auf die Unvollkommenheit der gesellschaftlichen Verhältnisse."

RHEINISCHE POST, 3. März 2008



Statik Statik   um 1955
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 7)

Vorüberzeihende Form Vorüberzeihende Form
(Farbige Zeichnung IV aus der Serie 0)

1961
Aquarell und Tusche
(Kat.−Nr. 70)
Geschlossene Form
Geschlossene Form
(Farbige Zeichnung V aus der Serie 0)

1961
Aquarell und Tusche
(Kat.−Nr. 71)

Mausoleum für eine Utopie Mausoleum für eine Utopie
1967
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 8)

mehr zu Hannah Höch zurück zum Seitenanfang

GROSSES EY WIR LOBEN DICH

Johanna Ey und ihr Künstlerkreis



4. September bis 17. November 2007


Johanna Ey, 1929

Johanna Ey, 1929

Katalogumschlag KATALOG
180 Seiten, 200 Werkabbildungen, davon 66 in Farbe,
60 dokumentarische Abbildungen,
mit einem Text von Peter Barth
Format 24 x 17 cm
in Leinen gebunden mit Schutzumschlag
Euro 35,−−


Mit Werken von
Jankel Adler, Carl Barth, Adam Bastian, Curt Beckmann, Gottfried Brockmann, Trude Brück, Heinrich Campendonk, Theo Champion, Otto Dix, Alois Erbach, Max Ernst, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Otto Freundlich, Richard Gessner, Werner Gilles, Bruno Goller, Otto Griebel, Adolf de Haer, Lisa Hartlieb−Rilke, Heinrich Heckroth, Marta Hegemann, Werner Heuser, Heinrich Hoerle, J. B. Hermann Hundt, Heinrich Kamps, Arthur Kaufmann, Will Küpper, Curt Lahs, Ulrich Leman, Julo Levin, Peter Ludwigs, Marie von Malachowski−Nauen, Heinz May, Heinrich Nauen, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Anton Räderscheidt, Hans Rilke, Christian Rohlfs, Jean Paul Schmitz, Werner Schramm, Karl Schwesig, Jacobo Sureda, Zoltan Székessy, Adalbert Trillhaase, Siegfried Trillhaase, Adolf Uzarski, Eberhard Viegener, Heinz Wever und Gert H. Wollheim



Otto Dix und Johanna Ey in Düsseldorf, 1924

Otto Dix und Johanna Ey in Düsseldorf, 1924
Foto: Hehmke-Winterer

JOHANNA EY (1864−1947) war in den 1920er Jahren Kunsthändlerin in Düsseldorf. Als "meistgemalte Frau Deutschlands" ging sie in die Kunstgeschichte ein. Als "Mutter Ey" wurde sie zur Legende − eine rundliche Frau um die Sechzig, aus einfachen Verhältnissen, mit Verständnis für die materiellen und persönlichen Nöte ihrer Künstler. Seit 1916 betrieb Johanna Ey eine Kunsthandlung für die konservative "Düsseldorfer Malerschule". Durch den Kontakt mit den aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrenden jungen rebellischen Künstlern − vor allem Otto Pankok und Gert Wollheim − entwickelte sie sich zur Kunsthändlerin für eine fortschrittliche "neue Kunst". 1921 zeigte sie die erste Einzelausstellung von Max Ernst in Deutschland. 1922 zog auf ihre Einladung hin Otto Dix von Dresden nach Düsseldorf. Ihr "Laden" mit dem Firmenschild NEUE KUNST FRAU EY wurde zum Zentrum der gesamten rheinischen Künstler−Avantgarde.

Die vorliegende Publikation läßt Leben und Wirken der bedeutenden Kunsthändlerin lebendig werden − mit 200 Werkabbildungen von 50 Künstlern, über 60 dokumentarischen Abbildungen, biographischen Daten zu allen Künstlern sowie einem Text, der viele Zitate aus Johanna Eys autobiographischen Aufzeichnungen enthält.


Otto Dix OTTO DIX (1891−1969)
Johanna Ey
als rettender Engel

   1922
Tusche
(Archiv Remmert und Barth)


grosses ey wir loben dich
ey wir preisen deine staerke
vor dir neigt das rheinland sich
und kauft gern und billig deine werke

max ernst, 1929


Adler, Sitzende am Tisch JANKEL ADLER (1895−1949)
Sitzende am Tisch
   um 1928
Bleistift
(Kat.−Nr. 4)


Deine Augen sind die leuchtenden, Erquickung spendenden Signale
dem Wanderer, der auf langem Wege kommt, Heimat hoffend.
Deine Hände sind Balsam auf müden, verzweifelten Seelen.
Deine Füße sind der sanfte Abendtritt des Schlafs.
Deine Zigaretten zerbeißen den Schmerz zerrissener Ehen.
Dein warmer Ofen ist Zentrum armer, obdachloser Gesellen.
O laß uns alle bei dir bleiben, der Tag hat sich geneigt, und es lechzt
der Mund nach Schnaps und hoher geistiger Zwiesprache.

Gert H. Wollheim, 1921


Dix, Zirkusscene OTTO DIX (1891−1969)
Zirkusscene
   1923
Aquarell und Collage
(Kat.−Nr. 39)


In der Düsseldorfer Altstadt fehlt ein Denkmal. Es sollte nicht weit von der Kunstakademie stehen, nicht weit von dem Haus Ratinger Straße 45, in dem der Dichter Immermann gelebt hat und gestorben ist und in dem Johanna Ey im Jahre 1910 ihre Bäckereifiliale eröffnete. Nicht viele Städte können sich rühmen, eine Person beherbergt zu haben, die so unzertrennlich ist von ihrer Geschichte wie Johanna Ey, und es gibt wenig Personen, die wie sie der Dankbarkeit ihrer Freunde so gute Gelegenheit geben, ihr ein Denkmal zu errichten.

Heinrich Böll, 1960



Johanna Eys Herz schlug für die Leidenden und Unterdrückten, von den "reinen Formen" verstand sie nicht viel. Instinktiv begriff sie, was Otto Dix mit seinen Schützengrabenbildern, Wollheim mit seinem "Verwundeten" sagen wollte. Sie empfand auch, wie sie es in ihrer unverbildeten Sprache ausdrückte, früh das "Unheimliche" in den Bildern von Max Ernst und wagte als erste, sie auszustellen.

Anna Klapheck, 1977


ROBERT PUDLICH (1905−1962)
Porträt Johanna Ey
   1930
Öl auf Holz
(Kat.−Nr. 127)
Pudlich, Porträt Johanna Ey


Im Gegensatz zu gewitzten Kunsthändlern wie Karl und Joseph Nierendorf, Andreas Becker oder Alfred Flechtheim hatte die legendäre Mutter Ey aus Düsseldorf all ihre mütterlichen Gefühle von ihrem betrunkenen Braumeister und zwölf Kindern auf die kämpfenden Avantgarde-Künstler übertragen, wo immer sie zu finden waren.
Sie war von enormem Umfang, und wenn sie ging, bebte alles, auch sie selber. Ich entsinne mich des freundlichen Augenzwinkerns hinter der Stahlbrille, und viele Künstler jener Zeit erinnerten sich an die fürstlichen Inflationsmark−Beträge, die sie für ihre Werke zahlte und die wenigstens wieder eine Tüte Lebensmittel bedeuteten oder sogar die Miete.

Jimmy Ernst, 1984



Presse−Echo – aktuell

Großes Ey, wir loben dich!
Ulrike Merten

Als rettender Engel schwebt Johanna Ey herbei − ein freundliches Lächeln im runden Gesicht, einen 2000er−Schein in der Hand. Mit wenigen Strichen illustrierte Otto Dix um 1922 seine Dankespost an Düsseldorfs legendäre Kunsthändlerin. Und umriß so ihre Schlüsselrolle: Eben nicht die naive, Brötchen schmierende, ihre mageren Künstler mit Kuchen fütternde "Mutter Ey". Sondern die toughe Geschäftsfrau mit Instinkt für Qualität und Mut zur jungen, provokanten Kunst. "Ohne Johanna Ey hätte Dix nicht überleben können", betont Galerist Peter Barth. "Ebenso Max Ernst. Als der 22 nach Paris ging, war das ein ganz armer Schlucker."

Ey nahm einen kapitalen Kredit auf und kaufte ihm alle frühen wichtigen Werke ab, darunter "Rendevous der Freunde" oder "Die schöne Gärtnerin", und Ernsts Vierzeiler zählt längst zum Bonmot−Schatz der Kunstgeschichte: "grosses ey wir loben dich / ey wir preisen deine staerke / vor dir neigt das rheinland sich / und kauft gern und billig deine werke"...

Professor Ulrich Krempel, Direktor des Sprengel−Museums Hannover, hat seine Eröffnungsworte noch nicht gesprochen, da sind bereits 20 Werke per Telefon nach Berlin, München und Köln verkauft − an Sammler, die sich über den vorab verschickten Katalog orientiert haben. "Die 20er Jahre sind eine nach wie vor gefragte Zeit", sagt Remmert. "Es ist unsere gelebte Geschichte, sie berührt immer noch".

NEUE RHEIN ZEITUNG, 1. September 2007



Székessy, Johanna Ey ZOLTAN SZÉKESSY (1899−1968)
Johanna Ey
   1932
Gips, getönt
(Kat.−Nr. 162)
Sureda, Johanna Ey
JACOBO SUREDA (1901−1935)
Johanna Ey
   1933
Kohle und schwarze Kreide
(Kat.−Nr. 161)


Mehr als nur Mutter − die moderne Frau Ey
Nicole Bolz

Ihr Gesicht kennt man von unzähligen Gemälden. Schließlich galt Johanna Ey in den 1920er Jahren als die meist gemalte Frau Deutschlands. Eine rundliche Dame um die 60, die dunklen Augen blicken freundlich durch die dicken Brillengläser. Als Altstadtoriginal "Mutter Ey" wird sie vermarktet, dabei ist sie − ganz im Gegenteil − eine äußerst fortschrittliche, moderne Frau und Wegbereiterin der avantgardistischen Kunst...

WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 1. September 2007


60. Todestag von Johanna Ey bei Remmert und Barth, Düsseldorf

Gewidmet dem Ey
Henrike Schulte

Die Entscheidung war schnell getroffen. Als Johanna Ey eines Sonntagmorgens im Jahre 1919 von Johlen und Schimpfen erwachte und feststellte, dass zwei seit dem Vorabend im Schaufenster ihrer Galerie platzierte Werke der jungen Künstler Otto Pankok und Gert Wollheim einen Tumult ausgelöst hatten, war klar: "Jetzt gerade stelle ich die Modernen aus!". Noch nicht lange zuvor hatte die als "Mutter Ey" in Künstlerkreisen bekannte 56−Jährige am Düsseldorfer Hindenburgwall 11 ihre Verkaufsräume eröffnet. Die Düsseldorfer Galerie Remmert und Barth... zeigt zum 60. Todestag von Johanna Ey eine mit 200 Exponaten bestückte Verkaufsausstellung Arbeiten all derjenigen Künstler, deren Werk ohne die Arbeit der umtriebigen Geschäftsfrau wohl nie oder zumindest weniger Bekanntheit erlangt hätte...

Bereits 1920 nimmt Max Ernst Kontakt zur Galeristin auf, sie wird 1921 die erste Einzelausstellung seines Werkes organisieren, und auch Otto Dix sitzt ab demselben Jahr mit in Eys Boot. Weniger bekannte Künstler wie Adalbert Trillhaase, Mathias Barz, Trude Brück, Fritz Feigler, Hermann Hundt, Peter Ludwigs, Hans Rilke und Karl Schwesig ergänzen die Runde. Später kommen Jankel Adler, Anton Räderscheidt und Franz W. Seiwert dazu. Auch hier gibt der Katalog zur Ausstellung ausführlich Einblick in die weitere Entwicklung der Galerie sowie das Schalten und Wirken der einzelnen Künstler...

www.artnet.de, 6. September 2007



Wollheim, Johanna Ey lesend auf ihrem Diwan GERT H. WOLLHEIM (1894−1974)
Johanna Ey lesend auf ihrem Diwan
   um 1922
Tusche
(Kat.−Nr. 185)
Wollheim, Mutter Ey
GERT H. WOLLHEIM
Mutter Ey
   1921
Aquarell
(Kat.−Nr. 187)


Johanna Ey und ihr Kreis
Klaus Sebastian

Einen Brief an Johanna Ey verzierte Otto Dix mit einer fröhlichen Karikatur: Da segelt die rundliche Kunsthändlerin als rettender Engel durch die Lüfte; in der Hand hält sie eine 2000−Mark−Banknote. Die legendäre "Mutter Ey" (die Vermarktung als Altstadtoriginal gefiel ihr selbst überhaupt nicht) liebte und förderte ihre Künstler...

Die Geschichte der mutigen Kunsthändlerin wird im Katalog zur Ausstellung ("Großes Ey wir loben dich!") bei Remmert und Barth bildhaft erzählt...

Fast alle wollten die Mäzenin malen. Porträts in der Ausstellung zeigen die Ey mal mit "wilden Locken", mal als Nero oder als Schachspielerin. Sie zeugen von einer Beziehung zwischen Künstlern und ihrer Galeristin, die man sich heutzutage kaum noch vorstellen kann.

RHEINISCHE POST, 18. September 2007



Wollheim, Porträt Otto Dix GERT H. WOLLHEIM
Porträt Otto Dix
   1921
Tusche
(Kat.−Nr. 188)


Großes Ey, wir loben dich
Catrin Lorch

Sie ist die Mutter der Düsseldorfer Kunstszene in den Zwanzigern: Eine Ausstellung bei Remmert und Barth huldigt der Galeristin Johanna Ey.

Wenn es ein Markenzeichen der Moderne in Düsseldorf gäbe, dann müsste es das Ei sein: Die zerlaufene Geometrie des Eies prangte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf Katalogtiteln und Plakaten − und niemand hat die Umrisse der fast gleichnamigen Dame liebenswerter reduziert als Otto Freundlich im Jahr 1934, der mit dem Bleistift ihr Lächeln in einem auf der Spitze stehenden Ei rahmte; zwei Kreise für die Brille und ein breiter Strich für die Nase genügten, die Kunstwelt kannte und liebte das Gesicht der Johanna Ey, der Kunsthändlerin, die eine ganze Generation päppelte.

Zum 60. Todestag der Kollegin in diesem September widmen die Galeristen Herbert Remmert und Peter Barth aus Düsseldorf der legendären Kollegin eine Ausstellung, für die sie knapp zweihundert Arbeiten aus dem Umfeld der Mutter Ey zusammengetragen haben...

FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG, 7. Oktober 2007


Am Anfang war das Ey
Isabel Fechter

Sie gilt als "meistgemalte Frau": Johanna Ey, die Mutter Courage der rheinischen Avantgarde, schrieb Düsseldorfer Kunstgeschichte

NOMEN EST OMEN? Manchmal schon. Treffender könnte der Zufall nicht spielen als beim Namen der legendären Düsseldorfer Kunsthändlerin Johanna Ey. Ihre Namensvetterin die heilige Johanna: die Kämpferische, Unbeugsame. Das Ei: Sinnbild für Geborgenheit, die Keimzelle, das Leben. All dies bedeutete die Ey, das Ey, Tante Ey, Mutter Ey, wie sie auch genannt wurde, für die Künstler des "Jungen Rheinlands", die sie unterstützte, verteidigte, ausstellte und förderte...

Seit 27 Jahren bewegt sich die Düsseldorfer Galerie Remmert und Barth auf den Spuren des Ey−Kreises und "Jungen Rheinlands". Nicht ohne Hintergrund, gehörte doch der Vater von Peter Barth, der Maler Carl Barth, in dieses Umfeld. Aber die einst Revolutionären sind zu einem großen Teil heute vergessen. Wie bei Johanna Ey damals, gehören auch heute Engagement und Mut dazu, immer wieder auf diese Zeit und ihre Künstler aufmerksam zu machen. Mit einer Ausstellung von rund 200 Werken von 50 Künstlern und reich bebilderter Publikation mit essentiellem Beitrag von Peter Barth begeht die Galerie den 60. Todestag von Johanna Ey...

WELTKUNST, Heft 12/2007, 15. Oktober



zurück zum Seitenanfang


Aus allen Hölzern war Leben zu erwecken

WILHELM RUDOLPH

Holzschnitte 1920 − 1960

5. Juni bis 11. August 2007

Katalogumschlag
Leporello mit 40 Kat.-Nrn. und 15 Abb.
Zusendung auf Wunsch

Ich nutzte jede Holzart für meinen Zweck, arbeitete in Kiefer, Linde, Erle, Eiche, Fichte und Pappel oder in Sperrhölzern der verschiedensten Art, wenn ich nichts anderes hatte. Aus allen Hölzern war Leben zu erwecken.

Wilhelm Rudolph


Rudolph, Trinker Trinker   um 1935
Holzschnitt
297 x 362 mm
(Kat.−Nr. 7)
Rudolph, "See"
"See" (Meer)   um 1925
Holzschnitt
493 x 653 mm
(Kat.−Nr. 2)

Rudolph, Junger Wolf Junger Wolf   um 1935
Holzschnitt
443 x 597 mm
(Kat.−Nr. 9)
Rudolph, Pavian
Pavian   um 1930
Holzschnitt
375 x 425 mm
(Kat.−Nr. 6)

Rudolph, Dresden, Zöllnerstraße Dresden, Zöllnerstraße
um 1946
Holzschnitt
480 x 648 mm
(Kat.−Nr. 17)
Rudolph, An der Elbe
Zwei Akte am Elbufer   um 1955
Holzschnitt
453 x 660 mm
(Kat.−Nr. 27)

mehr zu Wilhelm Rudolph zurück zum Seitenanfang


ÜBERBLICK 2007
Künstler der Galerie von Christian Rohlfs bis Ewald Mataré

27. Februar bis 19. Mai 2007

Mit Werken von
Jankel Adler, Carl Barth, Georg Baumgarten, Max Beckmann, Gottfried Brockmann, Franz Bronstert, Max Burchartz, Ernst Bursche, Max Clarenbach, Otto Coester, Lovis Corinth, Otto Dix, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Bernhard Gobiet, F.K. Gotsch, Walter Gramatté, Erwin Graumann, HAP Grieshaber, George Grosz, Raoul Hausmann, Werner Heuser, Hannah Höch, Carl Hofer, Eugen Hoffmann, J.B.H. Hundt, Heinrich Kamps, Max Kaus, Edmund Kesting, Käthe Kollwitz, Paul Klee, Bernhard Kretzschmar, Paul Kühn, Will Küpper, Curt Lahs, Paula Lauenstein, August Macke, Ewald Mataré, Heinz May, Felix Meseck, Karel Niestrath, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Robert Pudlich, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Kurt Sandweg, Fritz Schaefler, Karl Schwesig, Lasar Segall, Max Thalmann, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski, Christoph Voll, E.A. Weber und Gert H. Wollheim

Walter Ophey, Benrather Schloßpark Kleinbildkatalog mit über 200 Abbildungen und Preisen
Euro 3,−−

Walter Gramatté, Aus Granada II WALTER GRAMATTÉ (1897−1929)
Aus Granada II   1926
Aquarell über Bleistift
(Kat.−Nr. 60)
Ewald Mataré, Weide
EWALD MATARÉ (1887−1965)
Weide   1923
Farbholzschnitt
(Kat.−Nr. 128)

zurück zum Seitenanfang

Selbstbildnis (für Erich Heckel)
Kat.-Nr. 3

Selbstbildnis für Erich Heckel)



Das Abenteuer der Druckgraphik

WALTER GRAMATTÉ

Zustandsdrucke − Probedrucke − Farbvarianten


28. November 2006 bis 31. Januar 2007




Katalogumschlag

KATALOG
16 Seiten, 25 Abbildungen, davon 15 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2006)
Bestell-Nr. 1041
Zusendung auf Wunsch

Der Sturz in die Unendlichkeit Der Sturz in die Unendlichkeit   1918
Radierung
(Kat.−Nr. 34)
"Vogelmädchen", Sonia Gramatté
"Vogelmädchen",
Sonia Gramatté
   1922
Radierung
(Kat.−Nr. 37)

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Farblithographie "Selbstbildnis mit Häusern", auch "Selbstbildnis vor Hamburger Häusern" betitelt, die wir in 22 Varianten präsentieren können. Die Blätter sind Handabzüge des Künstlers, die er auf seiner "Lithomaschine" gedruckt hat. Es handelt sich um Zustands− und Probedrucke von ein bis vier Steinen sowie Farbvarianten, die der Künstler zum Teil zusätzlich aquarelliert hat. So wurde jeder Abzug in seiner Art ein Unikat.


Selbstbildnis mit Häusern Selbstbildnis mit Häusern Selbstbildnis mit Häusern
Selbstbildnis mit Häusern"   1923, Farblithographie von ein bis drei Steinen in 22 Varianten, (Kat.-Nr. 23)

"Ich arbeite mit Dampf, daher schreibe ich erst heute. Als ich dich zum Bahnhof gebracht hatte, ging ich langsam nach Hause und machte allerhand Dummheiten... Dann habe ich an meinen Steinen gearbeitet, um halb sechs kam Zeitner, wir haben bis zwölf Uhr nachts an der Maschine gestanden. Ich fiel fast um...
[am nächsten Tag:] ...dann hab ich wieder losgelegt und so sind wir ein gut Stück vorwärts gekommen. Die Farbplatten sind völlig durchgedruckt, heut kommt die Grundplatte über alles, und ein neues Blatt ist fertig. Kontur und Hintergrund Miloriblau, Häuser und Wolken grün, Gesicht rotviolett. Möglich daß ich das weiter verändere..."

Walter an Sonia Gramatté, Brief vom 2.3.1923


Mädchenkopf Mädchenkopf   1923
Lithographie in Braunrot
(Kat.−Nr. 24)
Mädchenkopf
Mädchenkopf   1923
Farblithographie, aquarelliert
(Kat.-Nr. 27)

"Ich möchte sogern einmal mit einer Bohrmaschine (wie die Zahnärzte sie haben) arbeiten. Ich war gestern bei Fritz und habe es versucht: Es übertrifft alle meine Erwartungen. Ich habe einen Schleifstein eingesetzt und in kürzester Zeit kann ich nicht nur ganz tiefgeätzte Linien vollständig verschwinden lassen, sondern ganze Flächen tiefer legen und anschließend mit einem anderen Material hochglänzend polieren... Ich kann nun, was niemand kann, fabelhaft leicht feinste Correkturen vornehmen, eine Linie direkt verlegen und ganz neue Wirkungen erzielen. Da wird sich noch mancher den Kopf zerbrechen, wie ich manches fertig bringe." "

Walter an Sonia Gramatté, 15.6.1927


mehr zu Walter Gramatté zurück zum Seitenanfang


Plakat der Ausstellung



KÖRPER − KÖRPER − KÖRPER

von Rohlfs bis Dix, von Kirchner bis Grosz


1. September bis 15. November 2006


Mit Werken von
Jankel Adler, Carl Barth, Max Beckmann, Willi Baumeister, Gottfried Brockmann, Lovis Corinth, Otto Dix, Fritz Feigler, Conrad Felixmüller, Bruno Goller, Walter Gramatté, George Grosz, Adolf de Haer, Raoul Hausmann, Erich Heckel, Hannah Höch, Carl Hofer, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Otto Müller, Heinrich Nauen, Karel Niestrath, Otto Pankok, Pablo Picasso, Robert Pudlich, Christian Rohlfs, Wilhelm Rudolph, Kurt Sandweg, Fritz Schaefler, Carl Moritz Schreiner, Karl Schwesig, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski, Christoph Voll und Gert H. Wollheim




Katalogumschlag

KATALOG
16 Seiten, 24 Abbildungen, davon 8 in Farbe,
Format 22 x 12 cm (2006)
Bestell-Nr. 2016
Zusendung auf Wunsch

Hereinspaziert, verehrtes Publikum! Kommen und schauen Sie! Sehen Sie den menschlichen Körper in all seiner Schönheit und Häßlichkeit, Jugendlichkeit und Vergänglichkeit, Faszination und Ausstrahlung! Sehen Sie mit den Augen der Maler, sehen Sie die Vielfältigkeit der Linien und Formen, der Volumen und Proportionen. Sehen Sie hier die zarten Akte von August Macke oder dort die überwältigende Körperfülle der sitzenden "Berta", die Otto Dix aufs Papier gebannt hat! Treten Sie (bitte leise) an die schlafende "Dodo" von Ernst Ludwig Kirchner heran. Oder ergötzen Sie sich an den bierbauchschönen Männer−Akten im "Dampfbad in der Goltzstraße" von George Grosz.
Der Radius der Ausstellung reicht von Jankel Adlers "Soldat im Bordell" bis zu Gert Wollheims "Abendgymnastik" eines kubistisch entzweiten Liebespaares unter Sternenhimmel in der Dachstube. Dazwischen bewegen sich anmutig und stolz Otto Dixens "Suleika, das tätowierte Wunder", Felixmüllers Liebespaar in blauer "Mondnacht", Erich Heckels "Frauen am Strand", Picassos "Hockendes Modell", Christian Rohlfs "Zwei Tanzende", Adalbert Trillhaases "Susanna und die beiden Alten" − doch wir wollen nicht alles verraten. Kommen Sie und schauen Sie! Lassen Sie sich überraschen! Es gibt viel zu gucken − und auch zu kaufen!


Grosz, "Akte" GEORGE GROSZ (1893−1959)
"Akte"
(Alte in Kniestrümpfen)
   1923
Tusche
(Kat.-Nr. 36)
Macke, Zwei sitzende Mädchen
AUGUST MACKE (1887−1914)
Zwei sitzende weibliche Akte
(Lagernde nackte Mädchen)

1913
Tusche
(Kat.−Nr. 55)


Presse−Echo – aktuell

Die Gymnastik in den Abendstunden

von Helga Meister

...Bei George Grosz sind die Grazien dicklich, die Männer komisch, die Schönen Zwitter und die Dessous altmodisch, dennoch ist es ein feiner Humor, der von seinen Tuschen und Bleistiftzeichnungen ausgeht. Da nehmen vier Herren ein Dampfbad und drehen und wenden sich wie im Grotesktanz, um Wasser an die unmöglichsten Stellen zu bekommen. Ein stehender weiblicher Halbakt von Grosz, versehen mit Lippenbart und Schönheitspflaster, ist im Spitzenhöschen köstlich. Conrad Felixmüllers nacktes Pärchen in der Mondnacht oder Raoul Hausmanns dünne Hannah Höch mit Wespentaille präsentieren den Körper auf humorige Art. Ein besonderes Bild ist Gert H. Wollheims Abendgymnastik. Das Pärchen ist zerschnitten, die Köpfe sind verrutscht, die Gliedmaßen in den Farben verschoben, der Innenraum durch ein fiktives Tuch von den Sternen getrennt und das Ganze ein Vexierspiel in einem bedrohlichen Raum.

WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 1. September 2006



Rohlfs, Stehender weiblicher Doppelakt CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Stehender weiblicher Doppelakt   1913
Kohle
(Kat.−Nr. 76)
Christian Rohlfs, Großer Akt
CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Großer Akt
um 1911
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 75)


Dem Regen entgegen

von Henrike Schulte

Der Sommer ist zurzeit vorbei. Wo noch vor kurzem knappe Röckchen winkten und Herrenhemden aufgeknöpft lockten, dominiert nun erzwungene Hochgeschlossenheit. Ganz Deutschland verbirgt den nur noch zart gebräunten Leib unterm Regenmantel. Ganz Deutschland? Nein, ein kleines Dorf am Rhein leistet dem hereinbrechenden Herbst heftigen Widerstand. In Düsseldorf zeigen die Galeristen Remmert und Barth ab sofort nackte Haut...

...102 Arbeiten, darunter vornehmlich Zeichnung und Grafik, haben Remmert und Barth anlässlich des Düsseldorfer Quadriennale−Themas "Der menschliche Körper und seine Darstellung in der Kunst" aus dem Bestand hervorgezaubert. Ihnen gemein ist die unverhüllte Darbietung des Fleisches und damit sogleich dessen, was wir begehren und doch zugleich so fürchten...

Zu den spannenderen und die erotische Komponente des Aktes am trefflichsten darstellenden Werken der Ausstellung gehört zweifellos Ernst Ludwig Kirchners Dodo. In sparsamer und zugleich fester Strichführung hat der Maler um 1910 die Dresdener Freundin, sein damaliges Lieblingsmodell, in liegender Pose zu Papier gebracht. Der zärtlichen Darstellung des Blattes entsprechend schrieb er in Erinnerung an die Geliebte neun Jahre später in einer Tagebuchnotiz: "Deine feine frische Liebeslust, mit Dir erlebte ich sie ganz, fast zur Gefahr meiner Bestimmung. Doch Du gabst mir die Kraft zur Sprache über Deine Schönheit im reinsten Bilde eines Weibes...".

www.artnet.de, 1. September 2006



zurück zum Seitenanfang


  Carl Barth, um 1935

Carl Barth, um 1935



Leben um zu malen

CARL BARTH

Ausgewählte Werke 1925 − 1965

25. Juli bis 19. August 2006



Katalogumschlag
KATALOG
16 Seiten, 20 Abbildungen, davon 15 in Farbe,
3 dokumentarische Abbildungen
Format 27,5 x 21 cm (2006)
Bestell-Nr. 1040
Euro 8,−−

Aus Anlaß des 30. Todestages (und 110. Geburtstages) des rheinischen Malers Carl Barth zeigen wir unter dem Motto "Leben um zu malen" Werkbeispiele aus 50 Schaffensjahren, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und druckgraphische Werke, die den künstlerischen Weg des 1896 in Haan/Rheinland geborenen und 1976 in Düsseldorf gestorbenen Malers anschaulich vor Augen führen.
Die Ausstellung setzt ein mit spätexpressionistischen Arbeiten der 1920er Jahre, als Barth Meisterschüler bei Heinrich Nauen an der Düsseldorfer Akademie war. Das großformatige "Stilleben mit Cello" von 1929 markiert den Abschluß von Barths Akademiezeit, gleichsam sein Meisterstück, das die Abkehr vom Stil seines Lehrers und den Beginn einer anti−expressionistischen Malweise markiert.


Carl Barth, Stilleben mit Cello Stilleben mit Cello   1929
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 4)

Es folgen die Werke der beginnenden 30er Jahre, die magisch−realistischen Tempera−Gemälde, die heute als der bedeutendste Teil des Barth'schen OEuvres angesehen werden. Zwei der wichtigsten Werke dieser Periode können wir in unserer Ausstellung präsentieren: die "Schiffschaukel" von 1932, die seit Jahrzehnten in Privatbesitz verborgen war, und die "Rheinbrücke" aus demselben Jahr, ein Gemälde, das man vor fünf Jahren in der legendären Münchner Ausstellung "Der kühle Blick" neben Max Beckmanns Gemälde "Der eiserne Steg" aus der Kunstsammlung Nordrhein−Westfalen hängen sah. Die "Schiffschaukel" und die "Rheinbrücke" stehen im Mittelpunkt unserer Ausstellung.


Carl Barth, Straßenbau Straßenbau   um 1930
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 5)
Carl Barth, Schiffschaukel
Schiffschaukel
1932
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 8)

Soll man diese Bilder stilgeschichtlich einordnen, so wird man ihren Platz am ehesten auf dem sogenannten "rechten Flügel" der Neuen Sachlichkeit, dem Magischen Realismus finden. Sie siedeln irgendwo zwischen Magischem Realismus und "Neu−Romantik", sind aus dem weiten Umfeld der Neuen Sachlichkeit zu einer neuen Romantik hin unterwegs, vor allem die in Rom und Sizilien gemalten Bilder. Aber all diese Begriffe sind natürlich ungenau und werden von verschiedenen Autoren mit wechselnder Bedeutung verwendet. Sie helfen nur wenig weiter. Halten wir uns darum an die Bilder selbst.

Wieland Schmied in: Carl Barth, hrsg. von Herbert Remmert und Peter Barth, Düsseldorf 1986, Seite 61/62


Carl Barth, Rheinbrücke Rheinbrücke   um 1932
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 9)
Carl Barth, Einsamer Strand
Einsamer Strand
1932
Linolschnitt
(Kat.−Nr. 7)

1932 ist für Barth ein entscheidendes Jahr. Nach eigener Aussage ist es quasi die Stunde Null seiner Kunst. Erst jetzt bezeichnet er seine Bilder als Malerei. Die meisten seiner Gemälde dieser Zeit sind menschenleer. So auch das Bild Rheinbrücke: Alle Zeugnisse menschlicher Zivilisation, wie Brücke, Schiff, Häuser und Kirche sind verlassen, sogar der Fesselballon schwebt herrenlos am Himmel. Eine ruhige, zeitlose Stille liegt über der lapidaren Szene. Der Betrachter bleibt distanziert, obwohl er gleichzeitig von einer magischen Stimmung angezogen wird, die diese Komposition zusammenhält. Das Thema wird hier völlig anders umgesetzt als bei dem vergleichbaren Bild Der eiserne Steg, das Max Beckmann zehn Jahre früher geschaffen hat und das eindringlich die Ambivalenz der Großstadt schildert. Barths Rheinbrücke erzählt keine Geschichte. Es wird weder Stellung bezogen noch ein Kommentar zum Zeitgeschehen gegeben. Obwohl topographisch lokalisierbar und perspektivisch richtig, verdichtet diese schlichte Stadtlandschaft ein unwirkliche, ausschließlich poetische Stimmung.

Christiane Lange in: Der kühle Blick, Realismus der zwanziger Jahre, München 2001, Seite 106


Es folgen die "römischen" Arbeiten Barths aus den Jahren 1938/39, als der Künstler nach dem Erhalt des Cornelius−Preises ein Jahr in der Villa Massimo in Rom weilte und sich (nicht ohne aktuellen Zeitbezug) der Darstellung der Ruinenlandschaft abendländischer Kultur widmete.


Carl Barth, Forum Romanum Forum Romanum
1938
Tusche
Carl Barth, Forum Romanum
Forum Romanum
1938
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 13)

Danach springt die Ausstellung in die 50er Jahre: Carl Barth wendet sich nun, wie Karl Ruhrberg formuliert, "stärker der Abstraktion zu, ohne je den Kontakt mit der sichtbaren Welt zu verlieren". Es folgen die Bilder der 60er Jahre, in denen Barth die "Grenze des Gegenständlichen" überschreitet, wenn er auch "der Wirklichkeit noch immer ganz nahe steht" (Günther Ott). Carl Barth bleibt auch in diesen späten Werken seinem konstruktiven, architektonischen Stilempfinden und seiner kompositorisch−strengen Malweise treu, die schon seine frühen Arbeiten auszeichnete.


Kalter Tag am Meer   1953
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 14)
Carl Barth, Kalter Tag am Meer

Die Worte Gegenstandslos, Abstrakt, Konkret sind das Dümmste im Vokabular der Kunst. Es gibt nichts Abstraktes, wir leben in unserer Umwelt und werden von ihr zur künstlerischen Aussage gedrängt. Diese Aussage muß ehrlich sein, nach seinen Erkenntnissen und Empfindungen. "Neue Kunst"? Wo gibt es die? Auch ein dummes Wort. Kunst ist durch alle Jahrtausende immer dasselbe gewesen, auch heute hat sie sich nicht abgewandt von den gesetzlichen Ursprüngen...
Ich habe durchaus kein Programm, oder gar den Willen, eine einmal entdeckte künstlerische Maxime nun tot zu reiten. Die Versuche, mit denen ich mich im letzten Jahr künstlerisch beschäftigen mußte, sind getan worden, um nichts auszulassen, was zur Entdeckung des eigenen Ichs führen könnte... Wenn ein Bild nichts vom großen Geheimnis der göttlichen Schöpfung in sich trägt, so ist es vertan und kein intellektuell−künstlerisches Gespräch vermag es aus seiner Todesstarre zu lösen und ihm Leben zu geben.

Carl Barth, 1959


Carl Barth, Verwandlung des Zeus Verwandlung des Zeus   1963
Öl auf Leinwand
(Kat.−Nr. 18)

Grübeln führt nicht zum Ziel. Nur praktisches Tun, d.h. mit Pinsel (Werkzeug) und Farbe ständige Versuche anstellen, kann eine Lösung hervorbringen...
Zwar darf der Maler sein Denken nicht ausschalten, aber er muß auf die Forderung achten, die das Bild ihm stellt. Also ständig auf der Lauer liegen und das Bild nach seinen Forderungen fragen und sie dann mit Mut beantworten.

Carl Barth, um 1960



Presse−Echo – aktuell

WESTDEUTSCHE ZEITUNG

Kultur: Interview mit Carl Barths Sohn

Samstag, 22. Juli 2006

Zwei Einzelgänger unter sich

Zum 30. Todestag des Malers Carl Barth widmet ihm sein Sohn Peter eine Matinee und Ausstellung. Im WZ−Interview spricht er über seine Erinnerungen an den Vater.

Das Interview führte Helga Meister

Am Sonntag bittet die Galerie Remmert und Barth zu einer ungewöhnlichen Matinee. Es liest der Galerist Peter Barth aus den Aufzeichnungen seines Vaters, des Malers Carl Barth. Anlass ist eine Ausstellung zum 30. Todestag und 110. Geburtstag des berühmten magischen Realisten. Im WZ−Gespräch mit Sohn Peter Barth kommt indirekt auch Carl Barth zu Wort.

WZ: Herr Barth, was hat der Sohn vom Vater geerbt?
Barth: Die Lebenshaltung, den melancholischen Ernst, der sich nach außen hin in einer lockeren, heiteren Art zeigt. Leute behaupten, ich hätte eine gewisse Lebensweisheit von ihm geerbt. Ich war immer Einzelgänger wie er auch. Und was ich von ihm sonst noch habe, ist der Ehrgeiz. Schlecht war, dass er immer zu spät kam, in der Künstlervereinigung Junges Rheinland wollten sie ihn nicht mehr haben.
WZ: Was heißt das?
Barth: Er kam mit seinem Stil der Neuen Sachlichkeit zu spät, als er Ende der 20er Jahre seine magisch−realistischen Werke schuf. Die Neue Sachlichkeit war da längst in eine neue Süßlichkeit übergegangen. Ab 1931 begannen in Düsseldorf die Nazi−Tendenzen. Da hat mein Vater menschenleere, stille und melancholische Bilder geschaffen. Mit ihnen schwamm er gegen den Strom...


mehr zu Carl Barth Biographische Daten
Ausstellungen von Carl Barth
in der Galerie Remmert und Barth
zurück zum Seitenanfang


Plakat zur 
				Brockmann−Ausstellung bei Remmert und Barth, 2006

  Gottfried Brockmann, 1924
  (Foto L. Fritz Gruber)

Gottfried Brockmann, 1924



GOTTFRIED BROCKMANN

1903 bis 1983

Gemälde und Arbeiten auf Papier

21. Februar bis 20. April 2006



Katalogumschlag

KATALOG
mit Texten des Künstlers
und einem Essay von Joachim Heusinger von Waldegg
96 Seiten mit 120 Abbildungen, davon 22 in Farbe,
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 14,−−

1933 wurde Gottfried Brockmann von den Nazis aus Düsseldorf vertrieben.
Remmert und Barth holen jetzt das Werk des Künstlers nach Düsseldorf zurück.

Die AUSSTELLUNG gibt mit über 100 Arbeiten − 10 Gemälden, zwei Drahtfigurinen, 80 Aquarellen und Zeichnungen sowie 12 Druckgraphiken − einen repräsentativen Überblick über das Gesamtwerk des Künstlers von den frühen 20er bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Brockmann, Pietà Pietà   um 1928
Bleistift
(Kat.−Nr. 73)
Brockmann, Flammenfigurinen
Flammenfigurinen   1921/22
Aquarell
(Kat.−Nr. 73)

mehr zu Gottfried Brockmann zurück zum Seitenanfang

25 JAHRE REMMERT UND BARTH

1980 − 2005

Ausgewählte Werke


6. September bis 23. Dezember 2005


Mit Werken von

Jankel ADLER, Carl BARTH, Max BECKMANN, Gottfried BROCKMANN, Ernst BURSCHE,

Otto DIX, Max ERNST, Lyonel FEININGER, Conrad FELIXÜLLER, Richard GESSNER,

Werner GILLES, Otto GLEICHMANN, Bruno GOLLER, Walter GRAMATTÉ,

Erwin GRAUMANN, Otto GRIEBEL; George GROSZ, Adolf DE HAER, Raoul HAUSMANN,

Erich HECKEL, Werner HEUSER, Hannah HÖCH, Adolf HOELZEL; J.B.Hermann HUNDT,

Alexander KANOLDT, Max KAUS, Ernst Ludwig KIRCHNER, Paul KLEE, Oskar KOKOSCHKA,

Käthe KOLLWITZ, Bernhard KRETZSCHMAR, Paul KÜHN, Will KÜPPER, Curt LAHS,

Otto LANGE, Julo LEVIN, August MACKE, Gerhard MARCKS, Ewald MATARÉ,

Felix MESECK, Heinrich NAUEN, Emil NOLDE, Walter OPHEY, Otto PANKOK,

Robert PUDLICH, Christian ROHLFS, Fritz SCHAEFLER, Karl SCHMIDT-ROTTLUFF,

Werner SCHRAMM, Karl SCHWESIG, Lasar SEGALL, Jacobo SUREDA, Adalbert TRILLHAASE,

Eberhard VIEGENER, Gustav WIETHÜCHTER und Gert H. WOLLHEIM

Katalogumschlag KATALOG
mit einer Chronologie und Dokumentation unserer Ausstellungen sowie Auszügen aus den beiden ersten Kapiteln der Galerie−Memoiren
260 Seiten, 220 Werkabbildungen, davon 105 in Farbe,
sowie 60 dokumentarische Abbildungen
Format 24 x 17 cm, in Leinen gebunden
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Euro 35,−−

Christian Rohlfs, Roter Mohn CHRISTIAN ROHLFS (1849−1938)
Roter Mohn   1916
Aquarell, 64 x 49 cm
monogrammiert, datiert
Werkverzeichnis Vogt 16/28
(Kat.−Nr. 168)
Conrad Felixmüller, Brüder am Rhein
CONRAD FELIXMÜLLER
(1897−1977)
Brüder am Rhein   1920
Radierung, 26,5 x 27,7 cm
signiert, betitelt, numeriert
Werkverzeichnis Söhn 217
(Kat.−Nr. 47)



Presse−Echo – aktuell

Zum Jubiläum Trouvaillen in Petersburger Hängung
Seit 25 Jahren sorgen die Düsseldorfer Kunsthändler Herbert Remmert und Peter Barth dafür, daß die einstigen Avantgarden nicht vergessen werden...

Nun füllt die Jubiläumsausstellung − in "Petersburger Hängung" − den klassizistischen Bau, dem die Renovierung den Charakter eines bürgerlichen Wohnhauses erhielt, vom Keller bis zum Dach. Darunter sind Trouvaillen − wie die seltene Radierung von Käthe Kollwitz " Zwei schwatzende Frauen mit zwei Kindern" − neben konstruktivistischen Bleistiftzeichnungen des wenig bekannten Düsseldorfer Künstlers Curt Lahs von 1920. Zwei Gemälde von Otto Dix aus dem Jahr 1913 − eine "Schlucht mit gefällten Bäumen" und eine "Eisenbahnbrücke" − begegnen Blättern wie dem Aquarell "Jonas und der Wal" von Jankel Adler oder Gert Heinrich Wollheims "Der Feierabend" und der "Hirtin" von Otto Gleichmann aus dem Jahr 1918...

Catrin Lorch, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG, 18. September 2005



Otto Pankok Mühle II OTTO PANKOK
(1893−1966)
Mühle II   1922
Radierung, 45,7 x 35,2 cm
Werkverzeichnis Jäger WR 254 A
(Kat.−Nr. 158)

Karl Schwesig, Marineporträt
KARL SCHWESIG
(1898−1955)
Marineporträt   1930
Öl auf Leinwand, 80 x 65,3 cm
(Kat.−Nr. 188)

zurück zum Seitenanfang


Mit der Unerbittlichkeit der Jugend

WALTER GRAMATTÉ

1897 bis 1929


1. März bis 30. April 2005



Katalogumschlag KATALOG
mit einer Einführung von Peter Barth
und einem Text von Hermann Kasack aus dem Jahre 1932
120 Seiten mit 75 Werkabbildungen, davon 29 in Farbe,
sowie 6 dokumentarischen Abbildungen
(alle Werke sind verkäuflich, Preisliste anbei)
Format 24 x 17 cm, Broschur mit Schutzumschlag
Euro 14,−−

DIE AUSSTELLUNG umfaßt 65 Werke aus den Jahren 1914 bis 1928, davon 6 Gemälde, 18 Aquarelle, 15 Zeichnungen und 26 Druckgraphiken. Die Ausstellung dokumentiert alle wichtigen Schaffensphasen des Künstlers: Da sind zunächst die Kriegs− und ersten Nachkriegsjahre, die wir durch seltene Graphiken sowie ein frühes Hauptwerk des Künstlers, die große "Kreuzabnahme" von 1919, belegen können. Es folgen die beginnenden 20er Jahre, in denen die Aquarell−Malerei im Vordergrund steht: Selbstporträts, Bildnisse seiner jungen Frau und Landschaften sind die Themen Gramattés, das herausragende Gemälde "Morgen am Meer (Hiddensee)" von 1921 steht im Mittelpunkt dieser Abteilung. Es schließen sich die spanischen Jahre 1924−26 an, in denen Gramatté im Angesicht der iberischen Landschaft seine Öl− und Aquarellmalerei perfektioniert. Gramattés letzte Schaffensjahre in Berlin 1926−28 haben ihren Mittelpunkt in einem seiner letzten Gemälde, dem Bildnis seiner Frau von 1928.

Gramatté, Kreuzabnahme Kreuzabnahme
1919
Öl auf Leinwand, 178 x 165 cm
signiert, datiert
Negendanck 62
(Kat.−Nr. 13)
Gramatté, Selbsbstbildnis
Selbstbildnis (für Erich Heckel)
1919
Holzschnitt, 400 x 315 mm
signiert, datiert
im Stock bezeichnet "Für Erich Heckel", vom Drucker Voigt bezeichnet
Eckhardt 23
(Kat.−Nr. 14)

Gramatté, Morgen am Meer Morgen am Meer (Hiddensee)
1920
Öl auf Leinwand,
745 x 910 mm
signiert, datiert,
Negendanck 84
(Kat.−Nr. 26)
Gramatté, Mädchen am Fenster
Mädchen am Fenster (Hiddensee)
1921
Aquarell über Tusche
377 x 488 mm
signiert, datiert
(Kat.−Nr. 27)

Gramatté, Barcelona, 1924 Barcelona (mit Ballon)
1924
Öl auf Leinwand
665 x 775 mm
signiert, datiert, betitelt Negendanck 106
(Kat.−Nr. 48)
Gramatté, Selbst mit Fensterkreuz, 1926
Selbst mit Fensterkreuz
1926
Aquarell über Bleistift
456 x 386 mm
signiert, datiert, bezeichnet "Madrid"
(Kat.−Nr. 63)

mehr zu Walter Gramatté zurück zum Seitenanfang

Felixmüller, Arbeiterfrau mit Kind

CONRAD FELIXMÜLLER
1897−1977
Arbeiterfrau mit Kind
(Frau Schnabel mit Rosa)

1920
Radierung in Dunkelgrün
(Kat.-Nr. 37)

Mit Ätzgrund und mit Kalter Nadel

RADIERUNGEN

von Käthe Kollwitz bis Conrad Felixmüller


16. 11. 2004 bis 29. 1. 2005


Katalog, 160 Seiten mit 130 Werkabbildungen, Preisliste anbei
Euro 14,−−


Folgende Künstler sind in der Ausstellung vertreten:

Jankel Adler, Willi Baumeister, Max Beckmann, Peter August Böckstiegel, Gottfried Brockmann, Otto Coester, Lovis Corinth, Otto Dix, Heinrich Ehmsen, Conrad Felixmüller, Walter Gramatté, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Käthe Kollwitz, Bernhard Kretzschmar, Wilhelm Lachnit, Otto Lange, Max Liebermann, Ewald Mataré, Paula Modersohn-Becker, Heinrich Nauen, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Karl Schmidt-Rottluff, Karl Schwesig, Paul Adolf Seehaus, Lasar Segall, Christoph Voll, Gert H. Wollheim und andere


zurück zum Seitenanfang

Viegener, Kind mit Pferd

EBERHARD VIEGENER  1890−1967
Kind mit Pferd
1925
Öl auf Holz, 600 x 510 mm
rückseitig signiert und betitelt
(Kat.-Nr. 107)

Zwischen Verismus und Klassizismus

"DIE NEUE SACHLICHKEIT"

Realismus der 1920er Jahre in Deutschland


2.3. bis 21.5.2004


Katalog, 132 Seiten mit 118 Abbildungen, davon 28 in Farbe,
Preisliste anbei
Euro 16,−−


Folgende Künstler sind in der Ausstellung vertreten:

Jankel Adler, Carl Barth, Max Beckmann, Herbert Böttger, Friedrich Wilhelm Bogler, Gottfried Brockmann, Ernst Bursche, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Richard Gessner, Bruno Goller, Walter Gramatté, Otto Griebel, Carl Grossberg, George Grosz, Hannah Höch, Heinrich Hoerle, Karl Hubbuch, Alexander Kanoldt, Bernhard Kretzschmar, Will Küpper, Wilhelm Lachnit, Curt Lahs, Paula Lauenstein, Peter Ludwigs, Jeanne Mammen, Heinrich Nauen, Otto Pankok, Anton Räderscheidt, Georg Scholz, Georg Schrimpf, Karl Schwesig, Lasar Segall, Ernst Thoms, Adalbert Trillhaase, Adolf Uzarski, Eberhard Viegener, Gert H. Wollheim und Gustav Wunderwald


"Der Realismus der zwanziger Jahre wird seit der Mannheimer Ausstellung von 1925 'Die Neue Sachlichkeit' genannt. Unter diesem Titel bieten Peter Barth und Herbert Remmert mehr als hundert Gemälde und Papierarbeiten in ihrer Düsseldorfer Galerie an – oft jenseits der klangvollen Namen, doch von überzeugender Qualität. Der Realismus scheint den Nerv der jungen Sammler zu treffen, und die moderaten Preise kommen ihnen entgegen."

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

"Die Galerie Remmert und Barth, spezialisiert auf deutschen Expressionismus und Neue Sachlichkeit, zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung einen reichhaltigen Querschnitt durch den Realismus der 1920er Jahre in Deutschland. Im Angebot befindet sich Malerei und Graphik zu Preisen zwischen wenigen Hundert Euro und 48.000 Euro."

HANDELSBLATT



Wir über uns Andere über uns Aktuelle Ausstellung Künstler der Galerie Kataloge und Bücher zurück zum Seitenanfang


Stand August 2010